30/03/2026
Früher, also, bis vor zwei Jahren, war so ziemlich alles gesagt, wenn ich erzählte, dass ich "Texterin" sei.
Die wenigsten fragten genauer nach. Schließlich handelte es sich bei meiner Tätigkeit um Aufgaben, die viele gerne abgaben und sich nicht damit auseinersetzen wollten:
sich Gedanken machen, achtsam formulieren, Action in alltägliche Situationen bringen, Rechtschreibung und Grammatik beachten...
Doch die Zeiten haben sich verändert.
Texte verfassen ist wirklich keine Kunst mehr. Wir werden regelrecht überflutet von Content.
Und so musste auch ich mich neu fokussieren. Und damit meine ich nicht meine Arbeit per se. Die blieb dieselbe. Ich schreibe nach wie vor lebendige Porträts, witzige Storys und berichte über Herzensprojekte.
Hinzu kam lediglich, dass so viele Menschen rund um mich herum plötzlich dachten, dass meine Arbeit von der KI ersetzt würde. Zugegebenermaßen hatte ich auch meine Bedenken und Sorgen und all die Gedanken, die wir alle mit uns herumtragen, seit die KI uns in vielen Bereichen zu ersetzen scheint.
Doch in Wahrheit sind diese vielen Tools Geschenke. Sie unterstützen mich, schenken mir andere Perspektiven, verbessern mich und helfen mir beim Recherchieren und Argumentieren. Im gleichen Zug habe ich Zeit für das Wichtige gewonnen: Texte zu verfassen, die noch mehr in die Tiefe gehen.
In diesem Sinne stelle ich mich von nun an wohl eher so vor:
"Ich bin Analytikerin, die alle wichtigen Details in spannende Texte packt. Und sollte der Inhalt mal gar zu trocken sein, dann schreibe ich ihn so, dass man ihn gerne liest und jedenfalls versteht. Kurzum – ich bin die Schneefrau."
Okay, vielleicht noch ein bisschen zu lang. Daran arbeite ich – versprochen. Bzw., wer von euch kürzere Jobbeschreibungsideen für mich hat – her damit :-)
Jedenfalls wünsche ich euch schon mal eine schöne Osterwoche, bleibt kreativ und neugierig 🐣 Eure Schneefrau