04/03/2026
🔥 Wie Kriege Treibstoffpreise beeinflussen
1) Angebotsrisiken und Verknappung
Kriege in ölreichen Regionen – aktuell etwa im Iran-Konflikt – führen fast immer zu steigenden Ölpreisen, weil Marktteilnehmer befürchten, dass Förderanlagen, Pipelines oder Exporthäfen ausfallen könnten. Schon die Möglichkeit einer Störung reicht aus, um Preise hochzutreiben.
Der Iran-Krieg hat die Ölpreise stark steigen lassen; in Deutschland wurden Benzin und Diesel innerhalb weniger Tage deutlich teurer.
In Südtirol kam es sogar zu Dieselknappheit, weil viele aus Angst vor weiteren Preisanstiegen „Hamster-Tanken“ betrieben.
2) Geopolitische Engpässe: Straße von Hormus
Rund 20 % des weltweiten Ölhandels laufen durch die Straße von Hormus. Wird diese Meerenge bedroht oder blockiert, explodieren die Preise.
Genau dieses Szenario wird im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg diskutiert, was die Preissteigerungen zusätzlich antreibt.
3) Energiepreise treiben Inflation
Steigende Öl- und Gaspreise wirken sich direkt auf die Inflation aus, weil Transport, Produktion und Heizung teurer werden.
In Österreich und Deutschland wird bereits befürchtet, dass die Inflation wegen der Rohöl- und Gaspreissprünge wieder anzieht.
4) Auswirkungen auf Verbraucher und Wirtschaft
In Deutschland stiegen die Spritpreise innerhalb weniger Tage um 6–7 Cent pro Liter. Diesel reagierte besonders sensibel.
Unternehmen leiden unter höheren Transport- und Energiekosten, was die Konjunktur belasten kann.
Auch Gas- und Heizölpreise ziehen an, was Haushalte zusätzlich trifft.
⚡ Führt das zu einem stärkeren Trend zum E‑Auto?
Kurz gesagt: Ja – aber nicht sofort und nicht für alle.
Warum der Trend zum E‑Auto zunimmt
Hohe Spritpreise machen elektrische Kilometer attraktiver.
Planungssicherheit: Strompreise schwanken weniger stark als Ölpreise.
Politische Förderung: Auch wenn Förderungen schwanken, bleibt der politische Druck Richtung Elektrifizierung hoch.
Unternehmen elektrifizieren ihre Flotten schneller, um Kostenrisiken zu reduzieren.
Warum der Trend gebremst wird
Hohe Anschaffungskosten für E‑Autos.
Unsicherheit über Strompreise (z. B. durch steigende Gaspreise im Kriegskontext).
Ladeinfrastruktur ist regional sehr unterschiedlich.
Gebrauchtwagenmarkt für E‑Autos ist noch jung und volatil.
🚗 Was bedeutet das für den Wert von Verbrennern?
Der Wert von Verbrennern hängt von mehreren Faktoren ab – und die Entwicklung ist nicht linear.
Faktoren, die den Wert von Verbrennern senken
Politische Regulierung (Verbrenner-Aus ab 2035 in der EU).
Steigende Betriebskosten (Sprit, CO₂-Abgaben, Wartung).
Wandel der Nachfrage: Junge Käufer bevorzugen zunehmend E‑Autos.
Faktoren, die den Wert von Verbrennern stabilisieren oder sogar erhöhen können
Krisenzeiten: Wenn Strompreise steigen oder Ladeinfrastruktur unsicher ist, bleiben Verbrenner attraktiv.
Bestimmte Modelle (z. B. robuste Diesel, Youngtimer, Offroad-Fahrzeuge) können sogar im Wert steigen.
Ländliche Regionen: Dort bleibt der Verbrenner oft praktischer.
Realistische Einschätzung
Massenmodelle verlieren langfristig an Wert.
Spezialfahrzeuge und gut gepflegte Verbrenner können stabil bleiben.
Der Übergang wird schrittweise, nicht abrupt.
🔍 Ein nicht offensichtlicher Zusammenhang
Kriege führen nicht nur zu höheren Spritpreisen, sondern auch zu höheren Produktionskosten für E‑Autos, weil Batterien energieintensiv hergestellt werden und Rohstoffe (z. B. Lithium, Nickel) global gehandelt werden.
→ Das bedeutet: Kriege können sowohl Verbrenner als auch E‑Autos verteuern, aber Verbrenner sind stärker betroffen, weil sie direkt vom Ölpreis abhängen.