Die N***s vertrieben die Familie und tilgten seinen Namen aus dem Stadtbild, und so ist seine Bedeutung für den Prenzlauer Berg in Vergessenheit geraten. Wir laden ein zur Eröffnung der Freiluft-Ausstellung auf 11 Litfaßsäulen entlang der ehemaligen Rudolf-Mosse-Straße im Jahn-Sportpark am 8. Unser Programm:
• ab 18 Uhr Straßenführung und Vorab-Besichtigung
• 18:30 Uhr Ansprachen von Bezi
rksbürgermeister Sören Benn, Holger Siemann für die Gruppe „Mosse Erinnern!“ und Roger Strauch als Vertreter der Mosse-Erben
• 18:45 Eröffnung
Begleitet wird die Ausstellung, die bis zum 23. September geöffnet bleibt, von Vorträgen und Straßenführungen. Bereits online ist unser Relaunch der Webseite www.mossestrasse.de. Mai dieses Jahres jährte sich die Benennung der Rudolf-Mosse-Straße im Prenzlauer Berg zum 100. Die heute verschwundene Straße führte einst von der Eberswalder zur Sonnenburger, mitten durch das Areal des Jahn-Sportparks, und ehrte das beispiellose Engagement der Mosses für ihre Stadt Berlin. Die Nazionalsozialisten tilgten 1935 jüdische Namen aus dem Stadtbild, benannten die Mosse-Straße in „Verlängerte Sonnenburger“ um, „arisierten“ den Mosse-Verlag und vertrieben oder ermordeten Familienmitglieder.
1950 verschwand die Straße unter Trümmerschutt und Stadionneubau. Heute wird im Sportpark an Friedrich Ludwig Jahn und Max Schmeling erinnert, nicht aber an den großzügigen jüdischen Mäzen. Um das zu ändern, treffen sich seit 2018 Anwohner, Fußballfans, Sportler und Lokalhistoriker in der Gruppe „Mosse erinnern!“. Mehr über die Straße, die Ausstellung und das Vortragsprogramm, über die Gruppe "Mosse erinnern!" und unsere Mosse-Topografie auf www.mossestrasse.de