24/10/2025
Diese Sätze, die regelmäßig meine engsten Angehörigen zu mir sagten, haben mich als Kind sehr verletzt und verunsichert.
Ich habe mich irgendwie nie richtig, irgendwie zu viel und gleichzeitig nicht genug gefühlt.
Der erste Job nach dem Studium war mein persönlicher Albtraum, weil ich es einfach nicht aushalten konnte, 8 Stunden am Tag mit Menschen, die ich nicht mag, in einem Büro eingesperrt zu sein. Und oft war die Sehnsucht groß, einfach mal mitten am Tag spontan zum Strand fahren zu können.
Mich selbstständig zu machen war also für mich der nötige und absolut richtige Schritt.
Sie hat es mir ermöglicht, freier und spontaner in der Gestaltung meiner Arbeitszeit zu sein und meine Kreativität voll ausleben zu können. Das war für mich der absolute Gamechanger und ich liebe meine Arbeit als Social Media Managerin.
Doch seit ich 100 % alleinerziehend bin, ist es deutlich schwieriger für mich geworden, konsistent produktiv zu bleiben. Ich konnte mich nicht mehr auf mich selbst verlassen, dass ich tue, was ich mir vorgenommen hatte, hing irgendwie fest und war immer wieder von mir selbst enttäuscht. Ich wollte doch mehr, aber warum kriege ich es nicht hin?
Erst jetzt verstehe ich erst, warum.
Seit einer Woche weiß ich: es ist ADHS.
Dahinter steckt meine große Ablenkbarkeit, die vielen Ideen, die ich nicht schaffe, umzusetzen, aber auch meine Spontanität, meine Begeisterungsfähigkeit und meine Kreativität.
Jetzt, mit 36, muss ich mich erstmal wieder neu finden. Das braucht Zeit und Mut.
Und ich bin sehr gespannt, ob sich das Wissen und die Behandlung positiv auf mein Leben und meine Ziele auswirken werden.
Danke, wenn du bis hierhin gelesen hast.
Welche Sätze wurden dir als Kind gesagt? Und was glaubst du, könnte dahinter stecken?