15/09/2026
Früher gab es beim Lesen für mich vor allem zwei Kategorien:
Gefällt mir oder gefällt mir nicht.
Heute interessiert mich das Warum dahinter.
- Warum berührt mich diese Figur?
- Warum kann ich einen Roman kaum aus der Hand legen?
- Warum zieht sich eine Szene, obwohl eigentlich viel passiert?
- Warum habe ich eine Wendung längst kommen sehen?
An diesem Punkt wird Lesen für Autor:innen zu einem Teil des Schreibhandwerks.
Besonders spannend wird es bei Büchern, die nicht funktionieren.
Statt nur zu denken: Das gefällt mir nicht, kannst du genauer hinschauen:
- Was fehlt mir?
- Nähe zur Figur?
- Ein klares Ziel? Konflikt?
- Subtext?
- Spannung?
Und wenn du dir gegenüber noch kritischer sein möchtest:
Mache ich in meinem eigenen Manuskript vielleicht gerade dasselbe?
Hat sich dein Lesen verändert, seit du selbst schreibst? Was fällt dir heute in Büchern auf, das du früher einfach überlesen hättest? Schreib es mir in die Kommentare.
Symbolbild: Canva