22/11/2025
Perfektionismus ist kein Makel. Er ist ein Hinweis.
Ich werde etwas sehr persönliches von mir erzählen. Weniger für mich, sondern vielleicht für dich, falls du dich angesprochen fühlst und aus meiner Erfahrung eine Erkenntnis ziehen kannst. Ich erzähle es aber auch, weil es der Grund ist, weshalb ich mit den Archetypen arbeite.
So let´s start:
Es gab Momente, in denen ich bis in die Nacht arbeitete, um die kleinsten Details auszuarbeiten, die keinem aufgefallen wären, außer mir. Nicht aus Ehrgeiz, sondern aus einem kaum spürbaren Bedürfnis nach Kontrolle oder viel mehr Schutz.
Perfektion tritt dann nicht als Tugend auf, sondern eher wie ein Reflex. Ein Versuch, das Eigene zusammenzuhalten, wenn es innerlich unruhig wird.
Die Wirkung nach außen ist subtil.
Man bleibt kompetent, aber verliert an Nähe.
Das Umfeld registriert eine kleine Verschiebung – ein Moment von Uneindeutigkeit, der weder erklärt noch ausgesprochen wird, aber den Raum verändert. Manche Menschen reagieren darauf mit Zurückhaltung, manche mit Schärfe. Irritation entsteht nicht durch Überforderung, sondern durch ein Fehlen von Authentizität, das sich leise, aber deutlich bemerkbar macht.
Ich kenne diesen Zustand gut.
Über Jahre hinweg reagierte mein Körper früher als mein Verstand: Augen, Kiefer, entzündete Knochen, Erschöpfungszustände, mit 40 bereits in Richtung Wechseljahre, Kraftlosigkeit am Morgen. Kaum jemand wusste wie es mir ging - ich war auch darin perfekt! Lies weiter im Kommentar ➡️