15/07/2026
Auch so kann Studioarbeit aussehen. Völlig ruhig und unaufgeregt, alleine vor dem Rechner, die Kundin in einer anderen Stadt und die Sprecherin in Berlin, Hamburg oder München. Und dennoch alle verbunden, durch eine gemeinsame Vision und natürlich durch die Technik. Und so breiten sich die Schwingungen aus, bis hoch über die Täler hin zu einem Gebirgsgrat.
Es war ein tolles Projekt, das wir für die Tiroler Landesmuseen gemeinsam mit der Künstlerin Esther Strauß und der Sprecherin Marianne umsetzen durften, der Audioguide zur Ausstellung „Denkmal für Schnee“.
Mit „Denkmal für Schnee“ realisiert Esther Strauß ein poetisches Zeichen zum Klimawandel in den Tuxer Alpen. Am Grat zwischen Glungezer und Gamslahner auf fast 2.700 Höhenmetern wird ein feiner Schriftzug aus Messing montiert. Die drei Worte Denkmal für Schnee verwandeln den Berg in einen Sockel. An seinem höchsten Punkt mag irgendwann – an einem Tag, der sich erahnen, aber nicht vorhersagen lässt – der letzte Schnee schmelzen, der auf diese Spitze fällt. Was bedeutet uns sein Verschwinden?