06/05/2026
Feier zum Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus
Auch heuer wieder lud der Verein „Zukunft braucht Erinnerung“ zur Gedenkfeier in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus beim Mahnmal am Rathausplatz. Tausende ungarische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Jüdinnen und Juden, wurden im April 1945 durch unsere Dörfer getrieben, sie sollten allesamt ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert werden. Am 5. Mai wurde das KZ Mauthausen von den amerikanischen Truppen befreit!
Nach der Eröffnung durch Mag. Peter Gerstmann (Verein "Zukunft braucht Erinnerung"), stellvertretend für den erkrankten Wolfgang Seereiter, richtete Sozialstadträtin Philippine Hierzer, in Vertretung von Bgm. Christoph Stark, Grußworte an die rund 100 Teilnehmenden der Gedenkfeier und betonte die Wichtigkeit von Erinnerungsarbeit. Im Publikum konnten politische Vertreter verschiedener Fraktionen begrüßt werden: obig genannte SR Philippine Hierzer (ÖVP), GR LAbg. Willibald Spörk (FPÖ), LAbg. Mag. Dr. Wolfgang Dolesch (SPÖ) und LAbg. Alexander Melinz, Bakk. phil. (KPÖ).
Die diesjährige Gedenkrede hielt DI Dr. Anthony Scholz. Scholz wurde 1945 in England geboren, hat als Jugendlicher den Eichmannprozess in Israel miterlebt, ist ehemal. Vizepräsident der Jüdischen Gemeinde Graz und heute u. a. Mitarbeiter bei "Granatapfel Kulturvermittlung". Er beendete seine sehr persönliche Rede mit dem Kaddisch, einem zentralen jüdischen Gebet.
Schülerinnen und Schüler der Mittelschule sowie des BG/BRG Gleisdorf setzten sich inhaltlich mit dem Thema Erinnerungskultur, Gewalt und Rassismus auseinander und präsentierten ihre Arbeiten und Gedanken im Rahmen der Gedenkveranstaltung. Akkordeonist Ozren Stefanovic umrahmte die Feier musikalisch. Zum Abschluss wurden Blumen am Mahnmal angebracht.