09/08/2026
9 von 10. Klingt nach einer Bestnote für Kreativität.
Dieser Text hier ist von einem Menschen geschrieben. Das ändert nichts daran, dass der Beruf dahinter, Text- und Content-Arbeit, bei Andrej Karpathys KI-Exposure-Tool bei genau diesem Wert liegt, demselben wie Softwareentwicklung, der technischsten Berufsgruppe im ganzen Ranking.
Die Begründung liest sich fast schmeichelhaft, bevor man sie zu Ende liest: Das Arbeitsprodukt ist vollständig digital und textbasiert, genau das, wofür Sprachmodelle gebaut wurden, Entwürfe, Recherche, Überarbeitung, über Blogs, Werbetexte und Skripte hinweg.
Man sieht die Folgen längst im eigenen Feed. 59 Prozent der Unternehmen arbeiten inzwischen mit ChatGPT, bei kleinen Firmen sind es 73 Prozent, die halbe Branche schreibt mit demselben Werkzeug (2026 State of AI for Business Report).
Texte, die sich alle gleich anfühlen, dieselben Formulierungen, derselbe glatte Ton, dieselben drei Aufzählungspunkte, diesen Satz hier hätten wir fast selbst in so einen Punkt gepackt.
Karpathy selbst schreibt, ein hoher Wert bedeutet nicht, dass ein Beruf verschwindet, er wird umgebaut. Die eigentlich interessante Frage ist deshalb nicht, ob Content-Arbeit automatisiert wird, sie ist es längst, sondern wer den Umbau am Ende steuert, das Werkzeug selbst, oder die Stimme, die entscheidet, was davon überhaupt stehen bleibt.
KI fürs Tempo. Mensch für die Stimme.
Focus on what matters