23/09/2026
„Thomas, ich glaub, die Kunden interessieren sich nicht wirklich für mich." sagte eine Kundin letztens verzweifelt zu mir.
Dabei war sie eigentlich ganz gut aufgestellt: Social Media, Fachartikel und eine super Website inklusive Blog.
Auch das Angebot stimmte - eine geniale Lösung für ihre Zielgruppe.
Wobei auch die beste Lösung ein Ladenhüter sein kann – aber das ist eine andere Geschichte.
Zurück zum Thema ...
.. ihre Kunden tröpfelten nur so daher. So wie das Wasser aus einer verkalkten Dusche.
Aber warum?
Warum interessierten sich so wenige?
Weil es zwei Typen von potenziellen Kunden gibt.
Die einen wissen, dass ihre Dusche verkalkt ist. Und dass sie entkalkt werden muss. Damit sie endlich wieder unter einem ordentlichen Strahl duschen können.
Die suchen aktiv – nach dir. Oder jemand anderem.
Und die anderen?
Die haben noch nicht mal bemerkt, dass die Dusche kaum noch richtig funktioniert. Die duschen halt irgendwie weiter.
Die unbequeme Wahrheit ist aber, dass die zweite Gruppe nicht die Ausnahme ist. Sie ist die Mehrheit.
Um bei der Metapher zu bleiben: Nicht ein paar Tropfen, sondern eine volle Badewanne. Ok, das war jetzt ein wenig übertrieben, aber du weißt schon, was ich meine, oder?
Die Zeichnung zeigt, wie die Verteilung wirklich aussieht. Und warum du ein riesiges Potenzial liegen lässt, wenn du nur für die postest, die schon aktiv suchen.
Kleines Geständnis nebenbei: Ich hab das selbst lange genau falsch gemacht. Wissen gepostet, Lösungen erklärt – für Leute, die noch nicht mal wussten, dass sie ein Problem haben. Hat sich professionell angefühlt. War aber ziemlich nutzlos.
Was hilft: Zeig, wie es sich angefühlt hat – bevor die Lösung überhaupt ein Thema war. Was hat gehakt? Was hat richtig wehgetan? Was hätten sie sich gewünscht?
Das schafft Bewusstsein – leise, subtil und ohne Verkaufsdruck. Und bewegt auch diese Kunden dazu, ihr Problem lösen zu wollen ... im besten Fall mit dir.
Erkennst du das bei deinen Kunden? Oder sogar bei dir selbst?