12/03/2026
Warum „Kämpfen“ gegen dich selbst das Problem ist!
Mit 19 bekam ich die Diagnose Multiple Sklerose.
Meine erste Reaktion war klar:
„Diese Krankheit wird mich nicht davon abhalten, meine Ziele zu erreichen!“
Klingt stark.
Vielleicht sogar bewundernswert.
Aber ich musste lernen, dass genau diese Kampfansage mir viele Probleme gemacht hat.
Nach Jahren mit unzähligen Schüben und der inneren Scham, nicht mehr so zu funktionieren, wie ich es von mir erwartet hatte, kam ein Moment, der vieles verändert hat.
Ein einfacher Gedanke:
Gegen einen unsichtbaren Gegner zu kämpfen, kann man nur verlieren.
Vielleicht sollten wir in Zukunft lieber Hand in Hand laufen.
Ab diesem Moment war ich überzeugt, einen guten Umgang mit meiner Multiplen Sklerose gefunden zu haben.
Zumindest dachte ich das.
Denn trotzdem wollte ich meine Ziele aus gesunden Tagen erreichen.
Wie ein Getriebener.
Ich war Geschäftsführer.
Arbeitgeber.
Vater.
Und ich habe versucht, ein guter Partner zu sein.
Was ich aber nicht konnte:
Nein sagen.
Um Hilfe bitten.
Hilfe annehmen.
Das passte einfach nicht zu meinen Prägungen und Glaubenssätzen.
Kommt dir das bekannt vor?
Du funktionierst.
Mehr schlecht als recht.
Bis du irgendwann an deine Grenzen kommst.
Aber Aufgeben ist keine Option.
Weil du es nie anders gelernt hast.
In meinem Fall war es im 26. Jahr wieder die Multiple Sklerose, die mir den Stecker gezogen hat.
Und mich an etwas erinnert hat:
Die richtige Einstellung allein reicht nicht.
Heute weiß ich:
Es sind nicht Krankheiten oder das Alter, die uns davon abhalten, unsere wirklichen Ziele zu erreichen.
Es sind oft unsere unterbewussten und unangenehmen Emotionen.
Sie steuern uns.
Sie blockieren uns.
Und lassen uns funktionieren, statt wirklich zu leben.
Die gute Nachricht:
Man kann lernen, sie zu integrieren und aufzulösen.
Das ist mein neues Ziel.
Für dich.
Für deine Lieben.
Für dein Team.