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Kleines Experiment von gestern.Ich sitze seit fast vierzig Jahren vor Editoren und weiß eigentlich ganz gut, was auf mei...
27/07/2026

Kleines Experiment von gestern.

Ich sitze seit fast vierzig Jahren vor Editoren und weiß eigentlich ganz gut, was auf meiner Liste steht. Trotzdem liegen da immer diese zwanzig Kleinigkeiten, die nie dringend genug sind, um sie anzufangen.

Also habe ich meinem KI-Assistenten diesmal nicht gesagt, was er bauen soll. Ich habe ihn gefragt: „Such Dir bitte mal eine Reihe von kleinen Features raus, die Du die nächsten zwei Stunden selbstständig umsetzen kannst — für die Du keine Interaktion von mir brauchst."

Antwort nach ein paar Sekunden: „Neun Punkte, alle ohne Dich machbar. Ich fange an."

Laptop zugeklappt, mit Zola raus. Zwei Stunden später waren die neun Punkte fertig.

Das nennt sich agentisches Coden: Die KI wartet nicht auf den nächsten Zuruf, sondern zerlegt die Arbeit selbst und meldet sich erst, wenn sie fertig ist oder tatsächlich eine Entscheidung braucht.

Was mich daran beschäftigt, ist nicht die Technik. Es ist die Frage, wie viel von meiner Arbeit eigentlich aus Warten auf mich selbst besteht.

Seit ein paar Wochen höre ich morgens keine Nachrichten mehr — ich höre meine Nachrichten.Jeden Morgen recherchiert ein ...
21/07/2026

Seit ein paar Wochen höre ich morgens keine Nachrichten mehr — ich höre meine Nachrichten.

Jeden Morgen recherchiert ein KI-Agent, was in den letzten 24 Stunden passiert ist: Deutschland, USA, Welt, KI, Tech. Aus den Quellen, die ich selbst ausgesucht habe. Dann schaut er in meinen Kalender, zählt meine ungelesenen E-Mails, prüft das Wetter in München — inklusive der wichtigen Frage, ob es ein Golftag wird — und wirft einen Blick auf die Märkte. Daraus entsteht ein zehnminütiges Skript, eingesprochen, fertig im Podcast-Feed, bevor ich wach bin.

Beim ersten Kaffee weiß ich, was in der Welt los ist und was mein Tag bringt. Kein Scrollen, keine Push-Meldungen, kein Algorithmus, der entscheidet, was ich sehen soll.

Das Erstaunlichste daran: Das ist keine Zukunftsmusik. Das läuft jeden Morgen, zuverlässig, auf einem kleinen Rechner bei mir zu Hause.

Nachrichten waren hundert Jahre lang ein Massenprodukt. Gerade werden sie ein Maßanzug.

08/07/2026

Ich gebe zu: die Post war bei mir jahrelang ein schlechtes Gewissen auf Papier. Ein Stapel auf dem Schreibtisch, der langsam wuchs — Rechnungen, Behördenkram, Versicherungen. Immer das Gefühl, da liegt was, um das ich mich kümmern müsste.

Seit Kurzem läuft das anders. Ich lege den ganzen Stapel in einen ScanSnap iX2500, einen Duplex-Scanner mit 45 Seiten pro Minute — der zieht beide Seiten in einem Durchgang ein. Die fertigen PDFs landen automatisch in meiner Google-Drive, und genau das stößt den Rest an.

Ohne dass ich noch etwas tue, werden die Scans in einzelne Briefe getrennt, erkannt, umbenannt und in den richtigen Ordner sortiert. Bei Rechnungen liegt am Ende eine fertige Überweisungsvorlage bereit, bei Fristen eine Erinnerung.

Was mich daran am meisten überrascht: nicht die Technik, sondern das Gefühl danach. Der Stapel ist keine Aufgabe mehr, die mich anschaut. Er ist einfach erledigt.

Und das ist für mich der eigentlich spannende Teil an KI gerade — nicht der Chatbot im Browser, sondern die stille Arbeit im Hintergrund, die einfach verschwindet.

Ich habe ein kleines Problem mit Nachrichten: Ich will informiert sein, aber ich habe keine Lust, mich jeden Morgen durc...
08/07/2026

Ich habe ein kleines Problem mit Nachrichten: Ich will informiert sein, aber ich habe keine Lust, mich jeden Morgen durch zwanzig Seiten und Newsletter zu klicken. Am Ende lese ich zu viel vom Unwichtigen und verpasse das, worauf es ankommt.

Also habe ich mir einen Assistenten gebaut, der das übernimmt. Nachts geht er meine Quellen durch — Deutschland, USA, Welt, Tech, KI —, filtert das Relevante, schreibt ein kurzes Briefing auf Deutsch und spricht es ein. Zugeschnitten auf mich, nicht auf irgendeinen Durchschnittsleser.

Wenn ich morgens den Kaffee mache, liegt die Folge schon da. Zehn Minuten Zuhören, und ich weiß, was über Nacht passiert ist — beim Anziehen, auf dem Weg in die Küche, ganz nebenbei.

Das Faszinierende an KI ist für mich gerade das: nicht das Fenster im Browser, in das man Fragen tippt, sondern der stille Helfer, der seine Arbeit im Hintergrund macht und morgens fertig ist, bevor man überhaupt wach ist.

Am Wochenende ein kleines Werkzeug gebaut, und es hat mir eine Sache abgenommen, die mich seit Jahren nervt.Meine To-do-...
04/07/2026

Am Wochenende ein kleines Werkzeug gebaut, und es hat mir eine Sache abgenommen, die mich seit Jahren nervt.

Meine To-do-Liste war immer dasselbe: zu lang, halb überfällig, und das Umsortieren dauerte länger als die Aufgaben selbst. Jetzt zeigt mir Claude jeden Morgen die anstehenden Erinnerungen als nummerierte Liste. Ich schreibe in einer Zeile zurück, was womit passieren soll — „1, 2, 3 auf Montag, 4 in den Dezember, 7 und 8 auf Donnerstag, 10 ist erledigt" — und der Rest passiert von selbst. Keine App, kein Antippen, kein Wischen.

Es klingt nach einer Kleinigkeit, aber genau diese Kleinigkeiten fressen den Tag. Ein paar Ziffern beim Kaffee ersetzen zehn Minuten Fummelei.

Das ist der Teil von KI, den die meisten noch gar nicht kennen. Nicht der Chatbot im Browser, sondern der stille Assistent, der einem die tägliche Verwaltung von der Schulter nimmt.

Ich habe diese Woche etwas geändert, das kleiner klingt, als es sich anfühlt: Ich tippe kaum noch.Stattdessen rede ich. ...
01/07/2026

Ich habe diese Woche etwas geändert, das kleiner klingt, als es sich anfühlt: Ich tippe kaum noch.

Stattdessen rede ich. Ich drücke eine Taste und spreche einfach — eine E-Mail, eine Notiz, einen Gedanken, den ich festhalten will. Und was auf dem Bildschirm landet, ist nicht das holprige Diktat, das man von früher kennt. Es ist sauber. Die Füllwörter sind weg, die angefangenen Sätze sind zu Ende gedacht, Punkt und Komma sitzen.

Das Schöne daran merke ich unterwegs. Auf dem Weg zu einem Termin spreche ich in zwei Minuten eine ordentliche Antwort ein — etwas, für das ich sonst am Abend müde am Schreibtisch gesessen hätte.

Es nimmt einfach die Art, wie wir ohnehin denken — sprechend — und macht daraus geschriebenen Text, ohne den Umweg über die Tastatur.

Und das ist für mich der eigentlich spannende Teil von KI gerade. Nicht der Chatbot, den man etwas fragt. Sondern die kleinen Reibungen im Alltag, die leise verschwinden, während man längst weiterläuft.

Ich habe meinem KI-Assistenten letzte Woche ein Gedächtnis gegeben, und das verändert mehr, als ich dachte.Bis dahin war...
29/06/2026

Ich habe meinem KI-Assistenten letzte Woche ein Gedächtnis gegeben, und das verändert mehr, als ich dachte.

Bis dahin war jede Unterhaltung ein Neuanfang. Jedes Mal erklärte ich aufs Neue, wie ich arbeite, welche Tools ich nutze, in welchem Ton ich Dinge haben will. Nützlich, aber ein bisschen wie ein Kollege mit Amnesie.

Jetzt liegt daneben ein kleiner Ordner mit Textdateien. Eine Datei pro Fakt — eine Vorliebe, eine Korrektur, eine getroffene Entscheidung. Öffne ich eine neue Sitzung, liest er nach, was gerade zählt, und ist sofort im Bild.

Das Schöne daran: Ich sage eine Sache einmal. Beim nächsten Mal ist sie schon da. Keine Wiederholung, kein Von-vorne.

Der eigentlich interessante Teil von KI ist gerade nicht, dass die Modelle immer klüger werden. Es ist, dass sie anfangen, einen über die Zeit hinweg zu kennen — und mit jeder Woche ein Stück besser passen.

Ich erzähl mal von einer Kleinigkeit, die meinen Morgen verändert hat.Ich habe zwei Postfächer, privat und Arbeit. Jeden...
28/06/2026

Ich erzähl mal von einer Kleinigkeit, die meinen Morgen verändert hat.

Ich habe zwei Postfächer, privat und Arbeit. Jeden Morgen lagen da zusammen gut sechzig ungelesene Mails. Ich hab mich durchgeklickt, jede einzeln, noch vor dem ersten Kaffee — und war eine halbe Stunde beschäftigt, bevor der Tag überhaupt losging.

Also habe ich mir ein kleines Werkzeug gebaut. Es geht morgens beide Postfächer durch und legt mir eine nummerierte Liste hin. Hinter jeder Mail steht schon ein Vorschlag: archivieren, antworten, später erledigen. Ich schaue einmal drüber und sage „1 archivieren, 3 antworten, 5 später". Den Rest macht es allein. Und das Beste: Was ich einmal entschieden habe, schlägt es beim nächsten Mal von selbst vor — es lernt mit.

Aus einer halben Stunde Klickerei sind zwei Minuten geworden. Mit Kaffee in der Hand.

Das ist für mich der eigentlich spannende Teil an dieser KI-Welle. Nicht der Chatbot im Browser, über den alle reden. Sondern der stille Helfer, der die immer gleiche Arbeit übernimmt, während man noch wach wird — und mit jeder Woche ein bisschen besser weiß, wie man es selbst gemacht hätte.

Kleine Wochenend-Bastelei, über die ich mich gerade ziemlich freue: "Google Workplace MCP".Ich jongliere ständig zwei We...
26/06/2026

Kleine Wochenend-Bastelei, über die ich mich gerade ziemlich freue: "Google Workplace MCP".

Ich jongliere ständig zwei Welten: das Private und die Firma. Zwei Mail-Postfächer, zwei Kalender, zwei Ablagen. Das meiste Suchen am Tag ist eigentlich nur das Wechseln zwischen diesen beiden.

Jetzt kommt mein Assistent direkt an beide heran — Gmail, Kalender, Drive, privat und geschäftlich gleichzeitig. Morgens beim Kaffee frage ich einmal, was heute wirklich wichtig ist, und bekomme die Antwort über beide Konten hinweg. Keine zwölf Tabs, kein ständiges Ein- und Ausloggen.

Das ist alles, was so eine Anbindung ist: ein kleines Stück Klempnerei, das einem KI-Assistenten erlaubt, in den eigenen Programmen tatsächlich zu arbeiten, statt nur darüber zu reden.

Und ehrlich, genau das ist der Teil von KI, den die meisten noch nicht gesehen haben. Nicht der Chatbot im Browser. Der stille Helfer im Hintergrund, der die eigenen Werkzeuge bedient, während man mit dem Kopf längst woanders ist.

Ich habe mir ein kleines Werkzeug gebaut, das mir die immer gleichen Klick-Strecken im Browser abnimmt.Du kennst das: di...
26/06/2026

Ich habe mir ein kleines Werkzeug gebaut, das mir die immer gleichen Klick-Strecken im Browser abnimmt.

Du kennst das: dieselbe Seite, dieselben fünf Klicks, jede Woche. Einloggen, die letzte Bestellung wiederholen, Liefertermin wählen, abschicken. Ich mache das jetzt genau einmal vor — und ein kleines Programm schaut zu und merkt sich jeden Schritt. Daraus wird eine „Skill", die ich danach immer wieder abspielen kann. Immer gleich, ohne Fehler, ohne dass ich danebensitze.

Neulich beim Kaffee gesagt: „bestell die Getränke nach." Lief im Hintergrund durch, ich hab's gar nicht mehr angeschaut.

Das ist alles, was so eine Skill ist: eine einmal aufgenommene Abfolge von Handgriffen, die der Assistent danach selbständig ausführt. Kein Programmieren nötig — einmal vormachen reicht.

Und das ist für mich der eigentlich spannende Teil an KI gerade. Nicht der Chatbot im Browser-Tab, über den alle reden. Sondern der stille Helfer, der im Hintergrund die kleine, lästige Arbeit erledigt, während man längst etwas anderes tut.

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