16/12/2025
In unserer Highlights-Reihe erzählen wir von Projekten, die uns besonders geprägt haben – weil sie zeigen, wie Kommunikation Wirkung entfalten kann: indem sie Menschen sichtbar macht, Wandel dokumentiert und komplexe Prozesse in echte Geschichten übersetzt.
📍 In der nordirakischen Provinz Ninewa haben Terror und Krieg das Leben vieler Menschen über Jahre geprägt. Nach der Besatzung durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) kehrten zahlreiche Familien in zerstörte Städte zurück – ohne funktionierende Infrastruktur, oft mitten hinein in das tiefe Misstrauen, das Terror und Krieg zwischen den Gemeinschaften zurückgelassen hat.
Von 2020 bis 2025 unterstützte die GIZ diesen Prozess: beim Wiederaufbau von Schulen, Straßen und öffentlichen Einrichtungen, beim Schaffen von wirtschaftlichen Perspektiven und beim Stärken des sozialen Zusammenhalts zwischen unterschiedlichen Gruppen.
💬 flmh hat diese Veränderungen sichtbar gemacht: in Form von Videos und einer auf Deutsch und Englisch erschienenen Broschüre. Entstanden sind 14 sehr persönliche Geschichten, die von Angst, Verlust, Mut und Neuanfang erzählen. Für die Interviews, auf denen die Geschichten beruhen, haben wir mit lokalen Journalist:innen – Al-Harith Ziad Khalaf, Rita Ammanoel Matti, Joria Eido und Tahseen Ali Ahmed Al-Khudur – sowie dem Fotografen Abdullah Rasheed Al Bakri zusammengearbeitet. Sie alle haben ihr Handwerk im GIZ-Programm gelernt. Für die vier Video-Stories war Felix Lohmaier aus unserem Team mit dem Videografen Yasir Ahmed Salim im Irak unterwegs.
Uns hat besonders bewegt, wie viel Hoffnung trotz der erlebten Gewalt möglich ist. Wie Menschen sich gegenseitig unterstützen, weil es ohne Solidarität nicht geht. Und wie sehr lokale Akteur:innen Verantwortung dafür übernehmen, dass ihre Heimat wieder lebenswert wird.
🤝 Für uns zeigt das Projekt, was Kommunikation leisten kann: Sie macht sichtbar, was vor Ort geschieht. Und sie zeigt, dass Veränderung möglich ist – auch dort, wo sie lange undenkbar schien.