16/01/2024
Folge 3 mit der smarten Dr. Christina Czeschik.
Wie frei fühlen Sie sich eigentlich in der digitalen Welt?
Wo lesen Sie eigentlich diesen Beitrag – am Schreibtisch? Auf der Couch? In der Bahn?
Unsere digitalen Geräte haben uns ganz schön viel Freiheit geschenkt: Wir sparen Zeit mit E-Mails (erinnert sich eigentlich noch jemand an Briefe?), können Filme schauen, ohne ins Kino oder in die Videothek zu gehen, und dank Homeoffice gewinnen wir Lebenszeit, die wir sonst im Stau verbracht hätten.
Also, kurz gesagt: je mehr Digitalisierung, desto besser. Oder? Ich habe dazu mit unserer Digitalisierungsexpertin Dr. Christina Czeschik gesprochen. Wie holen wir für uns am meisten Freiheit raus?
Christina sagt dazu:
„Klar, niemand möchte die Möglichkeiten der digitalen Welt mehr hergeben. Aber sie schenkt uns nicht nur Freiheiten, sondern kostet uns manchmal auch Freiheit: Jeder ist schon mal bei etwas Wichtigem vom Smartphone gestört worden, von einer total irrelevanten Meldung – oder sollte beim Online-Shopping einen unverschämten Fragebogen ausfüllen oder kam wegen einer Fehlfunktion auf einer Webseite oder ein einer App mit seiner Arbeit nicht weiter.
Das Ziel sollte also nicht sein, möglichst schnell möglichst viel zu digitalisieren – aber auch nicht, rückwärts zu rudern in eine vermeintlich einfachere Vergangenheit. Sondern: digitale Souveränität zu erreichen.
Digitale Souveränität ist unsere Freiheit, eigene und selbstbestimmte Entscheidungen in Bezug auf unsere digitalen Aktivitäten zu treffen.
Jede und jeder von uns sollte einen guten Überblick über die eigenen Online-Aktivitäten haben und informierte Entscheidungen darüber treffen können, was wir online machen und mit welchen Werkzeugen und Plattformen.
Dazu reicht die Intuition nicht immer aus, denn die stammt aus der alten, analogen Welt. Wir brauchen ein neues Allgemeinwissen, das auch die digitale Welt abdeckt – wie funktioniert das Netz, wie eine E-Mail, was macht eigentlich KI? Nichts davon ist Hexenwerk, alles ist von Menschen gemacht und kann von Menschen verstanden werden. So werden und bleiben wir digital souverän und selbstbestimmt.“