14/06/2026
Tag 3:
Wir sind wieder auf Tour aka auf Recherche-Reise durch die Lausitz rund um Lauchhammer für unsere Ausstellung im Rahmen der Openart Lausitz Biennale. Was wir entdecken, schreiben wir gesondert auf. Hier gibt es Mini-Listen:
Das war gut:
–Wir hatten eine wholesome Führung auf der Förderbrücke F60 (eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt) mit Sonne, Anekdoten und kleiner Poesie (“Es hat geklappert, gequietscht, gerüttelt und geschüttelt.” / “Das Gerät ist sensibel.”)
–Wir haben neue spannende Daten & Fakten gesammelt, zum Beispiel dass sich die Förderbrücke um 28 cm ausdehnt zwischen Winter und Sommer und dass sie sich, wenn man den Fluchtgeschwindigkeits-Knopf drückte, mit wilden 13 m pro Minute bewegen konnte.
–Wir haben was über Arbeit gelernt, über eine Maschine, die 365 Tage im Jahr 24/7 lief bei Wind und Wetter, dass es “keine Pause” gab, aber männliche und weibliche Kumpel und eine mobile Küchenfrau mit Kaffee, Bockwurst und Soljanka, dass nichts dem Zufall überlassen wurde und es für jedes System ein mechanisches Backup gab und ein menschliches dazu.
–Wir durften ganz allein den stürmischsten Regen im Videoraum verbringen und einen Film über die Geschichte des Bergwerks gucken, über abgebaggerte und gerettete Dörfer, über Ehre, über die “Besatzung der F60”, über den letzten Tag des Bergwerks, über Offroad-Geländetouren mit Jeeps und Quads und Abseilspaß aus 80 m Höhe.
–Es hat auf dem Rückweg nicht sofort wieder geregnet, sondern erst nach 20 Minuten Fahrradfahrt.
–Wir haben draußen gegessen mit umgewickelter Decke, weil das unser Sport ist, niemals den Küchentisch zu benutzen im Juni.
–Es gab Erdbeerdessert.