Matrosenhunde

Matrosenhunde Wir gehen den Dingen auf den Grund: Begegnungen, Episoden und ein roter Faden. Matrosenhunde suchen das Dazwischen.

Wir korrespondieren zwischen Bild und Text, zwischen den Zeilen, im Strich der Zeichnung. Ein Geschichtenerzählen ohne Gebrauchsanweisung

Die Grafikerin und Illustratorin Fine Heininger ist für die Bildebene zuständig, die Texterin Madeleine Penny Potganski für die Worte. Eine Zeichnung antwortet auf einen Satz – und umgekehrt, es entstehen fragmentarische Verbindungen, ein Dialog aus Bild und T

ext, der eine weitere Erzählebene öffnet, 1+1=3. Bilder wie Sätze stehen nicht für sich allein, durch ihr Nebeneinander-Sein finden sie ihre Bestimmung. Adresse:
Matrosenhunde
c/o Strunk
Studio Hertzberg
Sonnenallee 174
12059 Berlin

Tag 3:Wir sind wieder auf Tour aka auf Recherche-Reise durch die Lausitz rund um Lauchhammer für unsere Ausstellung im R...
14/06/2026

Tag 3:
Wir sind wieder auf Tour aka auf Recherche-Reise durch die Lausitz rund um Lauchhammer für unsere Ausstellung im Rahmen der Openart Lausitz Biennale. Was wir entdecken, schreiben wir gesondert auf. Hier gibt es Mini-Listen:

Das war gut:
–Wir hatten eine wholesome Führung auf der Förderbrücke F60 (eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt) mit Sonne, Anekdoten und kleiner Poesie (“Es hat geklappert, gequietscht, gerüttelt und geschüttelt.” / “Das Gerät ist sensibel.”)
–Wir haben neue spannende Daten & Fakten gesammelt, zum Beispiel dass sich die Förderbrücke um 28 cm ausdehnt zwischen Winter und Sommer und dass sie sich, wenn man den Fluchtgeschwindigkeits-Knopf drückte, mit wilden 13 m pro Minute bewegen konnte.
–Wir haben was über Arbeit gelernt, über eine Maschine, die 365 Tage im Jahr 24/7 lief bei Wind und Wetter, dass es “keine Pause” gab, aber männliche und weibliche Kumpel und eine mobile Küchenfrau mit Kaffee, Bockwurst und Soljanka, dass nichts dem Zufall überlassen wurde und es für jedes System ein mechanisches Backup gab und ein menschliches dazu.
–Wir durften ganz allein den stürmischsten Regen im Videoraum verbringen und einen Film über die Geschichte des Bergwerks gucken, über abgebaggerte und gerettete Dörfer, über Ehre, über die “Besatzung der F60”, über den letzten Tag des Bergwerks, über Offroad-Geländetouren mit Jeeps und Quads und Abseilspaß aus 80 m Höhe.
–Es hat auf dem Rückweg nicht sofort wieder geregnet, sondern erst nach 20 Minuten Fahrradfahrt.
–Wir haben draußen gegessen mit umgewickelter Decke, weil das unser Sport ist, niemals den Küchentisch zu benutzen im Juni.
–Es gab Erdbeerdessert.

Wir sind wieder auf Tour aka auf Recherche-Reise durch die Lausitz rund um Lauchhammer für unsere Ausstellung im Rahmen ...
13/06/2026

Wir sind wieder auf Tour aka auf Recherche-Reise durch die Lausitz rund um Lauchhammer für unsere Ausstellung im Rahmen der Openart Lausitz Biennale. Was wir entdecken, schreiben wir gesondert auf. Hier gibt es Mini-Listen:

Tag 2

Das war gut:
–Ein Matrosenhund ist gejoggt.
–Wir haben lecker gefrühstückt mit extra Kaffee.
–Wir haben Leihräder abgeholt und sind viel rumgedüst.
–Wir sind an wogend-weichen Kornfeldern vorbeigeradelt.
–Wir haben Störche gesehen und einen Greifvogel und Enten und Schafe und Kühe und Pferde und Herdenschutzhunde und keinen Wolf.
–Wir waren im See schwimmen, trotz Regen und Wolken und Kühle.
–Wir haben unsere Herzen mal wieder an Leerstand verloren.
–Wir haben uns Skyr mit Nektarinen und frischen Beeren als Dessert kredenzt.
–Ein Typ mit wildem Haar und Piercing auf dem Fahrrad hat uns freundlich zugenickt.
–Wir haben gezeichnet und geschrieben.

Das war doof:
–Wir haben die Erdbeeren im Lidl am Rand des Kassenbands vergessen (wo wir sie extra hingestellt haben, damit sie zuletzt aufs Band kommen) und jetzt hatten wir kein Erdbeerdessert.
–Wir wurden sehr oft fast überfahren von biestigen Männern in Autos und LKWs.
–Es hat geregnet.
–Dann hat es immer noch geregnet.
–Dann hat es schon wieder geregnet.
–Und es war grau grau grau.
–Wir haben gefroren und hatten Sand in den Socken.
–Fast alle Menschen, die wir gesehen haben, haben böse geguckt, böse und undankbar.

Pläne gemacht:
–Die Förderbrücke besichtigen.
–Heimlich das Auto saugen mit dem Ferienwohnungs-Akkustaubsauger.
–Sonnen an der Senftenberger Seenkette (hm, naja, Sonne?.
–Im Naturschutzgebiet in Mondlandschaft wandern (bald).
–In ein Gasthaus gehen (bald).

Wir sind wieder auf Tour aka auf Recherche-Reise durch die Lausitz rund um Lauchhammer für unsere Ausstellung im Rahmen ...
12/06/2026

Wir sind wieder auf Tour aka auf Recherche-Reise durch die Lausitz rund um Lauchhammer für unsere Ausstellung im Rahmen der Openart Lausitz Biennale. Was wir entdecken, schreiben wir gesondert auf. Hier gibt es Mini-Listen:

Tag 1:

Das war gut:
–Das schöne Auto ist gut gefahren (immer bisschen aufregend, das Auto ist 34 Jahre alt und Autojahre sind Hundejahre oder so ähnlich).
–Die Vermieterin war freundlich und wir haben eine Terrasse mit Gartenzugeng.
–Es roch sehr gut nach Sommer und Blüten und Regen und Heu.
–Wir haben poetisch Döner im Schlosspark ohne Schloss gegessen.
–Wir konnten unter einem Mini-Bahnwärterhäuschen der Mini-Schlossparkbahn das Gewitter abwettern und trocken bleiben.
–Dann sind wir durch hohes Gras gelaufen, weil wir zuweilen ein bisschen dumm sind, wir hatten dann sehr nasse Beine, aber auch Glücksgefühle.
–Wir hatten alberne Attacken einfach so.
–Wir haben neue Wörter für Scrabble (z.B.: Braunkohleveredelungsanlagen).
–Wir haben Damwild angeguckt.
–Wir haben das spektakulärste Abendlicht des Jahres bestaunt 3 Stunden lang.

MONATSKALENDER JUNIDer Juni ist da. Helle Nächte und tropfende Erdbeeren, im Kiefernwäldchen der Sonne hinterherwandern ...
01/06/2026

MONATSKALENDER JUNI

Der Juni ist da. Helle Nächte und tropfende Erdbeeren, im Kiefernwäldchen der Sonne hinterherwandern und neben einer Entenfamilie ins Glitzerwasser hinausschwimmen.

Singer-Songwriter-Tracks auf KCRW hören und abends die Balkonlichterkette anknipsen, Smoothies mixen und Hausaufgaben begleiten, Fahrräder treppauf und treppab tragen und aus dem S-Bahn-Fenster gucken.

Französisches Mandelduschgel benutzen und Hörbücher hören beim Spazierengehen, weniger kaufen wegen Budget und weil alles, was jetzt alt ist, auch mal neu war, Klassenfahrtbussen hinterher winken und das Bad wischen, Neues lernen und länger aus- als einatmen, von der Kiesauffahrt träumen und den Müll raustragen, YouTube-Kommentare unter epischen Songs lesen und Tröstlichkeit fühlen.

Ein Kind fühlt sich reich im neuen Bikini, ein Kind hat Angst, sich beim Referat zu blamieren, ein Kind kriegt Panik im öffentlichen Nahverkehr, ein Kind trägt Schwimmbrille auch an Land, ein Kind langweilt sich im Innenhof, ein Kind sucht einen entflogenen Vogel, ein Kind ist heimlich verliebt, ein Kind hat jetzt eine Katze, ein Kind ist sehr müde, ein Kind klettert die Tunnelrutsche hoch und hat sehr viele blaue Flecken.

Draußen ist es heißer als es sein sollte, Lindensameln segeln unter blauem Himmel und nachts schreit eine kleine Eule.

Juni ist auch der Monat für die whimsical Momente, für die kleine Romantik und Begegnungen zwischen warmem Beton und zart wogenden Gräsern, die verordnete Verdrängung der Düsternis und das spontane Miteinander um halb sechs.

Juni ist episches Sommergefühl und Sinnfragen zwischen To Dos, Gurkensalat und freihändig Fahrrad fahren, so tun, als seien wir ewig jung und hätten nichts zu tun, für drei Minuten.

Anerkennen, was nicht mehr stimmt, was früher war und jetzt nicht mehr; vermissen, wer fehlt und mit dem weitermachen, was da ist, was neben und zwischen und vor uns liegt, was trotzdem geht, was kreucht und fleucht und lebt und liebt, was wir wirklich in der Hand haben, was wir gestalten können und ermöglichen, was uns keiner nehmen kann, bisher:

»Die Freiheit hinter verschlossenen Türen.«

Hier gehts zum kostenlosen Download unseres Juni-Wallpapers für alle digitalen Endgeräte.

https://matrosenhun.de/monatskalender-juni-3/

Adresse

Berlin
10997

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 16:00

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