23/04/2026
TAG DES BUCHES | TAG DES URHEBERRECHTS
Ein perfekter Tag, um über kreative Werke und die Wertschätzung dafür zu sprechen!
�Für uns Bildgestalter*innen ist es das, wovon wir leben:
Von Ideen und Konzepten, die nicht auf Knopfdruck „da“ sind… von verworfenen Skizzen, vollen Papierkörben, rauchenden Köpfen. Der Kreativprozess gehört dazu! Ohne diesen ist es nur eine seelenlose Darstellung.
�Von der Denkarbeit, die lange beginnt, bevor wir überhaupt mit der Umsetzung beginnen… von der Fähigkeit, genau hinzuhören, was der Kunde möchte und der Empathie, die es benötigt, um zu verstehen, wie er sich selbst sieht.
Illustration und Design sind keine Zufallsprodukte, sondern Denkarbeit und Handwerk in einem Prozess.
Urheberrecht ist daher kein abstraktes Thema, vielmehr unsere Grundlage: Es schützt nicht nur fertige Bilder, sondern auch den Weg dorthin. Die Erfahrung. Die eigene Handschrift.
�Wir sind mittlerweile umgeben von KI-generierten Bildern. Es scheint einfach zu verlockend … und dass letztendlich alle (in Sekunden) generierten Bilder ähnlich aussehen, scheint niemanden zu stören.
Generiert – nicht kreiert, denn derzeit bedient sich die KI noch an Werken, anhand derer sie trainiert.
Diese Werke aber sind oft ohne Zustimmung der Urheber in den Trainingsdaten gelandet. Arbeiten von Menschen, die nicht dafür honoriert werden.
Fun Fact: Für eine KI-generierte Illustration hast Du keinerlei Urheberrechte!
Daher: Wenn Du KI nutzt, setze sie bewusst, mit Sinn und Verstand ein.
Nein, das ist nicht technologiefeindlich, eher eine Frage der Fairness.
Wenn wir wollen, dass es auch in Zukunft vielfältige, individuelle Bildwelten gibt, dann müssen wir die unterstützen, die sie entwickeln. Dies alles gilt nicht nur für Illustrationen, sondern auch für Texte, Fotos, Designs und jede andere Kreation.�Bewusst auswählen, welche Entwicklung wir mit unserem Verhalten unterstützen.�
Individuelle Illustration ist nicht nur „Content“. Sie ist Ergebnis von Erfahrung, Herz, Hirn, Haltung und Zeit. Und dafür ist Wertschätzung angebracht. Oder?
Kerstin Stedem-Braun, dimensionzwo.de
Danke für diese Initiative an