10/08/2020
Für Fahrräder gibt es keine Parkverbote. Das Parken von Fahrrädern auf Gehwegen und Plätzen ist grundsätzlich erlaubt. Das „wie“ ist entscheidend!!!
Viele Fahrräder, die einfach herumstehen, erzeugen ein chaotisches, zugestelltes Stadtbild. Gehwege werden blockiert und Fußgänger behindert, und das optische Erscheinungsbild der Stadt leidet. In Städten mit einem hohen Radfahreraufkommen hat sich dies inzwischen zu einem wirklichen Problem entwickelt. Die Stadt Rotterdam mit Ihrem Radverkehrsnetz will das in ihrer Planung und den steigenden Bedarf nach Fahrradabstellplätzen in Zukunft berücksichtigen.
Das Fahrradparken gehört zum sogenannten Gemeingebrauch an öffentlichen Straßen. Daher sollten Fahrradabstell- und -parkmöglichkeiten als Chance für Stadtzentren begriffen werden.
- Viele ungeordnet abgestellte Fahrräder sollten nicht als Problem gesehen werden. Vielmehr zeigen sie einen großen Bedarf für mehr und bessere Abstellmöglichkeiten.
- Gut organisierte Abstellsysteme für Fahrräder fördern das Radfahren. Radfahrer werden ermutigt, wenn sie wissen, dass sie überall gute, ausreichende, hochwertige und sichere Abstellmöglichkeiten für ihr Fahrrad finden. Die hohe Qualität der Angebote ist außerdem ein weithin sichtbares Zeichen dafür, dass das Radfahren ernst genommen wird. Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass gute Abstell- und Parkmöglichkeiten zu mehr Bedarf führen.
- Indirekt trägt eine gute Abstellinfrastruktur dazu bei, die Attraktivität eines Stadtzentrums zu steigern. In Kombination mit einem Radwegenetz wird die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad verbessert. Ziel einer allgemeinen Parkpolitik sollte es sein, den Modal Shift zugunsten öffentlicher Transportmittel und Fahrräder zu verschieben. So können freiwerdende Parkplätze sowohl in Parkhäusern als auch auf öffentlichen Plätzen genutzt werden. Zehn Fahrräder benötigen soviel Platz wie ein Auto.
- Radfahrer tragen deutlich zur wirtschaftlichen Entwicklung einer Einkaufszone bei. In den meisten Städten kommen Kunden mit dem Auto. Viele Einzelhändler sind daher der Meinung, dass die Bereitstellung von Parkplätzen Priorität hat und wehren sich dagegen, Platz für Fahrräder abzugeben. Es ist schwer, den wirtschaftlichen Faktor von Radfahrern in genauen Zahlen auszudrücken. Aber Untersuchungen haben gezeigt, dass es falsch wäre, das ökonomische Potential von Radfahrern zu ignorieren. Umfragen haben ergeben, dass Einzelhändler den Anteil von Radfahrern und Fußgängern oft unterschätzen. Außerdem geben Kunden, die mit dem Auto kommen, zwar mehr aus, aber Radfahrer kommen dafür häufiger, da sie in der Nähe wohnen. In einigen Städten haben Umfragen sogar gezeigt, dass Radfahrer tatsächlich pro Besuch durchschnittlich mehr ausgeben als Kunden, die mit dem Auto kommen.
Realisierung:
Die Firma Priovis GmbH (www.floor-graphic.de) wurde damit beauftragt, die Original Asphalt Art - Asphaltfolie (www.asphalt-art.de) zu drucken und zu schneiden damit die Abstellflächen in und um Rotterdam besser gekennzeichnet werden. Der Auftraggeber war sichtlich beeindruckt, wie perfekt sich die Original Asphalt Art - Asphaltfolie dem Untergrund anpasst und somit für eine absolute Sicherheit und lange Haltbarkeit an den Fahrradstationen sorgt. Somit ein Gewinn für alle!
Fazit:
Gut geplante Fahrradabstellplätze im Stadtzentrum
□ Ziehen mehr Radfahrer an und sind eine wertvolle Ergänzung zur Radfahrerinfrastruktur
□ Verbessern die Qualität öffentlicher Räume, da Fahrräder nicht mehr ungeordnet abgestellt werden und Fahrradabstellflächen in ansprechendem Design gestaltet werden können
□ Heben die Attraktivität des Stadtzentrums
Es bleibt zu hoffen, dass auch in Deutschland immer mehr Städte und Kommunen dem Beispiel folgen werden und es dafür ausrechende politische Unterstützung gibt.