19/06/2025
Hurra! Die neuen Azubis kommen!
Und alle freuen sich. Zunächst. Dann, nach einigen Wochen, passiert oft das Unerwartete. Es läuft nicht so wie geplant. Irgendwie scheint man aneinander vorbeigeredet zu haben. Dem Azubi scheint nicht ganz klar zu sein, welche Pflichten er hat.
Damit die Ausbildung vom Start weg unter einem guten Stern steht, hier ein wichtiger Praxistipp: Macht euren Azubis von vornerein bitte eins klar: Die Verantwortung dafür, ob sie gut ausgebildet werden oder nicht, liegt einzig und allein beim Azubi. Die Verantwortung dafür, ob sie am Ende der Ausbildung gute Monteure sind oder nicht, liegt einzig und allein beim Azubi. Das Unternehmen hat bereits in sehr vielen Fällen bewiesen, dass es ausbilden kann. Es hat die Mittel, die Methoden, die Ausbilder, die Erfahrung. Der Azubi bringt nur sich ein. Aus diesem Grund sollten Azubis Verträge mit sich selber machen.
Fragen vor Beginn der Ausbildung ( Teil 1 ):
Was möchtest du in 3,5 Jahren sein?
Ein schlechter Monteur, ein mittelmäßiger, ein guter oder ein sehr guter?
Was musst du dafür tun, in den 3,5 Jahren? Und zwar jeden Tag!
Wen brauchst du dazu?
Warum sollte jemand der es bereits kann, dir etwas beibringen?
Was muss dein Beitrag sein, damit sich Kollegen mit dir beschäftigen?
Frage vor Beginn der Ausbildung ( Teil 2 ):
Was sollen wir, dein Betrieb und deine Kollegen in 3,5 Jahren über dich sagen/denken?
Guter Mann. Wir würden uns freuen, wenn du bleibst. Wir bieten dir einen unbefristeten Vertrag an. Und wir haben einen Karriereplan für dich.
Du kannst nach der Ausbildung hierbleiben. Wir geben dir einen Zeitvertrag und dann sehen wir mal, wie du dich entwickelst.
Wenn du möchtest, kannst du noch 2 – 3 Monate bleiben, bis du etwas anderes hast.
Du solltest dir schon mal etwas anderes suchen.
Wenn du nochmal durch die Prüfung fällst, können wir dich sofort freistellen.
Die Antworten bestimmt der Azubi. Durch sein Engagement. Durch sein Verhalten. Durch seine Lernbereitschaft. Der Betrieb hat ein klar formuliertes Ziel: Er möchte nach der Ausbildung, in die er zunächst sechsstellig investiert, einen guten Monteur mehr haben. Unter Umständen eine spätere Führungskraft oder einen Spezialisten. Deshalb betreibt der Betrieb diesen Aufwand. Der Azubi sollte mindestens bereit sein, sich für seine Zukunft anzustrengen. Das einbinden in die Verantwortung für sich selbst und seine Ausbildung, reduziert auch die Kranktage.
Viel Erfolg mit den neuen Azubi!