12/12/2025
Hamburg war diesmal unser Loseglück – und es hat sich angefühlt wie zwei Reisen in einer: erst großstadt-fein bei Bonname, dann einmal die Welt im Taschenformat im Miniatur Wunderland.
Beim Essen wurde aus „nur kurz was essen“ natürlich „wir probieren mal alles, was uns anlacht“ – gute Gespräche, volle Teller, noch vollere Mägen und dieser Moment, wenn man merkt: Das ist genau die Sorte Abend, bei der man am nächsten Tag nicht nur satt, sondern auch gut gelaunt aufwacht.
Danach ging’s weiter Richtung Miniaturwunderland – rein in den Trubel, rauf auf die Galerie, und zack: Erwachsene Menschen stehen da, schauen nach unten und verhalten sich plötzlich wie Kinder, die zum ersten Mal Schnee sehen. Und dann passierte das, was dort immer passiert: Man nimmt sich vor, „nur einmal kurz durchzugehen“ – und verliert komplett die Zeit. Überall wimmelt’s: winzige Segelboote unter Brücken, Radfahrer in Formation, ein Festival am Hafen, das so aussieht, als würde gleich die Bassline durch die Vitrine drücken – und irgendwo in den Bergen schiebt ein Mini-Tierchen stoisch seine ganz eigenen Pläne. Wir haben gesucht, gelacht, gezeigt („Guck mal da!“), nochmal gesucht – und am Ende waren wir uns einig: Hamburg kann man besuchen. Miniatur-Hamburg kann man einfach nicht nur einmal besuchen.
Und weil Hamburg im Winter nochmal eine eigene Disziplin ist, haben wir uns den Weihnachtsmarkt natürlich auch nicht entgehen lassen: Lichterketten im Blick, kalte Luft in der Nase, warmes Getränk in der Hand und dieses gemütliche Stimmengewirr, das alles automatisch nach „kurz stehen bleiben“ und „noch eine Runde“ klingen lässt.
Graphektivity eben: Aus einem Zettel wird ein Tag, aus einem Tag wird ein gemeinsamer Film im Kopf – und aus „wir machen was zusammen“ wird wieder genau das, worum’s eigentlich geht.
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