28/07/2018
Heute geht es in Darmstadt um die Kunst!
Um 18 Uhr beginnt die Ausstellung "Kanu Islands" in der neuen Halle 99.5 von Jürgen Debus und Horst Finkenbeinert. Es soll nach der Ausstellung renoviert werden und ab April 2019 ein kultureller Ort für Austausch, Auseinandersetzung und der Realisierung von kreativen Ideen werden.
Ich freue mich sehr über diese Bereicherung in der Stadt und werde gerne ein paar Worte zur Eröffnung der Ausstellung sagen, in der es endlich wieder nur um die Kunst in ihrer eigentlichen Aufgabe gehen wird...
Herzliche Einladung!
Susanne Burmehl
KANU ISLANDS & Preview Halle 99.5
Vernissage am 28. Juli 2018, 18 bis 21 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren von der Presse,
die in Darmstadt bekannten Gastronomen der Weststadt bar, Jürgen Debus und
Horst Finkbeiner, stellen ab Samstag, dem 28. Juli 2018 erstmals ihre neue
Gastronomie – und Kulturhalle noch vor den Umbauarbeiten voll und ganz der Kunst
zur Verfügung.
In wenigen Wochen wird die Halle jäh aus Ihrem morbiden Schlaf gerissen werden –Handwerker rücken an, um mit ihrer Arbeit zu beginnen.
Im Hier und Jetzt ist der Ort einer der letzten „hidden places“ in Darmstadt – im Verborgenen friedlich vor sich hin schlummernd, die Energie aufnehmend, die durch das große Oberlicht einströmt. Mit der Ausstellung „Kanu Islands“ wird die Halle in diesem Zustand spontan mit Leben erfüllt werden: mit der ureigenen Kraft der Menschen, der Kunst.
Wie kam es dazu?
Jonas Müller-Ahlheim, bildender Künstler und Studierender an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, hat Fotografien der Halle gesehen und spontan den Wunsch geäußert, vor der Sanierung eine Ausstellung zu veranstalten. Denn das, was er auf den Fotos sah, war Platz, sehr viel Platz für eine tolle Ausstellung – wann haben Künstler schon mal die Möglichkeit eine leere, unberührte Fabrikhalle mitten in einer Stadt zu bespielen?
Jonas Müller-Ahlheim machte sich sogleich auf den Weg um die Halle in einen temporären Ort der Kunst zu verwandeln und holte zur Verstärkung Jonas Rehren, einen Mitstudenten und Axel Heil, Professor für Experimentelle Transferverfahren an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe mit ins Boot.
KANU ISLANDS – Carte Blanche für eine Ausstellung der Off-Szene in Darmstadt
Ein gemeinsamer Konsens bildet die Basis für Verständigung.
Wer, Was und Warum? Und warum steht da ein gelbes Kanu?
Irgendwo zwischen hier und anderswo gibt es einen Ort, zu dem wir hinüber schauen wollen und was sich dort finden lässt, können wir nur erahnen. Manche nennen es Kunst.
Vielleicht entstand so der Titel der Ausstellung, vielleicht auch anders, aber das Bild des Kanus in dieser verlassenen Halle hat etwas in den Initiatoren der Ausstellung angesprochen, das ihrer Vorstellung von Kunst, von der Membran zwischen Dingen und Menschen sehr nahe kommt. Ob das Kanu selbst bei der Ausstellung noch da sein wird, ist ungewiss. Doch wenn der Zufall ein solches Angebot macht, ist es an uns, dieses zu erkennen und zu nutzen.
Das spontan entstandene „Organisationskomitee“ ergriff die Möglichkeit, eine Ausstellung zu planen und zu realisieren. Und eines war sofort klar, jetzt muss es schnell gehen. Es blieben nicht einmal zwei Monate Zeit, um mögliche künstlerische Positionen ins Spiel zu bringen.
Im Ping-Pong-Verfahren wurden Ideen ausgetauscht und so entstand schon bald eine Zusammenstellung mit knapp 30 Namen von Künstler*innen, die nun an dem Projekt teilnehmen und eine breite Palette an künstlerischen Zugangsweisen und eine mediale Vielfalt versprechen.
Neben Studierenden, Ehemaligen und Lehrenden der Staatlichen Akademie der
Bildenden Künste Karlsruhe nehmen nun Künstler*Innen aus Darmstadt, Mannheim,
Berlin und L.A. an der Ausstellung teil. Ungewöhnlich ist auch das Altersspektrum der Eingeladenen, während die jüngsten Teilnehmer*innen noch in ihren Zwanzigern sind, hat die älteste Künstlerin, Ulla Haussmann, die 80 bereits überschritten.
KANU ISLANDS, der Titel der Ausstellung evoziert eine fremde Welt, die bei
jedem/jeder andere Assoziationen weckt. Sind es unbesiedelte Inseln, deren
Aussehen nur Natur und Zeit bestimmt hat? Gibt es eine Population oder gab
es eine, deren Relikte uns Rätsel aufgeben? Vielleicht sind die Kanu Islands auch gar nicht auf dem blauen Planeten, sondern irgendwo außerhalb von Zeit und Raum. Oder sie sind hier – mitten unter uns und betrachten, das was wir Wirklichkeit nennen mit ungläubigem Blick.
KANU ISLANDS zeigt Malerei, Plastik (Keramik!) und Installationen ebenso
wie Fotoarbeiten und Videokunst. Die Ausstellung entstand in engem Austausch mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, von denen die meisten auch vor Ort ihre Werke aufbauen werden.
Gemeinsam wollen wir im Hier und Jetzt unsere Kanu Islands finden und zeigen – vielleicht wird es ein „so ist es gerade“ – Moment mit der Option auf „so gehen wir weiter…“
Auf eine außergewöhnliche Ausstellung in der Off-Szene Darmstadt dürfen Sie
gespannt sein.
Die Künstler*innen:
Anas --- Nicole Bianchet --- Thomas Georg Blank --- Willi Bucher --- Sarah Degenhardt --- Christian Ertel --- Frank Frede --- Hannah Gahlert --- Laura Gaiser --- Lukas Giesler ---
Lea Gocht --- greater form --- Ulla Haussmann --- Axel Heil --- Nikolaus Heyduck --- Myriam Holme --- Indra --- John Isaacs --- Jana de Jonge --- Christof Kohlhofer --- Nina Laaf --- Jonas Müller-Ahlheim --- Christian Patruno --- Olaf Quantius --- Jonas Rehren --- Dominic Scharfenberg --- Anand Stadtländer --- Markus Vater
KANU ISLANDS
Vernissage: Samstag 28.07.2018 18 Uhr
Öffnungszeiten vom 29.07.–04.08.2018
Mo¬–Fr 15-20 Uhr, Sa und So 11-18 Uhr
Rheinstraße 99.5 / 64297 Darmstadt
Zugang über Mornewegstraße 34 (gegenüber vom Kinopolis Parkhaus)
Kontakt:
Jürgen Debus | E-Mail: [email protected] | Mobil: 0171 51 22 768
Jonas Müller-Ahlheim | E-Mail: [email protected] |
Mobil: 0176 20 19 01 87
Jonas Rehren | E-Mail: [email protected] | Mobil: 0157 52 99 77 13
Verfolgen Sie ab Dienstag, 24. Juli 2018 den Aufbau auf facebook „Kanu Islands