05/04/2026
DAS SCHWEIGEN IST DER ATEM DES SCHREIS.
PICTURE & POEM RELEASE
MODEL:.csp
Marionetten, die kleinen, die vielen,
ermüdet von der endlosen Pein,
sie tragen die Last einer schwankenden Welt,
doch dürfen nie anders sein.
Marionetten, die bleichen, die stillen,
im Zwang ihres Daseins gefangen,
flackern aus Zorn und erlöschender Glut,
zieht stumm durch innere Wangen.
Die Fäden, sie schneiden durch Körper und Zeit,
gezogen vom fernen Weltenrand,
die Fetten, sie lachen im Schatten von Leid,
verhöhnen das leidende Land.
Dort unten das Volk, in Gewohnheit gehüllt,
verwechselt die Ketten mit Pflicht,
sie gehen, sie tragen, sie schweigen, sie sinken
und sehen die Wahrheit nicht.
„So ist es“, haucht leise die lähmende Nacht,
„Du kannst es nicht ändern, bleib klein.“
Und jeder Gedanke sich selbst zu erheben,
erstickt im ersten Keim.
Doch tief in dem Ziehen, im scheidenden Schmerz,
regt sich ein splittriger Klang:
Das Wissen, das nichts, was in Ketten uns hält,
auf ewig den Atem bezwang.
Marionetten, so hebt eure Hände,
auch wenn sie vernarbt und verbrannt,
denn selbst ein Geflecht der stärksten Gespinste,
zerreißt durch Widerstand.
Reißt an dem Netz, das formt und euch beugt,
durchtrennt, was euch lenkt und euch hält,
denn Freiheit wächst nicht, wo man sie erzwingt,
nur dort, wo kein Wille sie stellt.
Und wenn auch die Fäden noch blutig sich krallen,
und niemand euch Rettung verspricht,
so wiegt doch der erste gezogene Schnitt,
mehr als ein Leben in Pflicht.