14/07/2024
Unübersehbare Freude am Feiern
Veranstaltung Zahlreiche Vorführungen, Musik, Spiele und variantenreiches Essen und Getränke lassen das Ebersbacher Stadtfest zum Genuss werden.
Von Lilli Ell
Manch einer der Veranstalter mag am Samstag einen besorgten Blick in den Himmel gewagt haben. Hält das Wetter oder nicht, fragten sich auch Besucher. Und wie es hielt! Zur Eröffnung des 44. Ebersbacher Stadtfestes um 15 Uhr war noch die eine oder andere Wolke zu sehen, aber die Sonne schien, es war warm – ein Wetter zum Feiern am Samstag und am Sonntag.
So strömten die Besucher gleich zu Beginn in die Stadtmitte, um bei der Eröffnung und den ersten Programmpunkten auf der Bühne dabei zu sein. Der Vorsitzende des Verbunds der Ebersbacher Vereine, Wolfgang Dürr, drückte seine Hoffnung aus, dass das Wetter weiter mitspiele. Er dankte den vielen Helfern aus den Vereinen für ihr tatkräftiges Anpacken, da sei besonders der Bauhof und die Stadtgärtnerei zu nennen.
Dank an Helfer beim Hochwasser
Im Anschluss begrüßte Bürgermeister Eberhard Keller die Gäste und bedankte sich ausdrücklich für den wichtigen Einsatz bei der jüngsten Hochwasserkatastrophe. Er wünschte allen ein frohes Fest und dass es im Herzen der Stadt noch oft so voll sei. Dann eröffnete er das Stadtfest offiziell. Die beiden Reden wurden umrahmt von einem jungen Bläserensemble der Musikschule Ebersbach/Schlierbach „The Brass Boys“, die mit „Freude, schöner Götterfunken“ so etwas wie ein Motto des Stadtfestes kreierten. Krachende Böllerschüsse, schon eine Tradition des Festes, steuerte die Schützengilde Ebersbach bei.
Dann übernahm der Turnverein die Bühne mit einem lustigen Tanz des Eltern-Kind-Turnens. Der Tanz handelte von Captain Willi, ganz stilecht mit Piratenklappe und T-Shirts. Die kleinsten Turnerinnen und Turner hatten viel Spaß. Das Kinderturnen und die Rhythmische Sportgymnastik waren mit sportlich-flotten Auftritten dabei. Später unterhielt der Musikverein die Gäste mit heißen Rhythmen und flotten Melodien.
Zunächst versammelten sich alle Gäste in Bühnennähe, auf den Flaniermeilen in der Haupt- und Kirchheimer Straße aber war auch schon viel Bewegung zu sehen. Zelte, stimmungsvolle Holzbuden, viel Platz in diesem Bereich zum Sitzen ermöglichten, dass die Ebersbacher miteinander ins Gespräch kommen konnten. Auch Neubürgerinnen und Neubürger waren da, die neugierig durch die so ganz anders aussehenden Straßen schlenderten und sich über das Treiben freuten.
Düfte wabern durch die Zelte
Es waberten verschiedene Düfte durch die Zelte, Bratwurstgeruch und herzhaft gefüllte Gemüse, dazu Kaffeeduft und Duft von selbstgemachten Kuchen, alles was Herz und Gaumen begehrten. Und immer wieder wurden verschiedene Getränke angeboten, die im Sommer einfach nicht fehlen dürfen, wie etwa fantasievolle Cocktails, aber auch Bier, Wein und Wasser.
Für die Kleinsten war ein Kinderkarussell aufgestellt, für die Jugendlichen gab es Unterhaltung mit Darts und Ballwürfen. So kam jeder auf seine Kosten, Jung und Alt konnten das Passende zum Essen und Trinken finden, je nach Geschmack und Laune. Die Partygäste zu später Nachtzeit durften eine lange Disconacht genießen, bis 2 Uhr nachts durfte auf der Partymeile gefeiert werden.
Ein Fest im Herzen der Stadt sollte es sein, das war gelungen, das konnte man von Anfang an sehen und spüren, und das nicht nur einen Tag lang, sondern ein ganzes Wochenende, wo in all den Krisen, die uns heute schütteln, einmal Feiern und Spaß angesagt waren.