18/06/2026
„Bilder muss man irgendwie ab September 2026 kennzeichnen, glaub ich."
Pause.
Drei Landesverbände haben eingeladen. Nur Handwerker im Zoomraum.
Alle nicken.
Und ich wundere mich und denke, die gehen da raus und erzählen das weiter. Mit demselben „irgendwie glaub."
Der Facilitator des Calls nennt sich KI-Profi.
Das ist kein Einzelfall. Ich hätte noch mehr Beispiele.
Und da liegt das eigentliche Problem. Begeisterung gilt gerade im KI-Bereich als Qualitätsbeweis. Ist sie aber nicht.
Im Handwerk legt man eine Gesellenprüfung ab. Dann die Meisterprüfung. Nicht weil man sonst nichts darf – sondern weil andere auf Dein Wissen vertrauen. Weil Fehler Konsequenzen haben.
Wer KI-Schulungen gibt, trägt dieselbe Verantwortung. Die merken die Teilnehmer bloß nicht sofort.
Wer Dinge weitervermittelt, hat die Pflicht, sie zu verstehen.
Nicht irgendwie. Nicht glaub. Einfach korrekt.
Im Zoomraum hab ich geschwiegen. Ich bin kein Handwerker im eigentlichen Sinn, wollte mich nicht outen.
Aber seitdem beschäftigt mich die Frage, schreib ich den Veranstalter an? Oder lasse ich's.
Kennst Du auch solche Situationen?
Übrigens, aktueller Stand ist, dass ab 2. August 2026 KI-Bilder gekennzeichnet werden müssen, die täuschend echt wirken.
Ich bin Nicole Angela Buck. Kommunikations- und Grafik-Designerin seit 1998, zertifizierte KI-Trainerin und TÜV-Rheinland-geprüfte Managerin für angewandte KI-Transformation. Ich unterstütze Selbstständige dabei, KI strategisch und mit echtem Handwerk zu nutzen. Sichtbar. Spürbar. Glaubwürdig – ohne sich zu verbiegen.