11/10/2016
ZWEITER PERSONAL BEST 2016
Eigentlich wollte ich am 8. Oktober 2016 meinen Junior nur vom Jugendpokalfischen des Württembergischen Anglervereins im Stuttgarter Neckarhafen abholen, nahm allerdings noch eine Matchrute mit - eine halbe Stunde angeln sollte noch drin sein.
Angekommen erkundigte ich mich nach den Fängen - nichts als Grundeln, nicht mal ein Rotauge hieß es von der Jugendleitung. Trotzdem gesellte ich mich zu einer Gruppe von Junganglern und montierte eine Posen-Feststellmontage, damit ich den Köder im Unterschied zu den sonst grundangelnden Jungs etwas vom grundel"verseuchten" Boden weghalten konnte.
Lange warten musste ich auf den ersten Biss (Maden als Köder) nicht, eine Grundel. Kurz darauf taucht die Avon-Pose langsam ab. Anhieb, ein Döbel von etwa 300 Gramm. Die Jungs staunen. Ein paar weitere Grundeln später, die doch immer wieder mal den Köder finden, nur nicht so häufig, taucht die Pose unter. Anhieb, massiver Widerstand und sofort eine Flucht.
Die Hardy Marksman Specimen 13´ verbeugt sich ordentlich und die Bremse der Daiwa Caldia 2600 bekommt Arbeit. Was ist das? Für einen Karpfen zu unruhig, für einen Döbel zu heftig, für einen Brassen sowieso, eine Barbe ist eher unwahrscheinlich im fast stehenden Wasser. Vielleicht eine Nase? Aber da sind die scheinbaren Kopfstöße seltsam. Jedenfalls drille ich angesichts des zuverlässigen, aber doch recht feinen 0,14er Stroft GTM-Vorfachs recht sachte.
Nach zwei weiteren Fluchten und einigem hin und her taucht schließlich ein massiger Barsch im Satzkarpfenformat auf - lang, hochrückig, äußerst gut genährt: 42 Zentimeter, 1300 Gramm = eine leckere Mahlzeit, wäre er mir nicht aus den Händen ins Wasser geglitscht. In jedem Fall war das mein bislang mit Abstand größter Barsch - zusammen mit meiner 54er Personal Best-Nase vom Frühsommer betrachte, läuft 2016 doch ganz gut.