24/10/2024
Wasserstoff für Träume, Kohlenstoff für Alpträume?🤔
In diesem Jahr findet die weltgrößte Wasserstoff-Expo "Hydrogen Technology Expo" zum ersten Mal in Hamburg statt.
Dabei dreht sich nicht alles nur um Wasserstoff, sondern auch um "Carbon Capture and Storage". CCS meint das Einfangen von CO2 während der Energieerzeugung in konventionellen Kraftwerken oder während industrieller Fertigungsprozesse, die auf fossilen Brennstoffen beruhen.
Wasserstoff gilt schon seit Jahrzehnten als Schlüssel zur Energiewende. Momentan wird H2 vor allem in der chemischen Industrie, der Schwerindustrie und der Ölindustrie verwendet. Für die Produktion von Wasserstoff werden noch immer hauptsächlich Kohle und Gas genutzt.
Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) muss es das Ziel sein, Wasserstoff möglichst "emissionsfrei" zu erzeugen, also mithilfe von regenerativen Energien wie Sonne und Wind. In diesem Zusammenhang nennt die IEA übrigens auch nukleare Energie und CCS-Technologien...
Sauber erzeugt, könnte Wasserstoff dabei helfen, die hohen CO2-Emissionen von Sektoren wie Transport, Chemie sowie Eisen- und Stahlproduktion zu senken. Außerdem ist Wasserstoff auch eine der wenigen Optionen, um regenerativ erzeugte Energie über längere Zeiträume zu speichern.
Immer mehr Staaten haben in den vergangenen Jahren ihre Wasserstoffstrategien veröffentlicht, doch der Weg ist noch weit: Es braucht viel mehr Tempo bei der Entwicklung und Skalierung der Technologien und der nötigen Infrastruktur. Vor allem müssten die Kosten für Elektrolyseure, Brennstoffzellen und Carbon Capture schnell fallen.
Gerade Carbon Capture ist jedoch umstritten:
Das eingefangene CO2 wird entweder vor Ort für weitere Prozesse genutzt oder komprimiert und per Pipeline, Schiff, Zug oder LKW an andere Nutzungsorte gebracht. Die umstrittenste Nutzung ist die Einlagerung von CO2 unter der Erdoberfläche, z.B. in ehemalige Gasfelder. Kritiker fürchten negative Auswirkungen auf die Umwelt und lehnen CCS oft kategorisch ab.
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