28/06/2022
Letzte Woche war Hollywoods großer Autorenfilmer James Gray mit seinem gefeierten neuen Werk „Armageddon Time“ in Cannes: Grays vielleicht persönlichster Film ist eine autobiografische Reise in die eigene Jugend im New York der 1980er. Anne Hathaway spielt Grays Mutter Esther voll eindringlicher Intensität. Abseits der Leinwand, bei der anschließenden Pressekonferenz, war rührend zu erleben, wie Hathaway ihre mütterliche Filmrolle gewissermaßen live fortsetze: Die oft etwas kompliziert gestellten Fragen einiger Journalisten „übersetzte“ Hathaway den beiden Kinderdarstellern im Zweifel mit einfacheren Worten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, auch Antworten geben zu können. Es sind auch solche Nebensächlichkeiten, die die Qualität eines Festivals ausmachen, weil sie in Erinnerung bleiben. Genau wie ein Satz von James Gray: „Ein Ende sollte immer ambivalent sein, aber niemals vage…“
„Armageddon Time“ – demnächst in Ihrem Theater auf See.