01/02/2026
Heute hab ich noch ein ganz besonderes Bonbon auf der Tastingliste. Ein Red Ale der Whiskyfreunde Maintal, dass bei der Staanemer Braukunst in einem Whyskifass reifen durfte.
Bereits beim Öffnen ploppt es bei der Bügelflasche wie man es sich wünscht. Da ist also schon mal genug Druck auf dem Kessel. Direkt danach breiten sich herrlich karamellige, fruchtige und Vanille-Aromen im Raum aus.
Im Glas präsentiert es sich in einem opaken Rotbraun mit einer feinporigen, elfenbeinfarbenen Blume.
In der Nase finden sich Karamell, Toffee, Kirschen, Vanille, Whisky und feine holzige Aromen.
Im Antrunk ist der Whisky sehr dominant. Fruchtige Aromen von Orangen und Grapefruit, karamellige, malzige Süße leiten begleitet von den ausgeprägten Whiskyaromen zum Abgang hin. Leicht holzig, kräftig alkoholisch. Durchaus sehr lecker und süffig jedoch hat hier der Whisky das Bier „geschluckt“. Vom Bier bleibt aromatisch, geschmacklich leider wenig bis nichts. Nun kenne ich das Bier vor dem reifen im Fass leider nicht, kann daher wenig Rückschlüsse ziehen. Insgesamt ein sehr rundes, fruchtiges Aromenspiel, komplex und sehr süffig. Der Whisky wie auch der Alkohol sind immer sehr präsent und dominant. Mein Fazit: bei der nächsten Charge vielleicht eine kürzere Lagerzeit im Fass, um mehr „Bier“ im Aromenspiel zu belassen. Insgesamt aber trotzdem sehr „geil“.