26/05/2026
Vier deutsche Erstaufführungen und zweimal Tanz bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen
Drei deutsche Erstaufführungen im Schauspiel – „Trophäe“, „Burnout Paradise” und „Valentina“ – eine deutsche Erstaufführung im Genre Zwischenräume mit „IRGENDWO“, und zwei Tanzhighlights – „Sugar Rush“ und „Maldonne“ – prägen die letzten Wochen der diesjährigen Ruhrfestspiele.
Mit „Trophäe“ (ab 29. Mai) zeigen wir die Deutschlandpremiere der Bühnenfassung von Gaea Schoeters’ gleichnamigem Bestseller in der Regie von Roger Vontobel.
Ebenfalls am 29. Mai feiert „Burnout Paradise“ des australischen Pony Cam Collective seine Deutschlandpremiere in der Halle König Ludwig 1/2. Das preisgekrönte Performance-Kollektiv verwandelt vier Laufbänder in eine absurd-komische Arena der permanenten Überforderung. Zwischen Shakespeare-Monolog, Drei-Gänge-Menü, Bürokratie und Freizeitstress entfaltet sich ein ebenso virtuoses wie hochenergetisches Spektakel über Leistungsgesellschaft, Erschöpfung und kollektiven Druck. Das Publikum wird dabei selbst Teil eines gemeinschaftlichen Ausnahmezustands zwischen Euphorie und Kontrollverlust.
Für „Valentina“ recherchierte die international renommierte Autorin, Regisseurin und Filmemacherin Caroline Guiela Nguyen in der rumänischen Community in Straßburg, in Kindergärten und Grundschulen.
„Sugar Rush“ (ab 28. Mai; Uraufführung im Staatstheater Mainz am 23. Mai) ist die erste abendfüllende Arbeit für eine deutsche Kompanie von Marco da Silva Ferreira. Gemeinsam mit dem tanzmainz Ensemble entwickelte er eine Choreografie voller rhythmischer Energie, körperlicher Intensität und kollektiver Dynamik. Inspiriert vom traditionellen Keltern entsteht ein Bewegungsrausch zwischen Clubkultur und urbanem und zeitgenössischem Tanz.
Mit „Maldonne“ (ab 9. Juni) entwickelte die französische Choreografin Leïla Ka ihre erste große Gruppenarbeit, ein Ensemblestück für fünf Tänzerinnen und thematisiert die vielfältigen Rollen und Identitäten, die Frauen in ihrem Leben annehmen. 40 Kleider – Abendkleider, Hochzeitskleider, Nachthemden, bunte Blumenkleider – bilden das Kostüm- und Bühnenbild der Produktion.
„IRGENDWO“ (ab 10. Juni), eine immersive Virtual-Reality-Installation von Schippers&VanGucht, zeigen wir ebenfalls als Deutschlandpremiere. Das belgische Künstlerinnenduo verbindet Theater, Klangkunst und VR-Technologie zu einer eindringlichen Erfahrung über Einsamkeit, Nähe und menschliche Verbindung. Die Zuschauer*innen betreten gemeinsam einen virtuellen Raum und erleben zugleich eine zutiefst persönliche Reise durch Erinnerungen, Begegnungen und innere Bilderwelten.
www.ruhrfestspiele.de