27/05/2026
#34 – Minimax Mobile Services / Natune
Wenn Lithium-Ionen-Akkus zur Gefahr werden
Zwei Gäste, ein Thema, das ist „das Doppel“ bei „Nicht ganz ungefährlich“. Zum zweiten Mal lädt Dietmar Bleck zwei Unternehmen zum spannenden Austausch in die Vinothek Weinkorb ein. Ihr Thema heute: die unterschätzten Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus.
Mit Markus Dumrath, Geschäftsführer der Minimax Mobile Services, und Andreas Tutschner, Geschäftsführer von Natune, sitzen zwei Experten am Tisch, die auf das heutige Thema aus unterschiedlichen Richtungen schauen.
Denn während die „Akkuisierung“ im beruflichen Kontext, aber auch im privaten Bereich immer weiter voranschreitet, beschäftigen sich noch erstaunlich wenige Handwerksbetriebe und Unternehmen mit den Risiken, die beim Laden und Lagern von Lithium-Ionen-Akkus entstehen können.
Andreas erklärt, warum Natune den „Akku Life Guard“ entwickelt hat – ein Zwischensteckmodul, das den Ladevorgang mit einer intelligenten Software überwacht und Akkus nach erfolgter Ladung vollständig vom Stromnetz trennt. Denn Überhitzung und andere kritische Situationen entstehen häufig dadurch, dass der Akku durch regelmäßiges Vollladen unnötig gestresst wird.
Minimax beschäftigt sich seit rund 125 Jahren mit Brandbekämpfung. Markus berichtet, dass Akkubrände mit klassischen Brandereignissen kaum vergleichbar sind. Kommt es innerhalb des Akkus zum gefürchteten „Thermal Runaway“, springt der Brand von Zelle zu Zelle über. Besonders gefährlich: Dabei entsteht neben hochgiftigen Gasen auch Sauerstoff, der den Prozess weiter vorantreibt. Ein klassisches Löschen des Brandes wird so unmöglich. Deshalb befindet sich aktuell auch eine Brandschutzklasse L in der Vorbereitung, die sich ausschließlich mit Bränden von Lithium-Ionen-Akkus beschäftigen wird.
Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie groß die Lücke zwischen der alltäglichen Nutzung von Lithium-Ionen-Akkus und dem Wissen über ihre Risiken ist. Ein wichtiger Podcast für alle, die regelmäßig Akku-Geräte nutzen.