23/10/2017
Gelesen: „Alte Welt – neue Welt"
Lange Zeit hatten viele ziemlich einfache Bilder dessen im Kopf, was wir Fortschritt nennen: Alles schien irgendwie stetig und geradlinig voranzugehen. Und stets aufwärts. Schneller, höher, weiter. Immer mehr. Das Fortschreiten als Fortfahren – auf einer schnurgeraden Strecke.
Das war die alte Welt, das alte Paradigma, das herkömm- liche lineare Denken im Management und in der Führung: die Geradeausfahrt auf der Autobahn. Visualisiert als markante Linie von links unten nach rechts oben – wie die Wachstumsplanungen auf den Powerpoint-Charts. Ein- gerahmt von einem Kasten. Das Bild erinnert an das Logo einer über viele Jahrzehnte erfolgreichen deutschen Bank.
Mittlerweile hat sich der vermeintlich ewige, unbeirrbare Erfolgskurs der Bank in ein turbulentes Auf und Ab verwan- delt. Das hat Symbolcharakter. Zwar war die Wirklichkeit in der (Wirtschafts-) Welt nie wirklich so linear, wie wir sie immer gezeichnet haben. Heute ist sie es aber überhaupt nicht mehr. Sie gleicht jetzt eher einem Bergweg.
Mit vielen Höhen und Tiefen. Mit Ungewissheit. Mit begrenzter Sicht. Manchmal mit wunderbaren Aussichten. Und mit tiefen Abgründen. Das ist die neue Welt.“
Zitiert aus dem wunderbaren Buch von Dr. Bernhard von Mutius: