14/02/2026
25 Jahre E-world: Von Energie zu Experience. Zu Besuch auf der E-world 2026.
Seit 2001 ist die E-world der Taktgeber der europäischen Energiewirtschaft – gestartet mit rund 230 Ausstellern, heute mit Rekordzahlen: über 37.000 Fachbesucher und über 1.100 Aussteller – und einer Messe, die heute stärker denn je über Digitalität, Daten und sichtbare Wirkung funktioniert.
Fachlich lassen sich die Kernthemen 2026 für mich so bündeln:
🔹 KI & Digitalisierung als Betriebssystem der Energiewende
KI, Datenplattformen, digitale Zwillinge und Smart-Metering sind keine „Innovationsecke“ mehr, sondern Basisinfrastruktur – von Steuerung bis Marktkommunikation und Abrechnung.
🔹 Märkte & Beschaffung: Trading/Finance wird strategischer
„Trading & Finance“ setzt früh den Ton: PPAs/FPAs, Risikomanagement und Flexibilitätsverträge werden zum zentralen Hebel der Transformation – nicht zur Nebendisziplin.
🔹 Netze, Flexibilität, Speicher – plus Resilienz
„European Electricity Grids“ und „Flexibility & Storage“ zeigen: Ausbau allein reicht nicht. Systemstabilität entsteht erst durch Netze, flexible Assets – und resiliente Infrastruktur.
🔹 Gas/Wasserstoff & Dekarbonisierung: Rolle neu definieren
„European Gas Markets“ verdeutlicht die Neuvermessung von Gas im Übergangssystem – während Wasserstoff als Markt- und Infrastrukturthema weiter an Sichtbarkeit gewinnt.
🔹 Wärme & Gebäude: Umsetzung wird kommunal
Mit dem „Tag der Kommunen“ und „Heating & Buildings“ wird klar: Wärmeplanung, Finanzierung und Anschlussfragen sind jetzt Umsetzungsgeschäft – dort, wo die Energiewende stattfindet. 
⸻
Und aus Design- und Kommunikationssicht?
Was ich in den letzten Jahren zunehmend beobachte (und dieses Jahr wieder sehr deutlich): Messestände werden größer, digitaler und inszenatorischer.
Mehr LED-Flächen, mehr Motion, mehr „Experience“. Das kann stark sein – wenn es eine klare Aufgabe erfüllt: Orientierung schaffen, Nutzen verdichten, Gesprächsanlässe erzeugen.
Meine 3 Qualitätskriterien für Messestand-Gestaltung 2026:
1. Orientierung in 3 Sekunden (Wer seid ihr? Für wen? Welcher Nutzen?)
2. Interaktion mit Substanz (Demo/Use-Case statt Dauerschleife)
3. Glaubwürdige Nachhaltigkeit (Material, Modularität, Wiederverwendbarkeit – nicht nur Claim)
Seit 26 Jahren begleite ich als Kommunikations-Designer Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Mich interessiert besonders, wie komplexe Transformation verständlich, attraktiv und vertriebswirksam kommuniziert wird – auf der Messe sieht man das wie unter einem Brennglas.
www.neuesgestalten.de