Neumann & Kamp Historische Projekte

Neumann & Kamp Historische Projekte Mit uns schreiben Sie Geschichte! Neumann & Kamp Historische Projekte bietet Dienstleistungen rund um das Thema Geschichte.

Unser Angebot umfasst Unternehmensgeschichte, Recherchen, Buchpublikationen, Ausstellungen, Beratung beim Einsatz von Geschichte zu Marketingzwecken sowie Archivorganisation.

Neumann & Kamp hat ein neues Partnerunternehmen:Die Zwey Verlagsgesellschaft ist ein kleiner Verlag mit Schwerpunkt Gesc...
18/09/2025

Neumann & Kamp hat ein neues Partnerunternehmen:

Die Zwey Verlagsgesellschaft ist ein kleiner Verlag mit Schwerpunkt Geschichte und Sitz in München. Das Kernteam bilden Verlegerin und Historikerin Katharina Roth und Designerin Lu Wang. Beide haben zuvor in zahlreichen Projekten von Neumann & Kamp mitgewirkt.

Für unsere Kund:innen bedeutet diese Zusammenarbeit, dass wir Ihnen bei Projekten mit Printprodukten sämtliche Leistungen aus einer Hand anbieten können — von der Unternehmerbiografie im Buchhandel bis zur Hochglanzbroschüre für Ihr Jubiläum.

In den nächsten Wochen werden wir an dieser Stelle die ersten gemeinsamen Buchprojekte vorstellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Am 9. Mai 1966 wurde im brandenburgischen Rheinsberg das erste wirtschaftlich genutzte Kernkraftwerk Deutschlands in Bet...
09/09/2025

Am 9. Mai 1966 wurde im brandenburgischen Rheinsberg das erste wirtschaftlich genutzte Kernkraftwerk Deutschlands in Betrieb genommen. Unser Archivteam unterstützt Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V. (BBWA) jetzt bei der Aufbereitung der dazugehörigen Archivbestände.

Das Kernkraftwerk Rheinsberg, das mitten in einem Naturschutzgebiet steht, produzierte nicht nur Energie, hier wurde auch geforscht und ausgebildet. Es war lange ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, zu Hochzeiten arbeiteten hier rund 650 Menschen. Ab den 1970er Jahren schmückte das Prestigeprojekt der DDR sogar die Rückseite des 10-Mark-Scheins.

1990, drei Jahre nach einem schweren Störfall, wurde die kerntechnische Anlage endgültig abgeschaltet. Der Rückbau ist sehr aufwändig und dauert schon Jahrzehnte an. Die Archivbestände des Kernkraftwerks haben jetzt im BBWA in Berlin-Reinickendorf einen neuen Platz gefunden. Hier – und nach der Digitalisierung ausgewählter Schlüsseldokumente auch im Internet – werden sie in Zukunft für die Forschung zugänglich sein. Wir unterstützen das BBWA bei der konservatorischen Bearbeitung und digitalen Verzeichnung des Verwaltungsschriftguts. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Digitaler Wandel“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.



Abbildungen: Banknote 10 DDR-Mark Rückseite, Wikimedia Commons; Warte im Kernkraftwerk Rheinsberg, Januar 1990, Bundesarchiv, Bild 183-1990-0129-438 / Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0; Einblicke in die Archivarbeit, Neumann & Kamp.

London im Jahr 1859: Ein wütender Mann zerschlägt mit einem Rohr den Schaukasten eines Fotostudios in der Oxford Street,...
18/06/2025

London im Jahr 1859:

Ein wütender Mann zerschlägt mit einem Rohr den Schaukasten eines Fotostudios in der Oxford Street, weil darin ein Porträtfoto seiner Ehefrau ausgestellt ist. Der verantwortliche Fotograf hat sich zuvor standhaft geweigert, das Bild zu entfernen – trotz fehlendem Einverständnis der Abgebildeten.

Der Fall landet vor Gericht und wird schließlich im Fachmagazin Photographisches Journal (Bd. 15, Nr. 2) aufgegriffen, wo wir 166 Jahre später auf ihn stoßen. Die Geschichte zeigt: Mit dem Aufkommen neuer Medien rücken damals wie heute neue ethische Fragen und Probleme in den Blick, für die eine rechtliche Grundlage erst geschaffen werden muss.

Heute ist es leichter denn je, Bilder zu verbreiten – und oft wird dabei kaum auf die Rechte der abgebildeten Personen geachtet, obwohl diese längst juristisch festgeschrieben wurden. Für uns ist die Klärung von Bildrechten ein fester Bestandteil der Arbeit im Rahmen unserer Geschichtsprojekte. Denn zu gutem historischen Storytelling gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit Nutzungs- und Persönlichkeitsrechten.



Foto (Ausschnitt): London Bridge, 1850–1900. The Art Institute of Chicago.

„Fromm leben, kaufmännisch denken“ – Ausstellung zur Calwer Wirtschaftsgeschichte eröffnetAm 15. Mai 2025 wurde im Kesse...
21/05/2025

„Fromm leben, kaufmännisch denken“ – Ausstellung zur Calwer Wirtschaftsgeschichte eröffnet

Am 15. Mai 2025 wurde im Kesselhaus der ehemaligen Calwer Tuch- und Deckenfabriken die Ausstellung „Fromm leben, kaufmännisch denken“ eröffnet. Sie widmet sich der Calwer Wirtschaftsgeschichte zwischen 1797 und 1914 und ist ein Programmpunkt im Jubiläumsjahr . Integriert wurde zudem die Vorgängerausstellung zur Geschichte der Calwer Zeughandlungscompagnie 1650-1797. Konzipiert und umgesetzt wurde die Ausstellung von der Stuttgarter Niederlassung von Neumann & Kamp.

Auf insgesamt 12 LED-Tafeln, einer digitalen Stele und anhand zahlreicher historischer Objekte, darunter eine Flachstrickmaschine, Turmuhr-Ziffernblätter, eine Glocke und verschiedene Glockenjoche, Öfen und Ofenplatten oder eine Lochkartensteuerung eines Jacquardwebstuhls (Leihgaben der Calwer Familien Bauer, Perrot, Weiß und Wagner) wurde diese prägende Epoche der Calwer Wirtschaft lebendig. Rund 100 Gäste waren zur Vernissage gekommen, um einen ersten Blick auf die Ausstellung zu werfen.

Die Ausstellungsmacher Dr. Matthias Georgi und Toni Helmle von Neumann & Kamp gaben in kurzen, pointierten Beiträgen Einblicke in Genese, Konzept und Inhalt der Schau. Der Calwer Stadtarchivar Dr. Frank Engel skizzierte zudem den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmen der Epoche. Auch Calws Oberbürgermeister Florian Kling und der Unternehmer und Gastgeber Eckart Bauer für die Willy-und-Margot-Seiferheld-Stiftung richteten Grußworte an das Publikum.

Die Ausstellung ist voraussichtlich bis zum 14. September 2025 im Kesselhaus der ehemaligen Calwer Deckenfabrik zu sehen.

Öffnungszeiten:
Freitag: 14 - 17 Uhr
Samstag: 11 - 15 Uhr
Sonntag: 11 - 15 Uhr

Anschrift und Kontakt:
Kesselhaus der ehemaligen Calwer Deckenfabrik
Hirsauer Wiesenweg 2
75365 Calw
[email protected]

Fotos: Toni Helmle

Es wird Frühling in Salzburg. Hier, in der viertgrößten Stadt Österreichs, gibt es jetzt die siebte Niederlassung von Ne...
02/04/2025

Es wird Frühling in Salzburg. Hier, in der viertgrößten Stadt Österreichs, gibt es jetzt die siebte Niederlassung von Neumann & Kamp.

Unsere Salzburger Mitarbeiterin Magdalena Fürthauer macht vor der Arbeit gerne noch einen Abstecher auf die Ski-Piste. Von dieser Art Frühsport können die Kolleg:innen an unseren anderen Standorten nur träumen.

Neumann & Kamp ist somit im gesamten DACH-Raum vertreten, mit Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Wir freuen uns auch hier auf viele spannende Projekte!

Foto: Alex Person auf Unsplash

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Wir haben uns sehr über diesen spannenden Auftrag gefreut.
26/03/2025

Wir haben uns sehr über diesen spannenden Auftrag gefreut.

📖 Ein Blick in die Geschichte der Energieversorgung in Bayerisch-Schwaben – unsere LEW-Chronik ist fertig!

Die Energieversorgung in Bayerisch-Schwaben hat eine lange und bewegte Geschichte – und LEW war von Anfang an mit dabei. Vergangene Woche haben wir im historischen Dampfkraftwerk Gersthofen das Buch „Strom für Bayerisch-Schwaben – Die Geschichte der Lechwerke“ vorgestellt.

🔍 Warum ist dieses Buch so besonders?
Es zeigt nicht nur die Entwicklung von LEW über mehr als 120 Jahre, sondern beleuchtet auch, wie eng unsere Unternehmensgeschichte mit der gesamten Region verwoben ist. Von den Anfängen der Elektrifizierung über den Ausbau der Wasserkraft bis hin zur Energiewende – unser Weg war immer von Innovation, Verantwortung und regionaler Verbundenheit geprägt.

💡 Vergangenheit als Wegweiser für die Zukunft!
Was uns heute als Unternehmen ausmacht – grün, regional, digital – hat seine Wurzeln in unserer Geschichte. Nachhaltigkeit und regionale Verantwortung sind dabei seit jeher Teil unserer DNA. Die Digitalisierung ergänzt dieses Leitbild als konsequenter Schritt in die Zukunft.

Ein herzliches Dankeschön an die Autor:innen Lukas Wollscheid, Katharina Roth und Dr. Matthias Georgi, an den Verleger Fritz Pustet vom Friedrich Pustet Verlag sowie an alle, die an diesem Buch mitgewirkt haben!

Wir sind richtig stolz auf das Werk! 🙂 Auf einige besonders spannende Erkenntnisse darin gehen wir in den nächsten Tagen auf Facebook und Instagram ein – seid gespannt!

Publikation zur Geschichte der LEW LechwerkeEine „elektrifizierende“ Reise durch mehr als 120 Jahre technischer und gese...
27/02/2025

Publikation zur Geschichte der LEW Lechwerke

Eine „elektrifizierende“ Reise durch mehr als 120 Jahre technischer und gesellschaftlicher Entwicklung bietet das neu erschienene Buch "Strom für Bayerisch-Schwaben. Die Geschichte der Lechwerke". Die von Neumann & Kamp recherchierte und geschriebene Geschichte des Energieversorgers zeichnet detailreich den Auf- und Ausbau des Stromnetzes in Bayerisch-Schwaben nach – von den ersten Schritten im Königreich Bayern über die Einführung der Elektrizität im Alltag, den Bau von Wasserkraftwerken bis hin zu Kernkraft- und Solardebatten und der Energiewende in der Gegenwart. Dabei konzentriert sich das Buch nicht auf eine reine Unternehmensgeschichte, sondern verknüpft diese mit Wirtschafts-, Politik- und Gesellschaftsgeschichte sowie einem regionalhistorischen Blickwinkel.

Dass dieser Weg nicht ohne Hürden war, zeigt eine Episode aus der Zeit, als in Deutschland der Strom Einzug in die Küchen hielt. 1928 präsentierten die Hersteller die ersten Elektroherde. Schon bald kursierte das Gerücht, das darauf zubereitete Essen könne „elektrisch“ schmecken. Die Lechwerke sahen deshalb von Anfang an auch eine wichtige Aufgabe darin, den Menschen in Vorführungen und Präsentationen die Funktionsweise und Vorteile der neuen Energie näherzubringen.

Das 328 Seiten starke und reich bebilderte Buch ist im Verlag Friedrich Pustet Geschichte in Regensburg erschienen.

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Einblick in die historische Schreibstube: Mozart und Bach in der KlimaforschungUnsere Berliner Kolleg:innen beschäftigen...
12/02/2025

Einblick in die historische Schreibstube:
Mozart und Bach in der Klimaforschung

Unsere Berliner Kolleg:innen beschäftigen sich dieser Tage mit MOZART und JSBACH. Nein, wir sind nicht in die Musikwissenschaft abgetaucht, sondern in die Klimaforschung. Im Rahmen unseres Projekts für das Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) beschäftigen wir uns intensiv mit der Geschichte von Klimamodellen. Die haben oft kuriose Abkürzungen: MOZART steht für "Model for Ozone and Related Tracers" und JSBACH für "Jena Scheme for Biosphere-Atmosphere Coupling in Hamburg". Alles klar, oder?

Mit JSBACH zum Beispiel können Klimaforscher:innen den Kohlenstoffkreislauf auf dem Land simulieren. Gekoppelt mit anderen Teilmodellen des Klimasystems, zum Beispiel des Ozeans, kann so die zukünftige Entwicklung des Klimas erforscht werden. So wurde JSBACH am MPI-M unter anderem zur Vorbereitung des vierten Sachstandsberichts des Weltklimarates (IPCC) verwendet, mit dem 2007 die neuesten Erkenntnisse über den menschengemachten Klimawandel öffentlich wurden. Bis heute ist JSBACH in seiner aktuellsten Version Teil des wichtigen Erdsystemmodells ICON – mit dem auch der Deutscher Wetterdienst seine Wetterberichte erstellt.

Es ist immer wieder spannend, womit wir uns im Rahmen unserer Projekte beschäftigen dürfen. Ganz sicher ist: Auch wir lernen dabei nie aus!

Digitales Geschichtsprojekt für den Paritätischen in BayernDer Paritätische in Bayern ist einer der sieben Spitzenverbän...
22/01/2025

Digitales Geschichtsprojekt für den Paritätischen in Bayern

Der Paritätische in Bayern ist einer der sieben Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern. Wir haben die 100-jährige Geschichte des 1924 gegründeten Verbands recherchiert und aufgearbeitet. Ziel war es, die Geschichte des Paritätischen in Bayern – von den Anfängen in der bürgerlichen Frauenbewegung der Weimarer Republik bis heute – der Öffentlichkeit transparent und leicht verständlich zugänglich zu machen.

Hierzu haben wir ein Geschichtswiki erstellt, in dem historische Dokumente, audiovisuelle Medien, Erinnerungen von Zeitzeug:innen sowie spannende Geschichten und Zusammenhänge aus 100 Jahren Sozialer Arbeit präsentiert werden. Die Themenspanne ist riesig. Neben innovativen Altenhilfekonzepten in den 1920er-Jahren werden zum Beispiel die Eingliederung des Verbands in die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt, seine Wiedergründung in der Nachkriegszeit und die Entstehung der sogenannten Neuen Sozialen Bewegungen, die den Verband entscheidend geprägt haben, beleuchtet. Auch aktuelle Themen wie Initiativen im Bereich des Klimaschutzes finden Beachtung. Personenporträts runden die Darstellung ab und geben die Vielfalt der Menschen wieder, die den Paritätischen in Bayern und seine Geschichte ausmachen.

Zusätzlich zum Geschichtswiki haben wir einen Zeitstrahl erarbeitet, der überraschende und unbeachtete Daten, Fakten und Anekdoten aus der Verbandsgeschichte präsentiert und als Vorlage für Social-Media-Posts auf Instagram und Facebook sowie für die Gestaltung eines Messestandes für die Fachmesse ConSozial diente. Ein von uns konzipiertes interaktives Onlinequiz auf der Website und dem Instagram-Account des Verbands weckt zusätzliches Interesse für die Inhalte des Wikis.

Das Geschichtswiki ist nicht nur frei im Internet zugänglich; es wird vom Paritätischen in Bayern auch auf Veranstaltungen über zwei Tablet-Stationen nutzbar gemacht. Bisher wurde das Wiki so auf der Fachmesse ConSozial in Nürnberg und bei der „Jahrhundertfeier“ des Paritätischen in Bayern mit zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft im Oktober 2024 in München präsentiert. Neben dem Wiki wurden hier auch einige von uns kuratierte historische Objekte aus der Verbandsgeschichte gezeigt. Wir freuen uns, dass wir ein spannendes und vielseitiges Projekt erfolgreich beenden konnten.
Hier der Link zum Geschichtswiki: https://www.wiki.paritaet-bayern.de

18/11/2024

🎂 Am 20. Juni 1951 muss der Geologe Dr. Fritz Heim seinen Geburtstag allein feiern und ein „Geburtstagsfläschchen in Einsamkeit“ trinken. Seine Frau Anna Heim-Pohlmann ist unterwegs: Sie nimmt an Sitzungen des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Frankfurt am Main teil.

🦸‍♀️ Dr. Anna Heim-Pohlmann arbeitet seit Jahren am Wiederaufbau des Paritätischen in Bayern: Sie gehört dem Verband schon in den 1920er Jahren an und macht seine Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg erst möglich. Damit steht sie in einer Reihe vieler erfolgreicher und engagierter Frauen in der Geschichte des Verbandes.

💪 Anna Heim-Pohlmann wählt nicht den zur damaligen Zeit typischen Weg einer verheirateten Frau. Sie zieht sich nicht in den Haushalt zurück. Stattdessen wird sie Referentin in der Reichszentrale für Heimatdienst, der Vorgängerinstitution der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie wird außerdem Mitglied im für Fraueninteressen und hilft beim Aufbau des Paritätischen in Bayern mit.

📖 1921 wird sie Direktorin der Sozialen Frauenschule. Sie lehrt die Fächer Volkswirtschaft, Statistik, Staats- und Gemeindefinanzen sowie Geschichte und Organisation der Wohlfahrtspflege. Doch am 30. September 1933 ist Anna Heim-Pohlmanns letzter Arbeitstag: Der Schulrat ist mit ihren Lehrinhalten nicht zufrieden. Ihn stört zum Beispiel, dass „sie Adolf Hitlers ‚Mein Kampf‘ oder andere nationalsozialistische Schriften nie erwähnt [und] das Arbeitsbeschaffungsprogramm Hitlers als unbedeutend abgetan“ hat. Anna Heim-Pohlmann ist eine überzeugte Demokratin. Das kostet sie nun ihren Job.

🎖 Nach dem Krieg wird Anna Heim-Pohlmann stellvertretende Vorsitzende des Paritätischen in Bayern und Vorstandsmitglied und Ehrenvorsitzende des Gesamtverbandes. 1955 erhält sie dessen Goldene Ehrenplakette, fünf Jahre später das Bundesverdienstkreuz. Auch als sie mit ihrem Mann in ein Altersheim des Paritätischen zieht, bleibt sie weiter aktiv, schreibt viele Briefe, nimmt an Sitzungen teil.

❤ Anna Heim-Pohlmann bleibt ein inspirierendes Beispiel für Mut, Unabhängigkeit und den Willen, soziale Veränderungen zu bewirken. Sie starb 1980 im Alter von 95 Jahren – ihr Erbe jedoch lebt weiter.

Neumann & Kamp Historische Projekte

50 Jahre Klimaforschung: Recherchen für das Max-Planck-Institut für MeteorologieDie Klimaforschung hat in den vergangene...
13/11/2024

50 Jahre Klimaforschung:
Recherchen für das Max-Planck-Institut für Meteorologie

Die Klimaforschung hat in den vergangenen Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung spürbar an Präsenz gewonnen. Dabei ist das Thema wissenschaftlich betrachtet nicht neu. Das wird uns in unseren Niederlassungen in Hamburg und Berlin vor Augen geführt. Unsere dortigen Kolleg:innen erforschen aktuell die Geschichte des Max-Planck-Instituts für Meteorologie. Das 1975 in Hamburg eröffnete Klimaforschungsinstitut kann im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern.

Im Projekt gibt es immer wieder auch spannende und herausfordernde Momente. Bei den Interviews in den Räumen des Instituts kann es schon einmal passieren, dass ein Zeitzeuge aufsteht und seine Ausführungen mit Zeichnungen auf dem Whiteboard begleitet. So werden die hochkomplexen Forschungsthemen des Instituts auch für Nicht-Physiker:innen verständlich. Ohne die Entwicklung sogenannter Supercomputer wären die Berechnungen und Modelle der Klimaforscher:innen kaum denkbar. Das belegen auch die Bilder aus dem Jahr 1985. Sie geben einen Einblick in den damaligen Arbeitsalltag am Max-Planck-Institut für Meteorologie.
Wir freuen uns auf die weiteren Recherchen. Das Jubiläum des Instituts wird im kommenden Jahr unter anderem mit einem Senatsempfang im Hamburger Rathaus gefeiert werden.

09/11/2024

👵 Erster Münchner Alterstag 1929: Ein besonderer Tag für die Altenhilfe 👏

😔 In München sind die Lebensverhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend schwierig. Es mangelt an elementaren Dingen, zum Beispiel an Wohnraum für die vielen Menschen, die in die bayerische Hauptstadt strömen. Gleichzeitig führt die Inflation dazu, dass alles immer teurer wird und das Ersparte der Menschen keinen Wert mehr hat. Das trifft besonders diejenigen, die keiner Arbeit nachgehen, sondern von Rente, Pension oder öffentlicher Unterstützung leben. Viele von ihnen sind alt.

💪 Altersarmut wird zu einem immer größeren Problem, doch kaum jemand interessiert sich dafür. Im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit steht das Thema Kinderarmut. Luise Kiesselbach macht deshalb die Altenhilfe zum ersten großen Arbeitsschwerpunkt des Paritätischen in Bayern. Sie gründet in München ein modernes Altersheim und die „Gesellschaft der Altersfreunde“, die in Zukunft eine Vielzahl von offenen Angeboten für ältere Menschen in München bereitstellen soll.

💡 Für die Umsetzung der neuen Pläne benötigt die „Gesellschaft der Altersfreunde“ Geld. Auch für dieses Problem wird eine kreative Lösung gefunden: Am 13. Januar 1929 findet der erste Alterstag in München statt. So wollen die Altersfreunde einerseits Spenden sammeln, andererseits Aufmerksamkeit für das Schicksal verarmender Senior*innen schaffen und ihnen auf vielfältige Weise eine Freude bereiten. Viele Institutionen der Stadt werden dazu mit ins Boot geholt. Der Künstler Adolf Schinnerer hat zur Feier des Tages eine Postkarte entworfen.

🙏 Der Erfolg der Aktion war beeindruckend: Der Reinerlös von 14.000 Mark half in den folgenden Monaten über 300 älteren Menschen, sei es durch Lebensmittel, Kleidung oder persönliche Unterstützung. Die Gesellschaft der Altersfreunde verankerte sich als einzigartige Institution in München, die sowohl offene als auch stationäre Angebote in der Altenhilfe vereinte.

❤️ Nach dem Tod der Gründerin Luise Kiesselbach wurde das von ihr initiierte Altenheim in „Luise-Kiesselbach-Heim“ umbenannt. Sie bleibt eine prägende Figur in der Münchner Altenhilfe.

Neumann & Kamp Historische Projekte

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Widenmayerstraße 49
Munich
80538

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Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
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