18/05/2026
1975 - 1977: Knappe Räume und erster Betriebsrat
Die Räumlichkeiten in der Herlinstraße kommen an ihre Grenzen. Längst müssen die großen Lkws, die aus den Niederlanden das Spezial-Etikettenpapier anliefern, ihre Fracht in einem Außenlager abladen.
Bei der ersten Betriebsratswahl im April 1975 liegt die Zahl der Wahlberechtigten bei 33 Gewerblichen und Angestellten.
Als erste Aktivität des neu gewählten Betriebsrats gehört die Organisation eines Betriebsausfluges an den Bodensee auf die Insel Mainau und eines Betriebsfestes im Hotel „Schützenhof“.
Um die Wettbewerbsfähigkeit und damit zugleich die fast 40 Arbeitsplätze zu sichern, fasst Hans Engelhardt 1977 den zukunftsorientierten Entschluss, mit einem modernen Neubau eine neue Ära in der Geschichte der Druckerei einzuleiten
Die Frage eines verkehrsgünstigen Standortes kann mit Hilfe der Stadt Nördlingen optimal gelöst werden. So soll also gegenüber dem zukünftigen Nördlinger Sport- und Freizeitzentrum eine neue und leistungsfähige Druckerei gebaut werden.
Am »Hebauf« zum Neubau, am 7. Oktober, ist vom Zimmermann unter anderem zu hören:
»Vor Sturm und Wetter bleib geschützt, der Bau, der allen bestens nützt, bald laufen hier die Druckmaschinen, dann werden alle gut verdienen.
Die Walzen sollen sich immer drehen, niemals die Arbeit zu Ende gehen, das Schicksal möge den Bau bewahren, vor Feuer und vor anderen Gefahren.
Mög Segen sich über alles breiten, dass Engelhardt-Druck zu allen Zeiten, auch weiterhin viel leisten kann, das wünscht Euch Euer Zimmermann.«
Wenige Tage später wird der Aufenthaltsraum bei einer feuchtfröhlichen Rohbau-Fete mit den Beschäftigten gebührend eingeweiht.
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