15/06/2026
„Wir nutzen KI nur unterstützend.“
Diesen Satz höre ich derzeit häufig in Gesprächen mit Fachverlagen.
Die eigentliche Frage lautet jedoch nicht, ob KI nur unterstützend eingesetzt wird.
Sondern:
Wer prüft die Ergebnisse?
Denn auch bei rein unterstützenden Anwendungen können Risiken entstehen:
• Halluzinierte Fakten in Zusammenfassungen
• Fehlerhafte Quellenangaben
• Unvollständige Recherchen
• Unbeabsichtigte Preisgabe vertraulicher Informationen
• Sprachlich perfekte, aber fachlich ungenaue Texte
Je besser die Systeme werden, desto schwieriger wird es, Fehler auf den ersten Blick zu erkennen.
Deshalb sollte jeder Verlag für sich beantworten:
✔ Welche KI-Anwendungen werden genutzt?
✔ Für welche Aufgaben sind sie freigegeben?
✔ Wer trägt die fachliche Verantwortung?
✔ Wie erfolgt die Qualitätskontrolle?
✔ Welche Inhalte dürfen verarbeitet werden?
KI ersetzt keine redaktionelle Verantwortung.
Sie verschiebt lediglich den Schwerpunkt:
von der Erstellung von Inhalten hin zur Prüfung, Bewertung und Freigabe.
Gerade für Fachverlage wird diese Fähigkeit zu einem entscheidenden Qualitätsmerkmal.
Wie stellen Sie heute sicher, dass KI-generierte Ergebnisse fachlich korrekt und verlässlich sind?