27/05/2026
Hinter diesem Foto steckt eine persönliche Geschichte von Mut, Visionen und Unternehmertum.
Ich stehe hier im Büro meines Papas, in seiner Firma, die er vor über 35 Jahren aufgebaut hat.
An der Wand hängt sein Urgroßvater. Entstanden am Potsdamer Platz in Berlin, in seinem Restaurant „Wetteborn“, kurz bevor es in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs zerstört wurde.
Heute steht dort das Sony Center.
Sein Sohn hatte ein Fuhrunternehmen. Fahrzeuge und Fahrer wurden im Weltkrieg eingezogen. Was geblieben ist, ist unsere Leidenschaft fürs Autofahren.
Mein Opa war Sprengmeister im Salzbergwerk. Der Einzige, der kein Unternehmer werden konnte. In der ehemaligen DDR war das nicht ohne Weiteres möglich.
Mit der Wende hat sich auch mein Papa mit Antennenbau und der Reparatur von Haushaltsgeräten selbstständig gemacht.
Es war keine leichte Zeit. Denn neben Hausumbau, kleinem Kind, Studium und der schwierigen Anfangszeit nach der Wende kamen Aufträge nicht von allein.
Heute – 36 Jahre später – stehe ich in seinem Büro.
Er hat sich ein Imperium geschaffen. Sein Team ist europaweit bei den größten Industrieunternehmen im Einsatz.
Und während ich das schreibe, werde ich wirklich sentimental. Warum?
Weil er sein Lebenswerk in einem Monat verkauft.
Nicht an mich, sein einziges Kind, sondern an einen jungen Mitarbeiter.
In diesem Unternehmen habe ich gelernt, wie man ein Unternehmen aufbaut und wie Marketing ohne klassische Werbung funktionieren kann.
Aber vor allem habe ich von meinen Eltern 2 grundlegende Dinge mitbekommen: Vertrauen und Rückhalt.
Sie haben mir gezeigt,
♡ dass jeder Mensch eigene Visionen und Ziele hat.
♡ Dass Kinder selbst für sich herausfinden sollten, worin sie gut sind und wie ihre berufliche Zukunft aussieht.
♡ Und dass es unsere Aufgabe als Eltern ist, ihren Weg zu unterstützen – auch wenn unsere eigenen Wünsche anders aussehen.
Heute stehe ich in diesem Büro und schaue auf meinen Ururgroßvater. Ein bisschen wehmütig, aber auch stolz.
Und vor allem unendlich dankbar. Dafür, dass alle in dieser Familie die Möglichkeit genutzt haben, sich ihren Lebenstraum zu erfüllen.
Jetzt sind meine Kinder dran.