06/08/2024
Früher habe ich mich immer geärgert, dass ich nicht fokussiert genug bin. Ist wohl einer dieser Sachen, dachte ich mir, die man nicht ändern kann.
So wie die eigene Augenfarbe oder ob man Links- oder Rechtshänder ist.
Doch mittlerweile habe ich verstanden, dass das nicht stimmt. Man ist nicht “fokussiert” oder “nicht fokussiert”.
Vielmehr ist es so, wie wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte. Es reicht nicht zu sagen: “So, ab heute höre ich auf.”
Sondern es geht darum, immer und immer wieder die richtige Entscheidung zu treffen. Zum Beispiel, nicht zu rauchen. Oder eben, wichtige Aufgaben zu priorisieren. Sich nicht ablenken lassen, egal, was um einen herum geschieht.
Wie sieht heute mein Alltag aus? Ich bin manchmal noch immer ein bisschen “all over the place”: Hier ein Gespräch mit einem Mitarbeiter, dort kurz einen Kunden anrufen, dann etwas Marketing, schnell die Mail fertig schreiben und dann ab zum wichtigen Kundentermin.
Ginge das nicht besser? Organisierter? Wahrscheinlich schon. Aber ich habe gelernt, über den Tag verstreut "Fokus-Blocks" durchzuziehen: 90 Minuten volle Konzentration auf meine aktuelle Aufgabe, und wenn draußen auch gerade die Welt untergeht.
Simpel aber effektiv.
Wie bleibst du fokussiert?