23/05/2012
Stress - Sinn einer Zivilisationskrankheit / Teil 6
Die Schlüssel zur Stressbekämpfung heißen Kontrolle und Anpassung. Eine schwierige Situation, die wir im Griff haben, stresst nur noch halb so sehr. Unbekannte Situationen gehen uns eher an die Nerven als vertraute. Darum sitzen wir als Fahrschüler mit verkrampften Fingern und klopfenden Herzen hinter dem Steuer und ein paar Monate später ist die Nervosität verflogen.
Die wirksamste Anti-Stress-Strategie ist es, den inneren Druck nicht erst überhand nehmen zu lassen. Hierbei helfen Sport, das Bewegen in der Natur, Ruhephasen aber vor allem auch mentale Techniken, die unsere Stressresistenz erhöhen. Einige dieser Möglichkeiten stellen wir Ihnen hier Seite vor:
Zehn SOS-Tipps gegen Stress
Der britische Psychologe Robert Wiseman leitet den Lehrstuhl für "Public Underständing of Psychology" an der University of Hertfordshire und gilt als Stress-Experte. Zusammen mit einigen Kollegen hat er 10 Tipps aufgestellt, die es ermöglichen den Stresslevel zu senken.
1. Ab ins Grüne
Etliche Studien belegen, dass schon 30 Minuten in einer ruhigen und grünen Umgebung dazu führen, dass sich gestresste Menschen entspannen. Diese Wirkung zeigte sich auch bei unkonzentrierten ADHS-Kindern. Diese brauchten nach Spaziergängen in Park oder Wald weniger Medikamente und konnten sich besser Konzentrieren.
2. Entspannende Musik hören
Laut Studien sinkt der Blutdruck, wenn jemand entspannende Musik hört. Besonders empfehlenswert laut Richard Wiseman: Vivaldis "Vier Jahreszeiten" und Naturgeräusche auf CD.
3. Eine Entspannungsmethode lernen
Egal ob Muskelentspannung, Autogenes Training, gezielte Atemübungen oder Mentaltraining - regelmäßige Entspannung hilft dem Körper auch in hektischen Zeiten in Balance zu bleiben. Für Anfänger empfiehlt Richard Wiseman, von den Zehen angefangen, jeden Körperteil einmal kurz anspannen und wieder entspannen.