04/11/2019
Das Kartenhaus hört Ende 2019 auf.
Das Gute zuerst: Die Kollektiv-Idee hat für uns funktioniert: Auch die Entscheidung aufzuhören, wurde im Konsens gefällt und alle arbeiten nach Kräften mit, für unsere Kund*innen und unsere Mitarbeiter*innen einen möglichst sanften Übergang zu ermöglichen.
Warum haben wir uns entschieden, nach 40 Jahren den Betrieb zu schließen?
Der Markt für kleine, lokale Druckereien wird zunehmend schwieriger, es ist zu konstatieren, dass die Internetdruckereien den kleinen Druckereien viel Umsatz wegfangen. Unsere Produktionsweise ist vielleicht umsichtiger und leidenschaftlicher, kann aber ökonomisch mit der industriellen und standardisierten Produktion der Großdruckereien nicht mithalten.
Unsere besonderen Produkte, wie individuell gestaltete Endlosklappkarten und Silhouettenkarten, wurden zu wenig nachgefragt, um damit den Umsatzrückgang zu ersetzen.
Von 5 Gesellschafter*innen wollten 2 altershalber sowieso aufhören, Nachwuchs gab es keinen.
Gemeinsam aufzuhören, war für uns alle eine schöne Vorstellung.
Wie geht es weiter?
Die Maschinen sind verkauft und werden ab nächstem Jahr irgendwo auf der Welt weiter (hoffentlich) schöne Dinge produzieren.
Fast alle Mitarbeiter*innen haben ab Januar eine neue Beschäftigung, die 3 Gesellschafter*innen, die noch nicht aufhören wollen zu arbeiten, müssen sich noch neu erfinden (was ja auch reizvoll sein kann).
Unsere Kund*innen werden ab Januar 2020 von der Firma Schmidl/Rotaplan weiter gut betreut und versorgt.
Da fast unsere komplette Vorstufe zu Schmidl/Rotaplan wechselt, haben die Kund*innen auch ihre gewohnten Ansprechpartner*innen.
Wir bedanken uns bei allen Kund*innen, viele von ihnen sind uns im Laufe der Jahrzehnte ans Herz gewachsen und Freund*innen geworden.
Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Mitarbeiter*innen, die uns alle bis zum Schluss die Treue halten.
Und vielleicht gibt es ja auch noch ein Fest.