23/03/2026
𝗪𝗶𝗲 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗲 𝗙𝘂ß𝗯𝗮𝗹𝗹𝗳𝗲𝗹𝗱𝗲𝗿 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝘄𝗲𝗻𝗱𝗲?
Ich bin seit Jahren im Fußball zu Hause.
Beim SV Berghaupten: Auf dem Platz, am Spielfeldrand, im Verein.
Gestern war ein erfolgreicher Tag. Der SC Freiburg gewinnt 2:1 am Millerntor und wir 5:0 in der Berghauptener Top-Life-Arena. Das nur nebenbei (Olé)
Ich denke bei großen Zahlen - wie beim Thema "Ausbau der Photovoltaik-Anlagen" - instinktiv in Fußballfeldern.
Und eine Zahl lässt mich gerade nicht los:
Wenn 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 𝟮𝟬𝟮𝟲 rund 𝟮𝟬 𝗚𝗪 Photovoltaik zubaut,
entfallen allein auf 𝗕𝗮𝗱𝗲𝗻-𝗪ü𝗿𝘁𝘁𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿𝗴 𝗲𝘁𝘄𝗮 𝟮,𝟱 𝗚𝗪 neue Solarleistung.
Wie ich darauf komme?
2025 wurden in Deutschland rund 16,4 GW neu installiert.
Baden-Württemberg hatte daran einen Anteil von rund 2.060 MW –
das entspricht ziemlich genau 𝟭𝟮–1𝟯 % 𝗱𝗲𝘀 𝗚𝗲𝘀𝗮𝗺𝘁𝗺𝗮𝗿𝗸𝘁𝘀.
Hält der Südwesten diesen Anteil bei einem Bundesziel von 20 GW (Ziel laut EEG 2030 -> 215 GW Gesamtleistung in D), landet man rechnerisch bei rund 2,5 GW – nur in einem Bundesland, nur in einem Jahr.
Und jetzt wird es greifbar:
Das entspricht 𝟭.𝟴𝟬𝟬 𝗯𝗶𝘀 𝟮.𝟱𝟬𝟬 𝗙𝘂ß𝗯𝗮𝗹𝗹𝗳𝗲𝗹𝗱𝗲𝗿𝗻 voller Solarmodule.
Runtergebrochen auf Hausdächer:
Das sind 𝟭𝟰𝟬.𝟬𝟬𝟬 𝗯𝗶𝘀 𝟮𝟭𝟬.𝟬𝟬𝟬 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗔𝗻𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻 bei Privateigentümern.
Das ist keine Zukunftsvision.
Das ist der Maßstab, in dem wir heute denken müssen.
Für mich stecken darin zwei klare Erkenntnisse:
1. 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗣𝗿𝗼𝗯𝗹𝗲𝗺.
Sie ist politisch gesetzt – und sie wächst weiter.
2. Die entscheidende Frage lautet: 𝗪𝗲𝗿 𝗯𝗲𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁 𝗭𝘂𝗴𝗮𝗻𝗴 𝘇𝘂 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲?
Strukturiert. Regional. Planbar.
Viele Betriebe spüren den Markt.
Aber sie erleben ihn oft als Glückssache: gute Wochen, schlechte Wochen, schwer kalkulierbare Auslastung. Und dann noch die aktuelle Politik.
Wenn wir über reden,
reden wir deshalb nicht nur über Technik.
Wir reden über Struktur.
Darüber, wie aus „viel Nachfrage irgendwo"
𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗲𝘁𝗲 𝗔𝗻𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗿 𝗢𝗿𝘁 werden.
𝗠𝗶𝗰𝗵 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁:
Wie erlebt ihr den Markt in Baden-Württemberg gerade – als Betrieb, als Planer, als Branchenkenner?
— Holger Kienzle
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Grafik: KI