10/09/2026
Ein Bild bei Google gefunden, die Quelle dazugeschrieben – und damit darf es auf die Webseite? So einfach ist es leider nicht. ⚖️ Gerade in der Online-Redaktion werden täglich Texte, Bilder, Grafiken oder Videos veröffentlicht. Vor der Nutzung fremder Inhalte sollte deshalb geklärt sein, welche Rechte tatsächlich vorliegen.
📸 Nutzungsrechte prüfen: Dass ein Bild öffentlich im Internet zu finden ist, bedeutet nicht, dass ihr es verwenden dürft. Prüft, wer die Rechte hält und ob die Lizenz eure konkrete Nutzung abdeckt – zum Beispiel Webseite, Social Media oder kommerzielle Kommunikation.
📜 Quelle nennen reicht nicht: Eine Quellenangabe ersetzt grundsätzlich keine Nutzungserlaubnis. Für Zitate gelten eigene Voraussetzungen: Der übernommene Ausschnitt muss unter anderem einem inhaltlichen Zitatzweck dienen und darf nicht einfach nur der Illustration dienen.
🖼️ Lizenzen genau lesen: Auch Stockmaterial ist nicht automatisch für jeden Zweck freigegeben. Achtet beispielsweise auf Einschränkungen bei kommerzieller Nutzung, Bearbeitung, Weitergabe oder der Verwendung in bestimmten Medien. Auch „lizenzfrei“ bedeutet in der Regel nicht „ohne Lizenzbedingungen“.
🤖 Auch bei KI-Inhalten aufpassen: Bei generierten Bildern, Texten oder anderen Assets solltet ihr die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Tools kennen. Zusätzlich können problematische Ergebnisse entstehen, wenn etwa geschützte Marken, bekannte Figuren oder reale Personen dargestellt werden.
🗂️ Rechte dokumentieren: Haltet fest, woher ein Asset stammt, unter welcher Lizenz es erworben oder heruntergeladen wurde und welche Nutzung erlaubt ist. Das erspart später die Suche nach alten Rechnungen, Lizenztexten oder Freigaben.
Für die redaktionelle Praxis gilt deshalb: Nicht erst bei einer Abmahnung über Nutzungsrechte nachdenken. Ein sauberer Rechte- und Quellenprozess gehört genauso zur Veröffentlichung wie Korrektorat und Freigabe. 🔒