Sattler & Partner AG

Sattler & Partner AG Wir lösen M&A-Themen in Tech-Unternehmen mit Empathie seit 1983

Die Umfrage hat mich aufhorchen lassen: die aktuellen Zahlen, die das ifo Institute – Leibniz Institute for Economic Res...
15/01/2024

Die Umfrage hat mich aufhorchen lassen: die aktuellen Zahlen, die das ifo Institute – Leibniz Institute for Economic Research für die Stiftung Familienunternehmen und Politik Familienunternehmen erhoben hat, zeigen, dass

✔ 43 % der befragten Familienunternehmen eine Unternehmens- oder Anteilsübertragung in den nächsten drei Jahren planen.

Soweit so gut..aber

❌ 42% der befragten Unternehmen noch keinen potenziellen Nachfolger aus der Familie für die Geschäftsleitung gefunden haben… oder anders ausgedrückt: nur 1 % ( ❗ ) der Übergabewilligen hat einen Unternehmensnachfolger gefunden.

❌ Die Problematik erstreckt sich auch auf die Besetzung von Aufsichtsräten. Hier schaffen es lediglich 25 % der Unternehmen, das Gremium mit qualifizierten Familienmitgliedern nachzubesetzen.

🤔 Was zeigen diese wenigen Zahlen?

Wir erleben ein „Ausaltern“ und Ausscheiden der Babyboomer-Jahrgänge aus dem Wirtschaftsleben. Diese Generation hat nicht nur viele Unternehmen gegründet und ausgebaut und Führungspositionen besetzt, sondern auch ein umfassendes Wissen und Erfahrungsschatz in verschiedensten Bereichen aufgebaut.

Dem massiven Austritt aus dem Arbeitsmarkt und Unternehmertum stehen nun in Anzahl deutlich weniger potentielle Nachfolger entgegen.

Angesichts dieser herausfordernden Entwicklungen sehe ich in der Unterstützung des Nachfolgeprozesses durch professionelle M&A-Berater für Familienunternehmen ein entscheidendes Instrument, um den Generationswechsel oder Unternehmensverkauf erfolgreich zu gestalten.

Eine strategische Herangehensweise an die Unternehmensübergabe ist vor dem gezeigten Hintergrund ein Muss, um eine langfristige Sicherung der Unternehmensnachfolge und -entwicklung zu gewährleisten.

Spenden statt schenken - auch in diesem Jahr haben wir ein regionales Projekt mit einer Spende unterstützt: den Kindersc...
19/12/2023

Spenden statt schenken - auch in diesem Jahr haben wir ein regionales Projekt mit einer Spende unterstützt: den Kinderschutzbund Schorndorf/Waiblingen.

Der Kinderschutzbund bietet vielfältige Angebote für Kinder und Familien, angefangen bei der Unterstützung von frischgebackenen Eltern mit praktischer Hilfe im Alltag, über die Vermittlung von Babysittern und Wunschgrosseltern bis hin zu Ferienprogrammen und finanzieller Unterstützung von Familien.

Mit Blick auf die bewegten Zeiten, die wir durchleben, ist es nicht verwunderlich aber traurig, dass die Nachfrage nach den Angeboten des Kinderschutzbundes stetig zunimmt.

Wir freuen uns, dass sich unsere Mitarbeiterin, Stephanie Grossmann - auch über Weihnachten hinweg - ehrenamtlich beim Kinderschutzbund einbringt.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 🎄

Foto v.l.n.r.: Lucie Zmijanjac, Nora Paul

Heute mal ein Dauerbrenner 🚀☝ Unterschiede zwischen Unternehmensmaklern und M&A-BeraternJetzt ist der da, der Zeitpunkt ...
01/08/2023

Heute mal ein Dauerbrenner 🚀

☝ Unterschiede zwischen Unternehmensmaklern und M&A-Beratern

Jetzt ist der da, der Zeitpunkt an dem Sie sich entschlossen haben, ihr Unternehmen in andere Hände zu geben! und jetzt?.....beauftragen Sie einen Unternehmensmakler oder doch besser einen M&A-Berater 🤔

Es gibt deutliche Unterschiede zwischen Unternehmensmaklern und M&A-Beratern. Lassen Sie uns diese näher beleuchten:

📣 Unternehmensmakler bringen in der Regel Käufer und Verkäufer zusammen, 𝐨𝐡𝐧𝐞 umfangreiche Beratungsleistungen anzubieten. Sie werden oft aus Kostengründen bei Verkäufen kleinerer Unternehmen beauftragt.

Allerdings bietet dieses Verfahren nur begrenzte Unterstützung an. Eine umfassende Beratung, insbesondere bei der Due Diligence oder den Verkaufsverhandlungen, ist in der Regel nicht zu erwarten.

Die Rolle des Maklers beschränkt sich oft darauf, Kontakte zu vermitteln und potenzielle Käufer über einen breiten und undifferenzierten Verteiler zu erreichen, z. B. mittels eines Newsletters oder einer öffentlich zugänglichen Datenbank mit den Verkaufsobjekten.

🤝 M&A-Berater hingegen bieten 𝐮𝐦𝐟𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐁𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐧𝐠𝐬𝐥𝐞𝐢𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 und arbeiten ausschließlich für eine Seite - entweder den Käufer oder den Verkäufer.
Typischerweise wird zwischen dem M&A-Berater und dem Verkäufer eine Mandatsvereinbarung geschlossen, in der die Aufgaben und der Umfang der Beratungsleistungen genau festgelegt werden. Die typischen Leistungen des M&A-Beraters umfassen:
✅ Analyse und Vorbereitung des Unternehmens auf den Verkauf
✅Ermittlung einer Kaufpreisbandbreite (Unternehmensbewertung)
✅Erstellung einer professionellen Vermarktungsstrategie sowie von Unterlagen wie einem Informationsmemorandum
✅Umfangreiche Marktrecherche zur Identifizierung potenzieller Käufer
✅Anonyme Ansprache einer klar definierten Anzahl möglicher Kaufinteressenten
✅Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Due Diligence
✅Beratung beim Abschluss einer Absichtserklärung (z.B. LOI - Letter of Intent) und den Vertragsverhandlungen bis zum Closing.

Der Unterschied zwischen Unternehmensmaklern und M&A-Beratern liegt somit in ihrem Grad der Unterstützung und Beratung im Verkaufsprozess.

😊 M&A-Berater bieten umfassende Fachexpertise und maßgeschneiderte Beratung, um den bestmöglichen Wert und eine erfolgreiche Transaktion für ihre Kunden zu erzielen.

Working Capital - (k)eine Spielwiese zur Kaufpreisgestaltung?Bei der Kaufpreisüberleitung vom Entity Value zum Equity Va...
25/07/2023

Working Capital - (k)eine Spielwiese zur Kaufpreisgestaltung?

Bei der Kaufpreisüberleitung vom Entity Value zum Equity Value werden nicht nur die finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden sowie Barmittel und barmittelähnliche Positionen berücksichtigt - der ein oder andere Käufer trumpft mit einem "Anpassungsbetrag (Net) Working Capital" ☝ in der Überleitung auf.

❓ Was genau verbirgt sich hinter dieser Position und was bezweckt ein Käufer damit 🤔

1️⃣ Definition Working Capital: Bei der Ermittlung des Working Capitals werden die aktiven und passiven Bilanzpositionen des Umlaufvermögens berücksichtigt, die im Prozess der Umsatzgenerierung gebunden sind.

👉 Folgende Bilanzpositionen werden standardmäßig mit einbezogen (Positionen erweiterbar, werden idR zwischen den Parteien verhandelt):

➕ Vorräte, unfertige & fertige Erzeugnisse, Forderungen aus L*L, geleistete Anzahlungen

➖ Verbindlichkeiten aus L*L, Kundenanzahlungen

Je nach Ausgestaltung der Bilanz, kann die Zahl positiv oder negativ, groß oder klein sein.

2️⃣ Was aber bezweckt ein Käufer mit dieser Position?

Die Working Capital Anpassung soll verhindern, dass der Verkäufer vor Abschluss der Transaktion das Working Capital zu seinen Gunsten - sprich kaufpreiserhöhend - steuert und den Käufer damit nach Übernahme des Unternehmens schlechterstellt.

Dies könnte z. B. durch eine Verkürzung der Zahlungsfristen für die Debitoren und Verlängerung der Zahlungsfristen für die Kreditoren erfolgen. Oder durch einen Abverkauf des Umlaufvermögens (Lagerbestände). Beides generiert eine höhere Kassenposition, die sich der Verkäufer im Zuge der Kaufpreisüberleitung werterhöhend zurechnen lassen kann.

Zur Einschätzung des aktuell vorhandenen Working Capitals wird ein Referenzwert für ein durchschnittliches Working Capital des betreffenden Unternehmens hergeleitet (häufig Auswertung der letzten 24 - 36 Monate, zur Berücksichtigung von evtl. Saisonalität). Dazu wird ggf. noch ein Schwankungskorridor verhandelt, in dem noch keine Kaufpreisanpassung erfolgt.

Liegt das Working Capital zum Verkaufsstichtag unter dem Referenzwert und Korridor, wird ein Kaufpreisabzug 🔽 vorgenommen.

Liegt das Working Capital zum Verkaufsstichtag über dem Referenzwert und Korridor, wir eine Kaufpreiserhöhung 🔼 vorgenommen.

👉 Fazit: Die Regelung hat für beide Seiten Vorteile:

Der Verkäufer kann sich sicher sein, dass Änderungen im Umlaufvermögen zu Lasten der Liquidität im Kaufpreis berücksichtigt werden. Der Käufer hat die Sicherheit, dass das von ihm übernommene Unternehmen adäquat mit Working Capital ausgestattet ist und er einen fairen Kaufpreis zahlt.

❓ Entity Value vs. Equity Value - was ist denn nun der Kaufpreis?Bekommen Sie ein Angebot eines Käufers für die Anteile ...
18/07/2023

❓ Entity Value vs. Equity Value - was ist denn nun der Kaufpreis?

Bekommen Sie ein Angebot eines Käufers für die Anteile Ihres Unternehmens, finden Sie in der Regel unter der Rubrik "Kaufpreis" den "Entity Value" (auf einer cash-and-debt-free Basis) und / oder den "Equity Value".

Im besten Fall enthält das Angebot beide Werte, inklusive einer Überleitung vom einen Wert zum anderen.

Der Unterschied zwischen dem "Entity Value" und dem "Equity Value" liegt in den finanziellen Aspekten, die bei der Unternehmensbewertung berücksichtigt werden.

🦅 Der "Entity Value" (auch bekannt als "Unternehmenswert" oder "Gesamtwert") ist der Wert des gesamten Unternehmens, einschließlich aller Vermögenswerte (u. a. Bargeld) und finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden. Darauf weist der Zusatz "auf einer cash-and-debt-free-Basis" hin. Er spiegelt den Wert des gesamten operativen Geschäfts wider und berücksichtigt sowohl das Eigenkapital als auch das Fremdkapital.

Da Unternehmensverkäufer in der Praxis vor einem Unternehmensverkauf nicht alle Barmittel ausschütten (können) und alle Schulden zurückführen, werden diese Positionen bei der Kaufpreisfindung durch die Käufer "eingepreist".

🐸 Diese ermitteln dann den "Equity Value" (auch bekannt als "Eigenkapitalwert"). Dieser bezieht sich ausschließlich auf den Wert des Eigenkapitals eines Unternehmens.
Der Equity Value wird berechnet, indem der Entity Value um den Wert der Verbindlichkeiten und Schulden reduziert und den Wert der vorhandenen Barmittel und barmittelähnlichen Positionen zum festgelegten Stichtag erhöht wird.
Der Equity Value stellt den Anteil des Unternehmenswertes dar, der den Gesellschaftern gehört.

Der Equity Value entspricht dann auch dem Kaufpreis, der an die Gesellschafter fließt.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Entity Value 🦅 und der Equity Value 🐸 unterschiedliche Perspektiven auf den Wert eines Unternehmens bieten. Während der Entity Value den Gesamtwert des Unternehmens repräsentiert und auch die Interessen der Fremdkapitalgeber berücksichtigt, konzentriert sich der Equity Value ausschließlich auf den Wert, der den Eigenkapitalinhabern zusteht.

Ich freue mich sehr, dass wir für Hausconsult ein "passendes Zuhause" gefunden haben und die Nachfolge für Frau Schaible...
11/07/2023

Ich freue mich sehr, dass wir für Hausconsult ein "passendes Zuhause" gefunden haben und die Nachfolge für Frau Schaible gesichert ist.

Im Rahmen einer qualifizierten Unternehmensnachfolgeregelung hat die TCON Ingenieurgesellschaft mbH mit Sitz in Sindelfingen, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Konzmann Gruppe, die Hausconsult GmbH übernommen.

Seit Mitte März tritt das 11 Mitarbeiter*innen umfassende Planungsbüro aus Simmersfeld, aus dem Landkreis Calw in Baden-Württemberg, als hundertprozentige Tochtergesellschaft der TCON am Markt auf.

Durch den Anteilsverkauf an TCON wird die positive Entwicklung der Hausconsult der letzten Jahre weiterhin sichergestellt. Es bestehen wesentliche Synergieeffekte beider Unternehmen, wodurch zukunftsweisende Technologien effizienter geplant und etabliert werden können – wie zum Beispiel die BIM-Technologie. Mit dem Zusammenschluss beider Unternehmen wird die komplette Dienstleistungsbreite der Technischen Gebäudeausrüstung abgedeckt, das technologisches und planerisches Leistungsspektrum erweitert sowie die gemeinsamen Kapazitäten über die Region Stuttgart hinaus gesteigert.

Seit dem Zusammenschluss fungiert seitens TCON Frank Mutschler neben Margit Schaible als Geschäftsführer der Hausconsult.

„Es freut uns, dass wir zusammen mit der TCON nun ein Teil der Konzmann Gruppe sind“, erklärt Margit Schaible. „Mit der Konzmann Gruppe haben wir einen perfekten Verbündeten für die Zukunft der Hausconsult gefunden.“

Das Team der Sattler & Partner AG rund um Lucie Zmijanjac hat die Gesellschafterin der Hausconsult GmbH exklusiv in allen Phasen der Transaktion begleitet und beraten.

Über Einzelheiten des Verkaufs wurde Stillschweigen vereinbart.

Über Sattler & Partner AG

Die Sattler & Partner AG, gegründet 1983, ist eine international tätige Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Mergers & Acquisitions, Corporate Finance und Management Consulting. Besonderer Fokus liegt auf mittelständischen Unternehmen mit technischer Ausrichtung. Die Beratungsleistungen umfassen alle Phasen einer Unternehmenstransaktion, beginnend mit der Festlegung strategischer und wirtschaftlicher Ziele, Unternehmensbewertung, Begleitung und Beratung des Transaktionsprozesses bis hin zum Vertragsabschluss und darüber hinaus.

LoI - Lo...was? ... Der Letter of IntentWährend einer M&A-Transaktion begegnen Ihnen immer wieder Abkürzungen. Damit Sie...
04/07/2023

LoI - Lo...was? ... Der Letter of Intent

Während einer M&A-Transaktion begegnen Ihnen immer wieder Abkürzungen. Damit Sie von Anfang an mitreden können, heute eine kurze Erläuterung zum Letter of Intent (LoI)

Der LoI ist ein schriftliches Dokument, das von den beteiligten Parteien in einer M&A-Transaktion erstellt wird. Er dient dazu, die Absicht und den Rahmen für eine potenzielle Transaktion festzuhalten und ist oft eine Vorstufe zum endgültigen Unternehmenskaufvertrag.

Andere Namen für den LoI sind u. a. Memorandum of Understanding (MOU) oder Term Sheet, je nachdem, welche Begriffe in der jeweiligen Transaktion verwendet werden.

Der Letter of Intent enthält typischerweise folgende Informationen:

❗ Absichtserklärung: Der LoI erklärt die Absicht beider Parteien, eine Transaktion durchzuführen und das Unternehmen zu verkaufen bzw. zu erwerben. Es wird deutlich gemacht, dass der LoI rechtlich nicht bindend ist, aber dennoch die Basis für weitere Verhandlungen bildet.

💰 Kaufpreis und Zahlungsbedingungen: Der LoI kann den vorgeschlagenen Kaufpreis für das Unternehmen oder einen Bereich für die Verhandlungen festlegen. Es können auch Informationen zu den Zahlungsbedingungen, wie etwa die Art der Zahlung (Bargeld, Aktien, Schuldenübernahme), festgehalten werden.

🔎 Due Diligence: Der LoI kann die Bedingungen für die Durchführung einer Due Diligence festlegen, einschließlich der Art und des Umfangs der erforderlichen Informationen, die von der verkaufenden Partei zur Verfügung gestellt werden müssen.

☝ Exklusivitätsvereinbarung: Der LoI kann eine Exklusivitätsvereinbarung beinhalten, die besagt, dass der Verkäufer für einen bestimmten Zeitraum keine Verhandlungen oder Transaktionen mit anderen potenziellen Käufern führen wird.

🤐 Vertraulichkeit: Der LoI kann die Vertraulichkeit der Transaktion und der darin enthaltenen Informationen gewährleisten, um sicherzustellen, dass sensible Daten und Geschäftsgeheimnisse geschützt bleiben.

⏳ Zeitplan: Der LoI kann einen Zeitplan für den Abschluss der Transaktion und wichtige Meilensteine ​​festlegen, wie zum Beispiel den Zeitpunkt für den endgültigen Vertragsabschluss.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Letter of Intent rechtlich nicht bindend ist, es sei denn, bestimmte Klauseln oder Vereinbarungen darin sind ausdrücklich als bindend definiert. Er dient in erster Linie dazu, den Rahmen und die Absichten der Parteien festzuhalten und den Prozess der weiteren Verhandlungen zu strukturieren. Die endgültigen rechtlichen Verpflichtungen und Vereinbarungen werden im Unternehmenskaufvertrag festgelegt.

28/06/2023

📢 Deutschland ist ein Einwanderungsland und braucht dringend Fach- und aus dem Ausland für den Erhalt einer starken Wirtschaft! Der gewünschte Erfolg tritt nur ein, wenn zentrale Verwaltungsprozesse entbürokratisiert, digitalisiert und mit mehr Fachpersonal ausgestattet werden. Behörden, Botschaften und Konsulate bleiben sonst ein Nadelöhr. Zum vollständigen Statement: https://www.vdu.de/aktuelles/news/fachkraefteeinwanderungsgesetz-buerokratie-bleibt-nadeloehr/

27/06/2023

Ein Unternehmen verkauft sich nicht eben mal "nebenbei".

Die Transaktion muss sorgfältig vorbereitet und mit Bedacht und Zielstrebigkeit durchgeführt werden. Die Phasen, die dabei i. d. R. durchlaufen werden, sind (stark verkürzt dargestellt):

📝 Vorbereitung und Bewertung: Der Verkäufer definiert seine Ziele, den Zeitpunkt und den Umfang des Verkaufs. Auf Basis einer umfassenden Unternehmensanalyse wird eine Bewertung sowie ein Informationsmemorandum erstellt, das potenziellen Käufern detaillierte Informationen über das Unternehmen zur Verfügung stellt.

🛒 Sondierung und Ansprache der potenziellen Käufer: Identifizierung und Ansprache von potenziellen Käufern, die ein Interesse an der Übernahme des Unternehmens haben könnten.

🗯 Erstgespräche & Letter of Intent: Interessierte Käufer können zu einem Erstgespräch eingeladen werden. Stimmen die Chemie und die Strategie zwischen Verkäufer und Käufer überein, wird nach einem unverbindlichen Kaufpreisangebot ein Letter of Intent abgeschlossen, der die Absicht und den Rahmen für die geplante M&A-Transaktion festhält und eine Vorstufe zum Kaufvertrag darstellt.

🔎 Due Diligence: Der Käufer prüft das Unternehmen umfangreich u. a. in den Bereichen Finanzen, Recht, Operativ, Commercial, Steuern, um alle relevanten Informationen, Risiken, Chancen und finanziellen Aspekte offenzulegen. Das Hauptziel der Due Diligence besteht darin, den potenzielle Käufer mit den erforderlichen Informationen auszustatten, um eine fundierte Entscheidung über den Transaktionsabschluss zu treffen.

🔄 Verhandlung & Vertragsabschluss: Der Verkäufer und der potenzielle Käufer führen Verhandlungen über den Kaufpreis, die Struktur der Transaktion, vertragliche Bedingungen und andere relevante Aspekte. Nach einer Einigung erfolgt der Vertragsabschluss.

Eine etwas ausführlichere Erläuterung gibt es im Clip (Dauer ca. 3 Minuten)

🚤 Der Earn-out - eine performance-abhängige KaufpreiszahlungBei einer Unternehmenstransaktion kann für die Kaufpreiszahl...
20/06/2023

🚤 Der Earn-out - eine performance-abhängige Kaufpreiszahlung

Bei einer Unternehmenstransaktion kann für die Kaufpreiszahlung ein "Earn-out" vereinbart werden. Damit wird ein Teil der Kaufpreiszahlung abhängig von zukünftigen Leistungen oder Zielerreichungen des erworbenen Unternehmens gemacht.

Diese Art der "Ratenzahlung" ermöglicht es dem Käufer, das finanzielle Risiko zu mindern und teilweise auf den Verkäufer zu verlagern.

👉 Funktionsweise:
✔ Beim Abschluss der Transaktion wird ein fester Kaufpreis vereinbart, der auf bestimmten Annahmen und finanziellen Kennzahlen beruht.
✔ Zusätzlich dazu werden bestimmte Leistungsziele oder finanzielle Kennzahlen definiert, die während eines festgelegten Zeitraums erreicht werden müssen, um eine zusätzliche Zahlung an den Verkäufer auszulösen.
Diese Ziele können beispielsweise Umsatz-, Gewinn- oder Wachstumsziele sein.
✔ Wenn die definierten Ziele erreicht werden, wird der (vorher definierte) Earn-out-Betrag an den Verkäufer ausgezahlt.

Für den Käufer bietet der Earn-out die Möglichkeit, das finanzielle Risiko zu mindern, insbesondere wenn Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Leistung oder des Potenzials des erworbenen Unternehmens bestehen.

Durch die Verknüpfung des Kaufpreises mit der Zielerreichung wird das Risiko auf den Verkäufer übertragen, während der Käufer die Möglichkeit hat, den Kaufpreis entsprechend der tatsächlichen Leistung anzupassen.

❗ Es ist wichtig, dass die Vereinbarung zum Earn-out klar und präzise formuliert wird, um potenzielle Missverständnisse zu vermeiden. Die Definition der (messbaren) Ziele und die Festlegung der Bedingungen sollten sorgfältig durchdacht und verhandelt werden.

Eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen dem Käufer und dem Verkäufer während des vereinbarten Zeitraums ist ebenfalls entscheidend, um sicherzustellen, dass die Leistungsziele korrekt gemessen und beurteilt werden.

❓ Was hat eine Kiste 📦 mit dem Kaufpreis bei M&A-Transaktionen zu tun?oder der Unterschied zwischen dem "Locked Box-Mode...
14/06/2023

❓ Was hat eine Kiste 📦 mit dem Kaufpreis bei M&A-Transaktionen zu tun?

oder der Unterschied zwischen dem "Locked Box-Modell" und dem "Closing Accounts-Modell"

Es handelt sich um zwei verschiedene Ansätze zur Bestimmung des Kaufpreises in M&A-Transaktionen.

Der Unterschied zwischen den beiden liegt
1️⃣ im Zeitpunkt der finanziellen Abwicklung und
2️⃣ in der Berücksichtigung von Änderungen in der finanziellen Performance des Zielunternehmens.

📦 Beim "Locked Box-Modell" wird ein fester Kaufpreis auf Basis eines vorab festgelegten Stichtags vereinbart (häufig letzter regulärer Jahresabschluss). Zu diesem Stichtag wird ein historischer Abschluss des Zielunternehmens erstellt, der die finanzielle Situation zu diesem Zeitpunkt widerspiegelt.
Der vereinbarte Kaufpreis basiert auf diesem Abschluss, und jegliche Änderungen in der finanziellen Performance des Zielunternehmens nach diesem Stichtag wirken sich nicht mehr auf den Kaufpreis aus.
Mit anderen Worten, die Verkäufer "sperren" den Kaufpreis zu einem bestimmten Datum in eine "geschlossene Box".

📈 📉 Beim "Closing Accounts-Modell" hingegen wird der endgültige Kaufpreis basierend auf den tatsächlichen finanziellen Ergebnissen des Zielunternehmens zum Zeitpunkt des Abschlusses (Closing) der Transaktion bestimmt.
Vor dem Abschluss wird ein vorläufiger Abschluss erstellt, der als Basis für die Verhandlungen dient. Der endgültige Kaufpreis wird dann basierend auf den tatsächlichen Zahlen des Zielunternehmens zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt, normalerweise einige Monate nach dem Abschluss. Diese Zahlen werden in einer Schlussbilanz oder einem Abschlussbericht dargelegt, die von beiden Parteien überprüft und vereinbart werden.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt in der Behandlung von Änderungen der finanziellen Performance des Zielunternehmens zwischen dem vereinbarten Stichtag (im Falle des Locked Box-Modells) und dem Abschlussdatum (im Falle des Closing Accounts-Modells).
Während das Locked Box-Modell den Käufer vor möglichen Änderungen schützt, trägt der Verkäufer die Verantwortung für jegliche Veränderungen.
Im Closing Accounts-Modell hingegen spiegelt der endgültige Kaufpreis die tatsächliche finanzielle Performance wider und berücksichtigt Änderungen, die seit dem Stichtag aufgetreten sind.

Die Wahl zwischen den beiden Modellen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Transaktionsstruktur, der Verhandlungsmacht der Parteien und den finanziellen Risiken oder Chancen, die nach dem Stichtag auftreten können.

Beide Modelle haben Vor- und Nachteile, und es ist wichtig, die spezifischen Umstände der Transaktion zu berücksichtigen, um das geeignete Modell auszuwählen.

Psst...Ich weiß 'was, das Du nicht weißt… 😛oder wie man Informationsasymmetrien bei einem Unternehmensverkauf auflöstHäu...
30/05/2023

Psst...Ich weiß 'was, das Du nicht weißt… 😛

oder wie man Informationsasymmetrien bei einem Unternehmensverkauf auflöst

Häufig verfügt der Käufer eines Unternehmens nicht über die gleichen Informationen, wie der Unternehmensverkäufer. Informationsasymmetrien entstehen. Dies kann auf Käuferseite zu Unsicherheiten führen und schließlich zu einem nicht optimalen Verkaufsprozess bis hin zu einem Transaktionsabbruch.

Lösungswege:

1️⃣ Damit beide Seiten den Unternehmensverkauf vertraulich behandeln, wird in der Regel von dem Käufer und dem Verkäufer eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet. Diese stellt sicher, dass sensible Informationen nicht an Dritte weitergegeben werden. Sie trägt dazu bei, das Risiko von Informationslecks zu minimieren und die Vertraulichkeit der Informationen zu wahren.

2️⃣ Eine Möglichkeit, diese Informationsasymmetrien aufzulösen, ist die Durchführung einer umfassenden Due-Diligence-Prüfung. Dabei wird das Unternehmen von unabhängigen Experten geprüft. Im Rahmen der Due Diligence wird sichergestellt, dass alle relevanten Informationen offengelegt werden. Der Käufer bekommt ein genaues Bild von der Leistung und den Risiken des Unternehmens.

3️⃣ Eine weitere Möglichkeit, Informationsasymmetrien zu reduzieren, besteht darin, im Kaufvertrag eine Earn-out-Klausel zu vereinbaren. Dabei wird ein Teil des Kaufpreises erst zu einem späteren Zeitpunkt gezahlt, wenn bestimmte Ziele erreicht wurden. Diese Klausel gibt dem Käufer die Möglichkeit, das Unternehmen besser kennenzulernen, bevor er den vollen Kaufpreis zahlt.

4️⃣ Ein weiterer Ansatz zur Auflösung von Informationsasymmetrien ist die Nutzung von Garantien und vertraglichen Zusicherungen durch den Verkäufer im Unternehmenskaufvertrag. Hierbei gibt der Verkäufer bestimmte Garantien und Zusicherungen ab, u. a., dass der Käufer über alle relevanten Informationen verfügt und dass alle Informationen korrekt sind. Sollte eine Garantie nicht zutreffen, werden Konsequenzen und vorzunehmende Handlungen zu Gunsten des Käufers vertraglich festgelegt.

👉 Zusammenfassend ist es wichtig, Informationsasymmetrien bei einem Unternehmensverkauf aufzulösen, um sicherzustellen, dass der Verkauf fair und transparent abläuft und das Risiko von Rechtsstreitigkeiten zu minimieren. Eine Due-Diligence-Prüfung, eine Offenlegungspflicht und eine Earn-out-Klausel sind einige der Möglichkeiten, die zur Reduzierung von Informationsasymmetrien beitragen können. Indem Käufer und Verkäufer sich darauf einigen, die relevanten Informationen transparent offenzulegen, wird der Verkauf zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht.

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