17/06/2016
Jeder dritte Innovationschef der Wirtschaft verhindert Innovationen aus ANGST
TOP 3 der Innovationsverhinderer in der Diskussion: ANGST, MACHT, GLAUBEN
gestern wurde auf dem 2b AHEAD Zukunftskongress die aktuelle Auswertung unserer Langzeitstudie zum Trendklima in der deutschen Wirtschaft vorgestellt. Als TBG Kunde, sollen Sie aus erster Hand die Ergebnisse erfahren: Demnach hat sich das Trendklima in der deutschen Wirtschaft in den vergangenen sechs Monaten signifikant verbessert. In der Studie erreicht das aktuelle Trendklima einen Wert von 144; nach 127 vor einem halben Jahr. Sowohl hinsichtlich des eingesetzten Innovationsbudgets als auch bei den beschäftigten Innovationsmitarbeitern und bei der Nutzung externer Innovationsdienstleister werden in den befragten Unternehmen aktuell über 10 Prozent mehr Ressourcen für Innovation eingesetzt, als noch sechs Monate zuvor.
Doch noch interessanter sind die Aussagen der befragten Innovationsköpfe zu den Innovationsverhinderern in der deutschen Wirtschaft. 52% der Befragten halten ANGST für den stärksten Innovationsverhinderer. Die TOP3 der Innovationsverhinderer in den Unternehmen sind demnach: Angst (52%), Macht (37%), Glauben (11%) … auf den Plätzen 4-8: Politik, Bürokratie, Bildungssystem, Datenschutz und finanzielle Unsicherheit.
Angst: Mehr als ein Drittel der befragten Innovationschefs (35%) geben zu, dass sie selbst schon einmal eine Innovation aus Angst verhindert haben. Wohlgemerkt: Dies sind keine der üblichen Bedenkenträger, sondern diejenigen Führungspersonen, die das Unternehmen angestellt hat, um Innovation zu befördern.
Macht: Mehr als die Hälfte (54%) der Mitarbeiter deutscher Unternehmen befürchten einen Machtverlust durch die Umsetzung von Innovationsprojekten. Hingegen erwarten nur 40% einen Machtgewinn durch die Umsetzung von Innovationsprojekten. Und selbst unter den Vorständen erhoffen nur 41% einen Machtgewinn durch Innovationen. Nur 10% der Befragten geben an, dass in ihrem Unternehmen die Mehrheit der Innovationsideen die Hürde MACHT überwinden. Das bedeutet: In 90% der Unternehmen scheitert die Mehrheit der Innovationsideen an der Hürde MACHT!
Glauben: Starke Innovationen gehen zielgerichtet über existierende Denkmuster hinaus und brechen den Glauben an bestehende Regeln. Allerdings sind Ingenieure und Fachexperten selten in der Lage, ihren Glauben an die bisherigen Regeln ihres Bereiches infrage zu stellen. Unter den Befragten herrscht mit 80% Zustimmung eine große Einigkeit, dass Quereinsteiger innovativer sind als langjährige Experten. Soweit, so erwartbar. Doch die anschließende Frage ist: Wollen die Unternehmen akzeptieren, dass ihre Langzeitexperten dauerhaft weniger innovativ sind? Oder müsste die verantwortungsbewusste Führungsstrategie nicht lauten: ‚Mache alle Langzeitexperten zu Quereinsteigern!
Quelle: TrendINDEX / 2b AHEAD ThinkTank