Historische Häuser - Gutshäuser, Herrenhäuser und Schlösser

Historische Häuser - Gutshäuser, Herrenhäuser und Schlösser Entdecken Sie auf der Seite der Historischen Häuser die Gutshäuser, Herrenhäuser, Schlösser und Ruinen in Deutschland.
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Mit Blick auf Geschichte, Architektur, Denkmalschutz und Erhalt. Dokumentiert von Juliane Kruse | VER & DBR
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Das neobarocke Gutshaus Puchow gehört zu den wenigen Gutshäusern in Mecklenburg, deren Geschichte über viele Jahrhundert...
07/06/2026

Das neobarocke Gutshaus Puchow gehört zu den wenigen Gutshäusern in Mecklenburg, deren Geschichte über viele Jahrhunderte hinweg gut dokumentiert ist. Die Quellen zeichnen das Bild eines alten mecklenburgischen Lehngutes, das eng mit der Herrschaft Penzlin, der Familie von Maltzan und weiteren Adelsgeschlechtern der Region verbunden war. Am westlichen Rand des Gutes erhebt sich das Herrenhaus über Park und Wirtschaftsgebäuden.

Puchow wurde 1326 erstmals urkundlich erwähnt und befand sich lange Zeit im Besitz der Familie von Maltzan. 1689 gelangte Puchow an die Familie von der Lancken, die den Besitz bis 1805 hielt. Es folgten die Familien von Berg, von Voß und erneut von Maltzan. 1905 erwarb Adolf von Buengner das Rittergut und ließ Gutshof und Dorf umfassend neu gestalten.

Den Mittelpunkt der Anlage bildet das um 1910 nach Plänen von Paul Korff errichtete Gutshaus. Der zweigeschossige, dreizehnachsige Putzbau mit hohem Mansarddach ruht auf einem Feldsteinsockel und zeigt die Formensprache des Neobarock. Die symmetrische Hoffassade wird von einem fünfachsigen Mittelrisalit mit Säulenportikus, Balkon und geschwungenem Giebel geprägt. Zur Parkseite tritt ein weit vorspringender Mittelbau mit Balkon und seitlichen Arkaden hervor. Zwischen 1905 und 1914 wurden das Dorf, Gutshof und Gutshaus als zusammenhängendes Ensemble neu gestaltet und prägen das Erscheinungsbild der Anlage bis heute.

Nach 1945 wurde die Familie von Buengner enteignet. Das Herrenhaus diente zunächst als Unterkunft für Flüchtlinge und Vertriebene. In den 1960er Jahren wurde die Anlage für Freilichtaufführungen genutzt. Ab 1970 befand sich hier die Kulturakademie von Neubrandenburg, die bis 1990 bestand. Nach deren Auflösung folgte eine längere Phase des Leerstandes. 1999 ging das Gutshaus in Privatbesitz über. Trotz unterschiedlicher Nutzungsansätze blieb die historische Gesamtanlage mit Herrenhaus, Wirtschaftshof und Teilen des Parks weitgehend erhalten.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-puchow-in-mecklenburg-vorpommern/

01/06/2026

Ein Einblick in die mittlerweile abgeschlossene Restaurierung von Schloss Ludwigslust🏰

Edle Lüster, Seidentapeten, Goldverzierungen, Kamine und feinstes Parkett prägen die Räume von Schloss Ludwigslust. Vieles davon besteht jedoch nicht aus Marmor oder Stuck, sondern aus dem berühmten „Ludwigsluster Carton", einer Papiermaché-Technik des 18. Jahrhunderts, die das Schloss Ludwigslust bekannt gemacht hat. Die barocke Anlage entstand von 1772 bis 1776 im Auftrag von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin nach Plänen des Hofbaurats Johann Joachim Busch und zählt heute zu den bedeutendsten Residenzschlössern Norddeutschlands. Uber sechs Jahre wurde hier nun der Westflügel und der Goldene Saal restauriert.
Diese Aufnahmen entstanden vor über einem Jahr im Westflügel und im Goldenen Saal von Schloss Ludwigslust. Die Räume waren bereits größtenteils restauriert, doch die museale Ausstattung fehlte noch. Gerade dadurch fiel der Blick besonders auf die vielen Details der aufwendigen Arbeiten.

Wie die Räume jetzt aussehen? Das könnt ihr euch ab sofort ansehen. Der Westflügel und der Goldene Saal wurden gerade wiedereröffnet. Erstmals ist das Schloss dann in einem durchgehenden Rundgang erlebbar.

Von ruinös bis liebevoll restauriert, von Renaissance über Barock und Klassizismus bis hin zur Neogotik: Die Gutshauslan...
17/05/2026

Von ruinös bis liebevoll restauriert, von Renaissance über Barock und Klassizismus bis hin zur Neogotik: Die Gutshauslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern zeigt zur MittsommerRemise ihre ganze Vielfalt. Am 20/21. Juni öffnen über 80 Guts- und Herrenhäuser ihre Türen und ermöglichen einen Blick hinter sonst oft verschlossene Mauern. Die MittsommerRemise lädt dazu ein. Was interessiert dich mehr, prachtvoll sanierte Säle oder historische Häuser im Wandel?

Das Besondere: Du kannst nicht nur die Häuser besichtigen, sondern bei Führungen auch mehr über ihre Geschichte, Architektur und Menschen erfahren. Entdecke die stillen Ecken in den Parkanlagen. Dazu kommt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Kunst, Kultur, Musik und Kulinarik. Jedes Gutshaus hat seinen ganz eigenen Charakter und macht die MittsommerRemise zu einem besonderen Erlebnis.

Also sichere dir dein Wochenendticket, genieße die Fahrt durch die Alleen von Mecklenburg-Vorpommern und entdecke die beeindruckenden Herrenhäuser und Schlösser entlang des Weges.

➡️ https://historische-haeuser.com/mittsommerremise-2026-festival-der-gutshaeuser-mecklenburg-vorpommern/

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte der Architekt Paul Korff als einer der bedeutendsten Architekten der mecklenburgis...
10/05/2026

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte der Architekt Paul Korff als einer der bedeutendsten Architekten der mecklenburgischen Reformarchitektur die Gutshauslandschaft des Landes wie kaum ein anderer Baumeister seiner Zeit. Während vielerorts noch historistische Herrenhaus- und Schlossbauten entstanden, entwickelte er eine neue Form des ländlichen Bauens. Seine Häuser verbanden repräsentative Wirkung mit handwerklicher Präzision, klare Formen mit wohnlicher Atmosphäre.

Paul Johannes Adolf Korff wurde 1875 in Laage als Sohn eines Maurermeisters und Bauunternehmers geboren. Nach seiner Ausbildung am Technikum Neustadt-Glewe arbeitete er beim Oberhofbaurat Gotthilf Ludwig Möckel dessen handwerklich geprägte Architektur ihn nachhaltig beeinflusste. Gemeinsam mit seinem Schwager Alfred Krause gründete Korff 1899 in Rostock die Bürogemeinschaft „Krause & Korff“, später folgte das „Landbaubüro Laage“.

Korff entwarf nicht nur Gutshäuser, sondern häufig vollständige Guts- und Parkanlagen. Charakteristisch wurden hohe Walm- und Mansarddächer, klare Baukörper und zurückhaltende Fassaden. Gleichzeitig integrierte er moderne Technik wie Zentralheizungen, Eisenbetondecken oder elektrische Anlagen.

Zu seinen frühen Arbeiten zählen die Gutshäuser Stubbendorf und Badow. Es folgten zahlreiche Herrenhäuser wie Weitendorf, Groß Vielen, Wendorf, Belitz, Groß Görnow, Zarnekow, Wichmannsdorf, Büttelkow, Barz, Horst, Pötenitz, Bellin, Hasenwinkel, Lübzin, Groß Timkenberg, Moisall, Mentin, Lehnenhof, Hülseburg, Beckerwitz, Ikendorf, Klein Lukow, Vollrathsruhe, Plathe, Speck, Schönhof, Teschow & Rothspalk

Auch nach dem Ersten Weltkrieg blieb Korff tätig, unter anderem am Wiederaufbau von Schloss Vollrathsruhe. Seine späteren Arbeiten wurden sachlicher, ohne die Verbindung zur regionalen Bautradition aufzugeben. Am 2. Mai 1945 nahmen sich Paul Korff und seine zweite Ehefrau Ilse Kühn in Laage das Leben. Trotz des Verlustes großer Teile seines Archivs gehören seine Gutshäuser und Herrenhäuser bis heute mit zu den prägenden Bauwerken Mecklenburg-Vorpommerns.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/architekt-paul-johannes-adolf-korff-1875-1945/

Das Fasanenschlösschen liegt in Moritzburg an einigen Teichen und gehört zum des Schloss Moritzburg. Der in Rokokoformen...
03/05/2026

Das Fasanenschlösschen liegt in Moritzburg an einigen Teichen und gehört zum des Schloss Moritzburg. Der in Rokokoformen ausgeführte Bau zeigt zugleich eine Ausprägung in chinoisen Formen. Von Sandsteinfiguren begleitete Wege führen auf das Gebäude zu, während eine Wasserachse die Anlage gliedert und in die umgebende Landschaft überleitet. In unmittelbarer Nähe befinden sich der im 18. Jahrhundert errichtete Leuchtturm mit Hafen, Mole und künstlichen Inseln.

Die Anlage entstand im frühen 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Fasanerie durch Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen. Nach den Zerstörungen des Siebenjährigen Krieges erfolgte ab 1769 unter Kurfürst Friedrich August III. eine Neuordnung. Die Fasanerie wurde an Camillo Graf Marcolini verpachtet, der den Ausbau des Ensembles veranlasste. In diesem Zusammenhang entstand über einem älteren Fasanenhaus das heutige Schlösschen nach Entwürfen der Hofarchitekten Johann Daniel Schade und Johann Gottlieb Hauptmann.

Das Gebäude geht auf einen eingeschossigen Pavillon zurück, der in den Jahren 1738 und 1739 errichtet und später aufgestockt wurde. Der heutige Baukörper ist zweigeschossig und von annähernd quadratischer Grundform. Seine architektonische Gestalt verbindet Rokokoformen mit barocken Elementen und wird durch chinoise Motive geprägt. Die Fassaden sind zurückhaltend gegliedert und auf die Einbindung in den Landschaftsraum ausgerichtet. Außentreppen an der Süd- und Ostseite führen auf das erhöhte Erdgeschoss und stellen die Verbindung zur Wasserachse und den Gartenpartien her. Das Dach schließt den Baukörper kompakt ab. Im Inneren ist eine dichte Folge höfischer Wohnräume ausgebildet, darunter mehrere Kabinette, ein Schlafzimmer sowie ein Speisesaal im Obergeschoss. Die Ausstattung wird durch Wandbespannungen aus Federn, Stroh, Perlen und Stickereien bestimmt.

Bis 1945 blieb die Anlage im Besitz des Hauses Wettin und ging nach der Enteignung in staatliches Eigentum über. Erst war hier die ornithologische Außenstelle des Tierkundemuseums. Heute befindet es sich im Eigentum des Freistaates und ist im Rahmen von Führungen zugänglich.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/fasanenschloesschen-moritzburg-in-sachsen/

Der InstaWalk „GutshausMomente“ endet heute, doch die gesammelten Eindrücke und die Gemeinschaft werden bleiben. Gemeins...
26/04/2026

Der InstaWalk „GutshausMomente“ endet heute, doch die gesammelten Eindrücke und die Gemeinschaft werden bleiben. Gemeinsame Fahrten durch die Allen, Gespräche in den Sälen und Blicke über die Gutsanlagen. Jeder Ort mit eigener Geschichte, eigener Stimmung, eigenen Spuren der Zeit. Was in diesen Tagen entstanden ist, sind nicht nur Bilder, sondern Verbindungen zu Häusern und Landschaften, die man nicht einfach wieder vergisst. Dazu kam eine besondere Gruppe, ein offenes, aufmerksames Miteinander und viele gute Gespräche, die diese Tage auf schöne Weise getragen haben.

Vieles von dem, was diesen InstaWalk so besonders gemacht hat, findet sich auch bei der MittsommerRemise wieder: das gemeinsame Entdecken, das bewusste Unterwegssein und die Freude daran, historische Häuser nicht allein, sondern miteinander zu erleben. Genau hier setzen auch die Bustouren an. Sie nehmen die Organisation ab und verbinden mehrere Häuser zu einer stimmigen Route. Außerdem gibt es dieses Jahr zwei exklusive, geführte Bustouren mit Reiseleitung ab Neustrelitz. In einer kleiner Gruppe führt sie durch die Gutslandschaft der Seenplatte und verbindet bewusst ausgewählte, teils weniger bekannte Orte miteinander. Stationen sind unter anderem die restaurierte Kapelle Klein Vielen, das Gut Marihn mit Hofladen und Café sowie das sich im Aufbau befindliche Gutshaus Sülten Hof. Über Chemnitz geht es weiter zum Gutshaus Gevezin. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 Personen begrenzt.

Ergänzt wird das Programm erstmals durch Fahrradtouren und einer Wanderroute.

Alle Touren und Details:https://www.baltic-manors.eu/de/busse-und-touren.html

Das Gutshaus Bassendorf liegt südöstlich von Tribsees im vorpommerschen Hinterland, in unmittelbarer Nähe der Trebel. We...
19/04/2026

Das Gutshaus Bassendorf liegt südöstlich von Tribsees im vorpommerschen Hinterland, in unmittelbarer Nähe der Trebel. Wer den Ort erreichen will, fährt über eine lange Kastanienallee, die von Fäsekow nach Bassendorf führt. Ein etwa ein Hektar großer Gutspark mit einer Lindenallee ist noch vorhanden.

Die Anfänge des Ortes reichen in das 13. Jahrhundert zurück. Im Zusammenhang mit den Nehringer Gütern gehörte Bassendorf zunächst zum Besitz der Familie Buggenhagen. Noch vor 1631 wurden Teile dieses Besitzkomplexes veräußert. Seit dem Mittelalter befand sich Bassendorf als Rittergut im Besitz der Familie von Behr. Der Einschnitt erfolgte im Dreißigjährigen Krieg, als Vorpommern unter schwedische Herrschaft kam. Jürgen von Behr wurde 1637 enteignet und Bassendorf gelangte zusammen mit weiteren Gütern an den schwedischen Freiherrn und Generalmajor Hans Wachtmeister zu Björkö. Mit diesem Übergang begann die jahrhundertelange Zugehörigkeit des Guts zur Familie von Wachtmeister, die bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 Bestand hatte.

Das Gutshaus entstand um 1780 als eingeschossiger, neunachsiger, verputzter Fachwerkbau auf Feldsteinfundament mit gestuftem Mansarddach. Der leicht vortretende dreiachsige Mittelteil mit Zwerchhaus, Schweifgiebel und Lünettenfenster prägt die Ansicht. Der ebenerdige Eingang ist von Pilastern gerahmt und mit einer Dreiecksgiebel versehen. Zur Parkseite wird der Bau durch einen zweiachsigen Mittelrisalit mit Schweifgiebel und seitlichen Fledermausgauben gegliedert. Trotz späterer Veränderungen blieb der barocke Gesamteindruck erhalten. Das Haus ist in einer Gutsanlage mit befestigtem Hof, Rondell, Kastanienallee, Nebengebäuden des 19. Jahrhunderts und Resten des Parks eingebunden.

Nach 1945 wurde das Gutshaus enteignet und zu Wohnzwecken umgenutzt. Mehrere Wohnungen sowie eine Verkaufsstelle befanden sich im Gebäude. Bauliche Veränderungen begleiteten diese Nutzung. Nach einer Phase des fortschreitenden Verfalls wurde das Haus 2017 privatisiert und anschließend saniert. Heute dient es wieder als Wohnhaus, während Teile der Gutsstruktur weiterhin ablesbar sind.

Weitere Informationen zum Gutshaus Bassendorf: https://historische-haeuser.com/gutshaus-bassendorf-in-mecklenburg-vorpommern/

Das im Stil der norddeutschen Renaissance erbaute Schloss Meyenburg steht in der Prignitz im Nordwesten Brandenburgs. Di...
12/04/2026

Das im Stil der norddeutschen Renaissance erbaute Schloss Meyenburg steht in der Prignitz im Nordwesten Brandenburgs. Die Nähe zu Mecklenburg, die alte Burgsituation und die enge Verbindung von Schloss, Stadt und Befestigung war etwas Besonderes. Zugleich gehört Meyenburg zu jenen seltenen Adelssitzen der Prignitz, da es über 600 Jahre im Besitz der Familie von Rohr war.

Die Entwicklung Meyenburgs reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Nach wechselnden Herrschaften gelangte der Ort noch vor 1364 als Lehen an die Familie von Rohr. Um 1413 wurden Teile des Schlosses innerhalb der Familie veräußert, sodass zwei getrennte Besitzbereiche entstanden. Erst 1818 wurden beide Anteile wieder vereint. Bis 1914 blieb Meyenburg im Eigentum der Familie von Rohr und ging danach durch Erbfolge an die Familie von Harrach über.

Die heutige Gestalt des Herrenhauses geht auf eine lange Baugeschichte zurück. Ausgangspunkt war eine mittelalterliche Burg, die in die Stadtbefestigung einbezogen und durch einen von der Stepenitz gespeisten Wassergraben gesichert war. Erhalten blieben Mauerreste und einzelne Wehrelemente. Nach der Teilung des Besitzes entstanden im 16. Jahrhundert zwei getrennte Renaissancebauten, die bis in das 19. Jahrhundert bestanden. Die entscheidende Umgestaltung erfolgte 1865 und 1866 nach Entwürfen Friedrich Adlers. Beide Baukörper wurden durch einen mittleren Verbindungsbau zusammengeführt, in dem zugleich der neue Haupteingang mit dreiachsigem Mittelrisalit und Altan entstand. Das Herrenhaus zeigt Backsteinmauerwerk, sechs geschwungene Schaugiebel und eine reiche Fassadengliederung. Ältere Bauteile wie Abschnitte der Stadtmauer und mehrere Wehrtürme blieben einbezogen. So entstand ein langgestreckter, mehrflügeliger Bau, der sich nach Norden zum Park öffnet.

Nach 1945 wurde das Schloss enteignet und zunächst zur Unterbringung von Flüchtlingen und Vertriebenen genutzt. Später folgten Kinderkrippe, Schule und Internat. Nach 1990 begann schrittweise die Sanierung. Heute befindet sich das Herrenhaus in öffentlicher Nutzung und beherbergt unter anderem eine Bibliothek und ein Modemuseum.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/herrenhaus-schloss-meyenburg-in-brandenburg/

Ich wünsche euch allen ein paar ruhige und schöne Ostertage.Heute bleibt es hier einmal etwas stiller. Statt eines neuen...
05/04/2026

Ich wünsche euch allen ein paar ruhige und schöne Ostertage.

Heute bleibt es hier einmal etwas stiller. Statt eines neuen Beitrags nehme ich mir Zeit für meine Bücher und für die Familie. Gestern ist außerdem ein neuer Newsletter erschienen, in dem ich wieder Einblicke in aktuelle Projekte und ausgewählte historische Häuser teile. Wenn du ihn noch nicht erhältst, kannst du ihn gerne über meine Website abonnieren: https://historische-haeuser.com/newsletter/

Parallel dazu laufen bereits die Vorbereitungen für die diesjährige MittsommerRemise und für den InstaWalk vom 24. bis 26. April. Die Route führt in diesem Jahr durch Schloss Rattey, Schloss Neetzow, Gutshaus Rossin, Schloss Gültz, Schloss Schmarsow und die Gutsanlage Schloss Broock.

Auf meinem Lesetisch liegen derzeit einige Bücher der Architekturhistorikerin Prof. Dr.-Ing. Sabine Bock, unter anderem aus ihrer Reihe Herrenhäuser | Manor Houses. Entwicklung eines Bautyps im Ostseeraum sowie zu den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Ihre Veröffentlichungen kann ich sehr empfehlen.

Wie verbringt ihr die Ostertage? Im Kreis der Familie oder eher unterwegs? Und was liegt auf eurem Lesetisch?

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Das Gutshaus Berendshagen liegt wenige Kilometer südwestlich von Satow in der leicht bewegten Landschaft des westlichen ...
29/03/2026

Das Gutshaus Berendshagen liegt wenige Kilometer südwestlich von Satow in der leicht bewegten Landschaft des westlichen Mecklenburgs. Noch heute erinnern Wasserläufe und der Park daran, dass sich hier einst eine Wasserburg befand, deren Reste unter dem späteren Gutshaus vermutet werden.

Berendshagen ist seit etwa 1320 kirchlich belegt und erscheint im 15. Jahrhundert als altes Gut der Familie von Bibow. 1618 ging der Besitz an Barthold von der Lühe auf Panzow über, 1697 an Kord von Bülow, 1720 an den Landrat Kord von Hobe und 1765 an den Rostocker Senator Prehn. Danach folgten E. A. de Cheusses, Friedrich Wilhelm von Hartwig, Johann Christoph von Plüskow, die Gebrüder Pluns und Johann Joachim Brackenwagen. 1814 kam Berendshagen an Conrad Baron von Stenglin, 1844 an Heinrich Johann Ludwig Martin Hillmann. Die Familie Hillmann blieb bis zur Enteignung im Herbst 1945 Eigentümerin des Gutes.

Das Gutshaus entstand um 1825 als klassizistischer Putzbau. In seinem heutigen Erscheinungsbild zeigt es sich als langgestrecktes, zweigeschossiges Herrenhaus von neun Achsen unter einem Krüppelwalmdach. Die Hoffassade wird durch einen mittig vorspringenden, dreiachsigen Risalit gegliedert, der die Mitte des Hauses betont. Erhalten blieb die klare Ordnung der Front mit ihrer Gliederung in Erdgeschoss und Obergeschoss. Der Mittelteil der Hoffassade, einst mit Vorhalle, Balkon und Giebelschmuck reicher ausgebildet, ist heute auf seine bauliche Grundform reduziert. Dennoch bestimmen der langgestreckte Baukörper, die Achsigkeit, das Dach und der leicht hervortretende Mittelbau weiterhin das äußere Bild.

Vor dem Gutshaus liegt ein Rondell mit zweiseitiger Zufahrt. Zum Gut gehörten außerdem Wirtschaftsgebäude, die bis in die 1940er Jahre ergänzt und erneuert wurden. Teile des Parks und das historische Umfeld der ehemaligen Gutsanlage sind bis heute erhalten. Das Gutshaus befindet sich in privatem Eigentum und ist in mehrere Wohnungen unterteilt.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-berendshagen-in-mecklenburg-vorpommern/

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