Historische Häuser - Gutshäuser, Herrenhäuser und Schlösser

Historische Häuser - Gutshäuser, Herrenhäuser und Schlösser Entdecken Sie auf der Seite der Historischen Häuser die Gutshäuser, Herrenhäuser, Schlösser und Ruinen in Deutschland.
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Mit Blick auf Geschichte, Architektur, Denkmalschutz und Erhalt. Dokumentiert von Juliane Kruse | VER & DBR
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Südöstlich von Bad Doberan steht das Gutshaus Konow in der Nähe der alten Klosterteiche im Hütter Wold. Zwischen Feldern...
09/08/2026

Südöstlich von Bad Doberan steht das Gutshaus Konow in der Nähe der alten Klosterteiche im Hütter Wold. Zwischen Feldern und Wiesen erhebt sich das ehemalige Domanialgut, dessen Gutshaus bis heute den Mittelpunkt der historischen Anlage bildet.

Konow gehörte über Jahrhunderte zum landesherrlichen Besitz Mecklenburgs. Nach einer zwischenzeitlichen Verlehnung an die Familie von Azekow im Jahr 1383 kehrte der Ort später in die landesherrliche Verwaltung zurück und wurde zunächst dem Amt Schwaan, später dem Amt Doberan zugeordnet. Als Domäne wurde Konow verpachtet. Zu den überlieferten Pächtern gehörten seit dem späten 18. Jahrhundert Amtmann Hagemann, Johann Friedrich Berkholz, Carl Günther und die Familie Röper. Von 1905 an folgten Heinz Grupe und ab 1921 Heino Grupe. Ende des 19. Jahrhunderts umfasste die Domäne rund 388 Hektar.

Das Gutshaus entstand als Wohn- und Verwaltungssitz der jeweiligen Domänenpächter. Der eingeschossige Backsteinbau mit elf Fensterachsen steht auf einem Feldsteinfundament und ist mit gelben Ziegelbändern gegliedert. Die Mittelachse wird durch einen zweigeschossigen, dreiachsigen Mittelrisalit hervorgehoben, dessen Spitzgiebel einen Konsolenfries trägt. Kleine Türmchen an den seitlichen Pilastern prägen die Silhouette. Vor dem Eingang befindet sich eine hölzerne Veranda mit Flachdach und Zahnblockfries. Das teilweise unterkellerte Gebäude besitzt gewölbte Kellerräume, sprossengeteilte Fenster und ein Krüppelwalmdach mit vier Schleppgauben.

Mit der Bodenreform von 1945 endete die Nutzung als landesherrliche Domäne. Rund 250 Hektar wurden aufgesiedelt und in etwa dreißig Neubauernwirtschaften aufgeteilt. Das Gutshaus diente anschließend mehreren Familien als Wohnraum und blieb auch in den folgenden Jahrzehnten ein Wohngebäude. Zum Gutshof gehörten Stallungen und weitere Wirtschaftsgebäude. Erhalten sind einzelne Nebengebäude, ein kleiner Rest des Parks, Gräben und ein Teich. Der Wirtschaftshof selbst wurde weitgehend beräumt.Das Gutshaus wird heute privat bewohnt.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-konow-in-mecklenburg-vorpommern/

Das Gutshaus Klein Kubbelkow liegt im Herzen der Insel Rügen. Das heute erhaltene Herrenhaus steht in einem rund vier He...
02/08/2026

Das Gutshaus Klein Kubbelkow liegt im Herzen der Insel Rügen. Das heute erhaltene Herrenhaus steht in einem rund vier Hektar großen Gutspark, dessen ältere Gestaltung auf einen barocken Park zurückgeht und der im 19. Jahrhundert zu einem Landschaftspark erweitert wurde.

Die Geschichte Klein Kubbelkows reicht bis in das Mittelalter zurück. Erstmals wurde der Ort 1314 im Hebungsregister als „Cublicowe“ erwähnt, 1318 folgte die Schreibweise „Cubelkow“. Eine Trennung in Groß und Klein Kubbelkow bestand damals noch nicht und entwickelte sich erst im Verlauf des 14. Jahrhunderts. Nach den frühen Besitzern aus der Familie von Poretz gelangten weite Teile des Ortes an das Klosterhospital St. Jürgen vor Rambin. Seit 1434 befand sich Klein Kubbelkow im Besitz der Familie von Barnekow, die das Gut bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 über mehr als fünf Jahrhunderte hielt.

Das heutige Herrenhaus entstand 1908 nach Plänen des Rostocker Architekten Friedrich Wagner im Heimatstil erbaut und war mit einem umfangreichen technischen und häuslichen Komfort ausgestattet. Friedrich von Barnekow ließ das neue Gutshaus im Park neben einem älteren Gutshaus aus dem späten 17. Jahrhundert errichten, das 1963 abgebrochen wurde. Der Bau erhebt sich über einem gelben Klinkersockel und verbindet ein massives Erdgeschoss mit Fachwerkaufbauten. Zwerchhaus, Erker, Gauben und die Veranda zur Parkseite prägen das Erscheinungsbild. 1939 wurde das Gutshaus noch einmal umgebaut.

Nach 1945 wurde das Gutshaus zunächst als Lager und anschließend zur Unterbringung von Vertriebenen genutzt. Der Einbau mehrerer Wohnungen und fehlende Instandhaltung führten zum baulichen Verfall, während auch der Park einen Teil seiner historischen Gestaltung verlor. Ab 1985 begann die denkmalgerechte Sicherung des Gebäudes. Nach einer zeitweisen Nutzung als Pension und mehreren Jahren Leerstand wurde das Gutshaus ab 2001 umfassend restauriert und wird nun öffentlich genutzt. Gutshaus und Park stehen heute unter Denkmalschutz.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-klein-kubbelkow-in-mecklenburg-vorpommern/

Ein trauriger Anblick ist das Gutshaus Beckentin, ein Domänenpächterhaus in der Nähe von Grabow und unmittelbar an der L...
26/07/2026

Ein trauriger Anblick ist das Gutshaus Beckentin, ein Domänenpächterhaus in der Nähe von Grabow und unmittelbar an der Landesgrenze in Mecklenburg-Vorpommern. Vom Pachthof sind neben dem Gutshaus nur einzelne, heute als Wohnhäuser genutzte Wirtschaftsgebäude erhalten. Die Dorfstraße verläuft teilweise über den ehemaligen Hofraum, an der Stelle des Rondells befindet sich eine Bushaltestelle.

Beckentin wurde 1273 erstmals als „Běgotin“ genannt. Teile des Ortes gehörten der Familie von Bösel, gegen Ende des 14. Jahrhunderts verfügten auch die Familien von Lützow und von Pinnow über Rechte in Beckentin. Im 16. Jahrhundert ist Jürgen Wagel als Besitzer belegt. 1601 überließ Herzog Ulrich die Güter Schofin und Beckentin seiner Gemahlin Anna. Beckentin wurde Teil des landesherrlichen Besitzes um Grabow und blieb bis 1945 Domäne.

Das erhaltene Gutshaus geht im Kern auf einen Fachwerkbau des 18. Jahrhunderts zurück. 1775 wurden Steine der abgebrochenen Beckentiner Kirche für das Fundament eines Hauses auf dem Pachthof verwendet, wobei unklar ist, ob es sich um das heutige Gutshaus handelte. Der langgestreckte, eingeschossige Bau besitzt neun Achsen, ein hohes Krüppelwalmdach und ein Feldsteinfundament. Das später mit Ziegelmauerwerk verkleidete Fachwerk blieb an der Rückseite teilweise sichtbar. Um 1910 wurde die Eingangsseite umgestaltet. Ein zweigeschossiger Vorbau mit zwei spitzen Giebeln und ornamentalen Ziegelmustern betont seither die Mitte der Fassade. Die Rückseite bewahrte mit sichtbarem Fachwerk und älteren Kreuzstockfenstern stärker die ursprüngliche Gestalt des Pächterhauses. Zum rückwärtigen Bereich schloss sich eine Terrasse an, hinter der sich Reste des Parks erhalten haben.

Nach der Enteignung 1945 wurde das Gutshaus zu Wohnzwecken genutzt. 1996 zogen die letzten Mieter aus, anschließend stand das denkmalgeschützte Gebäude leer. 1998 war es im Besitz der Gemeinde Kremmin. Zu diesem Zeitpunkt war der frühere Wirtschaftshof bereits stark verändert. Heute ist das Gutshaus ruinös und sucht einen Gutshausretter.


Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-beckentin-in-mecklenburg-vorpommern/

Das Gutshaus Vaschvitz steht im Nordwesten der Insel Rügen unmittelbar am Bodden. Das heute erhaltene Herrenhaus entstan...
19/07/2026

Das Gutshaus Vaschvitz steht im Nordwesten der Insel Rügen unmittelbar am Bodden. Das heute erhaltene Herrenhaus entstand vergleichsweise spät, während die Geschichte des Ortes selbst bis weit in das Mittelalter zurückreicht. Sie führt von einer Siedlung mit slawischen Wurzeln über den jahrhundertelangen Besitz des Klosters Bergen und die landesherrliche Verwaltung bis zur Ausbildung eines Gutshofes, der zunächst mit der Familie von Platen und anschließend über mehrere Generationen mit der Familie von Schultz verbunden war.

1250 wird Vaschvitz als Besitz des Zisterzienserinnenklosters Bergen genannt. Noch vor 1731 entstand anstelle der Bauernhöfe ein Gutshof. 1743 erwarb Bogislaw Behrend von Platen das Gut Vaschvitz als Nebenhof zu Granskevitz. 1846 erbte seine Tochter Agatha Karolina von Platen den Güterkomplex, der damit an die Familie ihres Ehemanns Hans Friedrich Gustav von Schultz gelangte und dort verblieb.

Die Entstehungszeit des heutigen Gutshauses ist nicht eindeutig überliefert. Angaben verweisen auf den Beginn des 19. Jahrhunderts, eine Kartierung von 1836 zeigt jedoch noch ein Fachwerkwohnhaus. Seine erhaltene Gestalt erhielt der Bau im 19. Jahrhundert. Das Gutshaus ist ein langgestreckter, eingeschossiger, elfachsiger Putzbau über Feldsteinsockel mit Satteldach. Dreiachsige Frontispitze mit Dreiecksgiebeln und Okuli betonen die Fassaden. Gauben gliedern die Dachflächen, hofseitig markieren ein Scheinrisalit und eine breite Dachgaube die Mittelachse. Fugenschnitt, Eckpilaster und Lünettenfenster ergänzen die Fassadengliederung.

1945 wurde die Familie von Schultz durch die Bodenreform enteignet. Das bereits während des Krieges von Flüchtlingen bewohnte Gutshaus diente in der DDR als Wohnhaus. Fehlende Instandsetzungen führten zu Bauschäden und schließlich zum Leerstand. Mitte der 1990er Jahre erwarb eine Berliner Familie das Gebäude und ließ es umfassend instand setzen. Die Wohnräume wurden zu mehreren Wohnungen umgestaltet. Das Gutshaus befindet sich weiterhin in privatem Eigentum und wird dauerhaft genutzt. Einige der ehemaligen Wirtschaftsgebäude blieben erhalten.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-vaschvitz-in-mecklenburg-vorpommern/

Zwischen Neukloster, Glasin und dem Groß Tessiner See liegt das Gutshaus Poischendorf in der sanft gewellten Endmoränenl...
12/07/2026

Zwischen Neukloster, Glasin und dem Groß Tessiner See liegt das Gutshaus Poischendorf in der sanft gewellten Endmoränenlandschaft Westmecklenburgs. Der weithin sichtbare Turm erhebt sich über dem ehemaligen Wirtschaftshof und prägt gemeinsam mit den erhaltenen Wirtschaftsgebäuden bis heute das Bild der Gutsanlage.

1290 werden die Poischendorfer Mühlenländereien im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Rühn erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte der Gutsanlage lässt sich seit dem 16. Jahrhundert verfolgen. 1576 ist Hubertus Sieben nachweisbar, 1628 erschien Gottfried Sieben als Besitzer. Nach einer längeren Überlieferungslücke gehörte das Gut ab der Mitte des 18. Jahrhunderts der Familie von Hönisch. Es folgten Johann Denker, Peter Stender, Heinrich Prösch, Joachim Schröder, Carl Berlin und ab 1858 Baron Carl Friedrich Röttger von Biel. Bereits 1862 übernahm Gustav Seeler das Gut, das unter seiner Familie mit Schmiede, Windmühle und Dampfmolkerei zu einem leistungsfähigen Gutsbetrieb ausgebaut wurde. 1910 ging Poischendorf an den aus Mecklenburg stammenden Kaufmann, Reeder und späteren Konsul Franz Rahtkens über. Er hatte sich im späten 19. Jahrhundert im englischen Middlesbrough niedergelassen. Das Gut blieb in der Familie bis zur Enteignung 1945.

Das Gutshaus entstand vermutlich im 19. Jahrhundert. Der eingeschossige, zehnachsige Putzbau wird von einem viergeschossigen Turm geprägt, der rückwärtig leicht versetzt angeordnet ist. Ein zweigeschossiger Querbau erweitert den Baukörper. Die Eingangsseite wird durch eine Veranda mit Freitreppe und vier ionischen Säulen betont. Ein polygonaler Erker, Kreuzstockfenster, ein Standerker mit Balkon sowie ein hoher Dreiecksgiebel mit Okulus gliedern die Fassaden. Gesimse sowie Krüppelwalm- und Satteldächer verbinden die unterschiedlichen Baukörper zu einem geschlossenen Erscheinungsbild.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gut im Zuge der Bodenreform enteignet. Zur Nutzung des Gutshauses in der DDR liegen bislang keine gesicherten Angaben vor. Ab 1994 stand das Gebäude leer. Aktuell scheint es saniert zu werden.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-poischendorf-in-mecklenburg-vorpommern/

Zwischen den bewaldeten Höhen des Sprottetals liegt Schloss Tannenfeld auf einer Anhöhe im heutigen Altenburger Land. Di...
05/07/2026

Zwischen den bewaldeten Höhen des Sprottetals liegt Schloss Tannenfeld auf einer Anhöhe im heutigen Altenburger Land. Die Schlossanlage erhebt sich inmitten einer weitläufigen Parklandschaft mit altem Baumbestand. Nur wenige Kilometer trennen Tannenfeld vom Hauptort Löbichau. Trotz der Nähe zu bedeutenden Verkehrswegen wirkt das Anwesen als abgeschlossener Landschaftsraum, in dem Schloss, Park und Nebengebäude seit mehr als zwei Jahrhunderten eine Einheit bilden.

Die Geschichte Tannenfelds reicht bis in das Hochmittelalter zurück. Zwischen 1181 und 1214 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt und besaß bereits einen Rittersitz, der später mit dem Dorf zerstört wurde. Anschließend entstand eine neue Siedlung, die mit der Herrschaft Löbichau verbunden blieb. Im Jahr 1794 erwarb Reichsgraf Christoph Johann Friedrich von Medem die Gutsherrschaft Löbichau mit Tannenfeld für seine Schwester Herzogin Anna Dorothea von Kurland. Unter ihrer Herrschaft entstand das heutige Schloss als Sommersitz. Nach ihrem Tod im Jahr 1821 ging der Besitz an ihre Tochter Johanna, Herzogin von Acerenza-Pignatelli, über. 1899 erwarb Dr. Arthur Tecklenburg die Anlage und richtete eine private Heil- und Pflegestätte für Psychiatrie und Neurologie ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Anwesen enteignet und verstaatlicht.

Das Schloss entstand um 1800 als klassizistischer, zweigeschossiger Rechteckbau mit seitlichen Risaliten. Die erhöhte Lage und der englische Landschaftspark prägen das Erscheinungsbild bis heute. Unter Dr. Tecklenburg wurde das Schloss erweitert und die Anlage durch einen französischen Garten sowie mehrere Villen, Wirtschafts- und Versorgungsgebäude ergänzt.

Nach 1945 blieb die medizinische Nutzung erhalten. Von 1951 bis 1985 befand sich hier eine Fachklinik für Neurologie und Psychiatrie, später ein Rehabilitationszentrum sowie ein Alten- und Pflegeheim. Nach dessen Schließung im Jahr 2004 stand die Anlage lange leer. Seit dem Eigentümerwechsel 2017 werden Schloss und Park schrittweise saniert und einer neuen Nutzung unter Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles zugeführt.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/schloss-tannenfeld-in-thueringen/

Die Gutshäuser in Klein Belitz liegen in der leicht gewellten Kulturlandschaft des heutigen Landkreises Rostock. Sein au...
28/06/2026

Die Gutshäuser in Klein Belitz liegen in der leicht gewellten Kulturlandschaft des heutigen Landkreises Rostock. Sein außergewöhnliches Erscheinungsbild verdankt Klein Belitz neben den erhaltenen Wirtschaftsgebäuden, zwei durch einen Verbindungstrakt vereinten Herrenhäusern unterschiedlicher Bauzeit.

Klein Belitz wurde 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Zu den ersten nachweisbaren Eigentümern zählte die Familie von Moltke. Über die Familien von Vieregge, von Maltzahn und von Plüskow gelangte das Gut im 18. Jahrhundert an die Freiherren von Langen. Sie prägten Klein Belitz fast zwei Jahrhunderte lang und entwickelten das Gut zu einem geschlossenen landwirtschaftlichen Betrieb. Mit der Aufsiedlung des Rittergutes endete 1931 diese Entwicklung.

Um 1825 entstand das heute noch erhaltene ältere Gutshaus, das einen älteren Herrensitz ersetzte. Der zweigeschossige, klassizistische, neunachsige Putzbau erhebt sich über einem hohen Kellergeschoss und wird von einem Walmdach abgeschlossen. Ein dreiachsiger Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel gliedert die Hauptfassade. 1903 ließ die Familie von Langen unmittelbar daneben ein zweites Herrenhaus errichten. Der zweigeschossige Backsteinbau mit Walmdach erhielt eine reich gegliederte Fassade mit horizontalen Putzgesimsen und geschweiften Giebeln. Ein Verbindungstrakt vereint beide Gebäude zu einer gemeinsamen Anlage, die das Erscheinungsbild des Gutes bis heute bestimmt.

Nach der Aufsiedlung diente das Herrenhaus zunächst als Heilanstalt. Nach der Enteignung der Familie von Langen im Jahr 1945 wurde es zunächst zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Ab 1960 beziehungsweise 1961 befand sich hier eine Schule, für die südlich des alten Gutshauses ein Erweiterungsbau entstand. Nach der Schließung im Jahr 2003 stand das Gebäude zeitweise leer. Seit dem Verkauf durch die Gemeinde in den Jahren 2015 und 2016 befinden sich die beiden Herrenhäuser in unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen. Während der Backsteinbau privat genutzt wird, steht das ältere klassizistische Gutshaus im Jahr 2025 leer.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-klein-belitz-in-mecklenburg-vorpommern/

Aufruf zum Fachnetzwerk für die Restaurierung historischer Häuser📍Veranstaltungen wie die MittsommerRemise oder der Tag ...
21/06/2026

Aufruf zum Fachnetzwerk für die Restaurierung historischer Häuser📍

Veranstaltungen wie die MittsommerRemise oder der Tag des offenen Denkmals machen jedes Jahr etwas sichtbar: Die Restaurierung eines Gutshauses ist kein kurzer Moment, sondern ein Prozess, der sich oft über viele Jahre erstreckt. Viele Eigentümer öffnen ihre Guts- und Herrenhäuser Jahr für Jahr und lassen Besucher an diesem Weg teilhaben. Wer regelmäßig wiederkommt, entdeckt die Veränderungen. Ein neu gedecktes Dach, restaurierte Fenster oder ein weiterer abgeschlossener Bauabschnitt machen den Fortschritt sichtbar.

Dabei wird aber auch eines deutlich: Ohne die richtigen Fachleute lassen sich diese Projekte nicht verwirklichen. Erst das Zusammenspiel von Architekten, Restauratoren, Handwerksbetrieben und weiteren Spezialisten ermöglicht den sachgerechten Erhalt. Ebenso wichtig sind Unternehmen, die historische Baustoffe, traditionelle Materialien oder passende Speziallösungen anbieten. Ungeeignete Materialien oder unsachgemäße Eingriffe können dagegen Schäden verursachen, die sich später nur mit großem Aufwand oder gar nicht mehr beheben lassen.

Auf meinen Gutshaustouren lerne ich immer wieder Menschen kennen, die mit ihrem Fachwissen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Häuser leisten. Gleichzeitig erzählen mir Eigentümer häufig, wie schwierig die Suche nach den richtigen Betrieben ist. Gute Fachbetriebe werden meist von Mund zu Mund weiterempfohlen. Wer jedoch am Anfang einer Restaurierung steht, verfügt oft noch nicht über dieses Netzwerk. Eine Frage begegnet mir dabei häufig: „Kennst du jemanden, der sich damit auskennt?“ Oft entscheidet genau dieser eine Kontakt darüber, ob eine Restaurierung gelingt oder vermeidbare Bauschäden vermieden werden können.

Deshalb möchte ich unter diesem Beitrag Empfehlungen sammeln. Ganz gleich, ob Architekt, Handwerk oder historische Baustoffe: Nennt gerne Fachleute und Betriebe, die ihr aus eigener Erfahrung empfehlen könnt, oder stellt eure eigene Arbeit vor. Aus den Empfehlungen möchte ich nach und nach ein Netzwerk auf meiner Website aufbauen, das Eigentümern die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern erleichtert.

Das neobarocke Gutshaus Puchow gehört zu den wenigen Gutshäusern in Mecklenburg, deren Geschichte über viele Jahrhundert...
07/06/2026

Das neobarocke Gutshaus Puchow gehört zu den wenigen Gutshäusern in Mecklenburg, deren Geschichte über viele Jahrhunderte hinweg gut dokumentiert ist. Die Quellen zeichnen das Bild eines alten mecklenburgischen Lehngutes, das eng mit der Herrschaft Penzlin, der Familie von Maltzan und weiteren Adelsgeschlechtern der Region verbunden war. Am westlichen Rand des Gutes erhebt sich das Herrenhaus über Park und Wirtschaftsgebäuden.

Puchow wurde 1326 erstmals urkundlich erwähnt und befand sich lange Zeit im Besitz der Familie von Maltzan. 1689 gelangte Puchow an die Familie von der Lancken, die den Besitz bis 1805 hielt. Es folgten die Familien von Berg, von Voß und erneut von Maltzan. 1905 erwarb Adolf von Buengner das Rittergut und ließ Gutshof und Dorf umfassend neu gestalten.

Den Mittelpunkt der Anlage bildet das um 1910 nach Plänen von Paul Korff errichtete Gutshaus. Der zweigeschossige, dreizehnachsige Putzbau mit hohem Mansarddach ruht auf einem Feldsteinsockel und zeigt die Formensprache des Neobarock. Die symmetrische Hoffassade wird von einem fünfachsigen Mittelrisalit mit Säulenportikus, Balkon und geschwungenem Giebel geprägt. Zur Parkseite tritt ein weit vorspringender Mittelbau mit Balkon und seitlichen Arkaden hervor. Zwischen 1905 und 1914 wurden das Dorf, Gutshof und Gutshaus als zusammenhängendes Ensemble neu gestaltet und prägen das Erscheinungsbild der Anlage bis heute.

Nach 1945 wurde die Familie von Buengner enteignet. Das Herrenhaus diente zunächst als Unterkunft für Flüchtlinge und Vertriebene. In den 1960er Jahren wurde die Anlage für Freilichtaufführungen genutzt. Ab 1970 befand sich hier die Kulturakademie von Neubrandenburg, die bis 1990 bestand. Nach deren Auflösung folgte eine längere Phase des Leerstandes. 1999 ging das Gutshaus in Privatbesitz über. Trotz unterschiedlicher Nutzungsansätze blieb die historische Gesamtanlage mit Herrenhaus, Wirtschaftshof und Teilen des Parks weitgehend erhalten.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-puchow-in-mecklenburg-vorpommern/

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Verden
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