Feuerstein Coaching

Feuerstein Coaching Business- und Lifecoach Ich bin Business-Coach für mittelständische Unternehmen sowie für Führungskräfte und exponierte Persönlichkeiten.

Weiterhin betreut meine Agentur sci.med.marketing GmbH die komplette Bandbreite der Marketingkommunikation für Unternehmen und Menschen aus den Bereichen Medizin und Wissenschaft.

Darum sind wichtige Vorsätze gut!Alle Jahre wieder! Ich feiere gerne Silvester. Mir gefällt es, das alte Jahr zu verabsc...
09/01/2018

Darum sind wichtige Vorsätze gut!

Alle Jahre wieder! Ich feiere gerne Silvester. Mir gefällt es, das alte Jahr zu verabschieden und eine neues zu begrüßen. Ich freue mich auf den Wechsel. Und alle Jahre wieder frage ich mit stoischer Regelmäßigkeit meine Mitfeierenden nach ihren guten Vorsätzen. Mittlerweile ist die Quote der nahezu gleichen Antwort bei 9 von 10 Befragten: „Ich habe keine guten Vorsätze – bringen eh nichts“. Noch vor wenigen Jahren habe ich glühende Reden gehalten, warum gute Vorsätze eben DOCH was bringen. Das habe ich inzwischen aufgegeben. Warum? Das war mein guter Vorsatz aus 2016…

Stimmt – gute Vorsätze bringen rein gar nichts. Wenn es nur um das Aussprechen von etwas vermeintlich „richtigem“ geht. Das klassische „ich sollte weniger trinken/rauchen, bzw. mehr Sport machen“ ist komplett sinnentleert. Denn das sind Binsenweisheiten. Soweit zum Binsenweisheiten-Coaching.
Wie gehen Vorsätze richtig? Meiner Erfahrung nach braucht es dafür eine Mischung aus zwei Komponenten. Und diese müssen in der richtigen Zusammensetzung sein.

Komponente 1: Das Vorhaben muss SMART sein.

Hinter SMART verbirgt sich eine Formel, nach derer man seine Ziele auf Sinnhaftigkeit durchdenken kann. Sie steht für:

S = Spezifisch – Ziele müssen eindeutig definiert sein
M = Messbar – Ziele müssen messbar sein (wer was wann wieviel wie oft)
A = Angemessen – Ziele müssen erreichbar sein (Ressourcen)
R = Relevant – Ziele müssen bedeutsam sein (Mehrwert)
T = Terminiert – klare Terminvorgabe.

Für das Thema “ich höre mit dem Rauchen auf“, ist diese Formel einfach. S=Schluss mit Rauchen, M= 0 Zi******en, A= ist auf jeden Fall machbar, R= Meinem Körper wird es besser gehen, T= Ich fange nach den heiligen Dreikönigstag damit an.

So weit so gut. Warum aber rauchen dann trotzdem so viele ca. 14 Tage später wieder in gleicher Manier (und fassen auch fortan keine guten Vorsätze mehr – weil es ja eh nichts bringt)? Ganz einfach: das „R“ in unserer SMART-Formel ist nur eines von fünf gleichberechtigen Punkten. Und damit deutlich zu schwach!

Meiner Erfahrung nach muss die RELEVANZ mindestens doppelt so viel wiegen wie der ganze Rest. Sonst ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Daher:

Komponente 2: Das Vorhaben muss emotional stark belegt sein.

Denn wir Menschen brauchen immer eine starke Motivation, um etwas zu tun bzw. zu verändern. Ich will nicht wieder das Thema Rauchen und die armen Raucher strapazieren (denn tatsächlich rauche ich selber noch – allerdings deutlich weniger als je zuvor) – denn das ist zu einfach. Nehmen wir stattdessen ein „weicheres“ aber umso wichtigeres Anliegen: „Ich möchte mehr Zeit für mich haben“. Eigentlich einfach – aber gerade deshalb schwer! Nach SMART könnte die Abfrage so beantwortet werden: S=Mehr Zeit, nur für mich., M=Minuten/Stunden pro Tag, A=machbar mit entsprechender Planung und Organisation, R=ich fühle mich nicht mehr fremdbestimmt, T=ich beginne nach Beendigung der Organisation damit, spätestens am Tag XY.

Reicht das? NEIN! Denn die bloße Formulierung führt zu genau einem: einer irgendwie gearteten Handlung, die irgendwie eingeleitet wird („Liebling, ich brauche mehr Zeit für mich, ab nächste Woche geht das los“), irgendwann begonnen („ich fange gleich am Montag damit an“) und sehr schnell wieder über den Haufen geworfen wird („Montag war schlecht, weil der Arbeitstag so voll war und die Kinder abends noch zum Sport gefahren werden mussten“).

Der Kern der Herausforderung ist hier: WARUM will ich denn mehr Zeit für mich und WAS ist denn das überhaupt für Zeit? Für die Herausarbeitung des Warums - der wahren Motivation - gibt es eine Menge an Coaching-Tools. Ein sehr starkes ist das sogenannte „future-pacing“. Hierfür braucht es ein gewisses Maß an Phantasie und Ehrlichkeit (weswegen das am besten mit einem Coach funktioniert, der die richtigen Fragen stellt): Man geht gedanklich in die Zukunft und tut so, als ob das Vorhaben schon umgesetzt sei und gegriffen habe. Wie geht es mir jetzt damit? Nächste Woche? Nächstes Jahr? In 5 Jahren? Welche Bilder kommen auf (wie wirkt sich das Vorhaben auf mich und meine Umwelt aus? Partnerschaft, Beruf, Kinder, etc.). Ganz wichtig: welches Gefühl macht sich dabei stark? Vielleicht Ruhe, Gelassenheit, Stärke, Freude? Falls nicht: warum nicht? Was fehlt? Oder: brauche ich das wirklich? Oder wäre es besser, wenn ich die Zeit, wie ich sie bisher verbringe anders bewerten könnte (damit sie wertvoller für mich wird)?

Hierzu ein Beispiel aus meinem Alltag: Als Geschäftsführer von zwei GmbHs und immer stärkerer Nachfrage als Coach in gleichzeitiger Kombination mit einer 7-köpfigen Patchwork-Familie mit Hund, habe ich wenig Zeit für mich. Aber die wenige Zeit nutze ich inzwischen gut als Qualitätszeit (vorwiegend irgendetwas zu tun, OHNE ein schlechtes Gewissen zu haben, weil andere Dinge liegen bleiben). Und ich habe meine Einstellung zu verschiedenen Aufgaben geändert. Zum Beispiel hatte ich zu wenig Zeit für Sport. Deshalb fing ich an, die zwingend notwendigen Hunde-Spaziergänge in Walking-Einheiten umzumünzen. Fortan bin ich wie ein Bekloppter durch den Wald gerannt, hatte eine Laufzeit-App an und war tief erzürnt, wenn der Hund sich mal wieder aus dem Staub gemacht hat und ich auf ihn warten musste (denn: Schnitt damit versaut!). Ich war wohl der am meisten gestresste Hundeausführer, den man sich vorstellen konnte. Erst nachdem mir der fabelhafte Tim Dubowy von Optimum Concepts einmal ausführlich den Zusammenhang zwischen Stresshormonen und Fettleibigkeit erklärt hat, kam die Erkenntnis, dass das alles Quatsch ist. Ich nahm mir vor, die Spaziergänge ruhiger angehen zu lassen und auch die Lauf-App abzuschalten. SMART war dabei einfach. Das WARUM auch! Denn: Ich musste ja mit dem Hund laufen – nur wollte ich dabei keinen Stress und Ärger mehr. Seitdem laufe ich deutlich langsamer (immer noch zügig, mit nahezu gleicher Kalorienbilanz) und viel entspannter. Lasse dem Hund seinen Freiraum – und mir damit auch. Ergebnis: Der beinahe täglich einstündige Spaziergang tut mir sehr gut. Ich genieße ihn als Qualitätszeit. Und habe im letzten Jahr damit weitere fünf Kilo abgenommen.

Fazit: Gute Vorsätze sind wichtig! Aber nur die wichtigen sind gut.

Werde LOHA! Eine sehr effektive Herangehensweise im Coaching ist die von mir sogenannte LOHA-Technik (der Begriff kommt ...
18/12/2017

Werde LOHA!

Eine sehr effektive Herangehensweise im Coaching ist die von mir sogenannte LOHA-Technik (der Begriff kommt eigentlich aus dem Marketing und beschreibt eine besondere Zielgruppe von Käufern, die bewusst nachhaltig und wertig leben - ich habe ihn hier für meine Zwecke adaptiert).

Mein LOHA steht für:

Lösungsorientiert
Offen
Hoffnungsvoll
Attraktiv

Was bedeutet das? Ganz einfach: das ist das Grund-Mindset für glückliche Menschen (Mindset bezeichnet die eigene Einstellung zu verschiedenen Bereichen im Leben). Und jeder Mensch hat es in der Hand, mit welchem Mindset er an Dinge herangeht. Manchmal bedarf es nur kleiner Änderungen, damit sich belastende Situationen auflösen. Manchmal braucht es aber auch einen längeren Prozess dafür. Doch am Ende steht jeweils eine große Belohnung: mehr Glück!

Meine Erfahrung durch inzwischen unzählige Gespräche mit Menschen, die ganz individuelle Herausforderungen haben/hatten: mit einem guten Mindset wird alles deutlich besser. Egal welches Problem man hat: wenn man die LOHA-Regel befolgt, wird man auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung hinbekommen! Das Faszinierende hierbei ist: selbst wenn der äußere Umstand unverändert bestehen bleibt, kann schon die Änderung der persönlichen Einstellung zu diesem Umstand eine komplette Wandlung bewirken – und damit mehr Glück.

Beispiel: einer meiner Coachees, Mitte 40, mittleres Management in einem mittelgroßen Konzern, der in einer mittelgroßen Stadt angesiedelt ist - der wusste, dass er nur mittelmäßig verdiente für das was er tat. Er hatte Angebote von anderen Firmen, die ihm mind. 30% wenn nicht sogar 50% mehr zahlen wollten. Dazu hätte er aber mit seiner Familie in eine andere Stadt ziehen müssen (was diese nicht so richtig gut fand). Er haderte mehrere Jahre mit dieser Situation und hatte in dieser Zeit schon öfter innerlich gekündigt - ohne es jedoch tatsächlich zu tun. In dieser Zeit haben wir uns getroffen und die LOHA Übung gemacht. Ziel: eine Entscheidung zu treffen, ob er wirklich den Job kündigen sollte. Hier die Analyse:

Lösungsorientiert: Mein Coachee hat sehr schnell festgestellt, dass es keinen Sinn machte, in dem Problem zu verharren. Eine Lösung musste her. Es hatte verstanden, dass die Analyse der Umstände und das Hadern damit nichts brachte. Ein Arbeiten an einer Lösung jedoch sehr viel! Schluss mit den Gedanken an das momentane „warum“, hin zu dem „wie muss es sein?“. Daran wurde gearbeitet.

Offen: Er folgte meinem Vorschlag, einmal ganz offen und ohne Vorbehalte verschiedene Lösungsmöglichkeiten durchzuspielen. Die meisten Menschen sind Meister darin, Erklärungen zu finden, warum etwas nicht klappt. Damit versperrt man sich aber sehr viele Wege. Und oftmals liegt die Lösung außerhalb. Wir prüften, ob überhaupt sein Beruf der richtige war - was ein klares Ja ergab. Aber er war nicht glücklich mit seiner Tätigkeit im Unternehmen - also galt es, daran zu arbeiten

Hoffnungsvoll: das ist ein sehr wichtiger Punkt! Denn ohne die Hoffnung auf einen Erfolg, eine Besserung kann keine Motivation, kein Antrieb entstehen. Hier war Mindset-Arbeit angesagt: der Mann entwickelte in kurzer Zeit die Hoffnung und das starke Urvertrauen, dass sich trotz verschiedener Widerstände alles für ihn zum Guten wenden würde. Ausgestattet mit dieser Motivation war er jetzt bereit, wichtige Änderungen für sein Glück anzugehen!

Attraktiv: Hier wurden gleich zwei Ebenen beleuchtet. Erstens: wie attraktiv ist das neu gesetzte Ziel wirklich? Oder macht man sich vielleicht doch was vor? Manchmal hören sich Ziele nur deshalb gut an, weil sie anderen gefallen. Für ein echtes Coaching-Ergebnis ist das aber nahezu nichts wert. Erst wenn das Ziel für einen selbst richtig attraktiv ist, dann kommt die entsprechende Motivation auf, dafür zu kämpfen. Zweitens: die eigene Attraktivität. Das kann ein schwieriges Kapitel werden. Denn: nur wer sich selbst gut findet, wird auch gut nach außen wirken. Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun! Vielmehr: auch zu Schwächen stehen und mit diesen leben, dafür die Stärken umso mehr schätzen! Mein Klient hatte den Eindruck, dass er bei der Geschäftsleitung etwas unter dem Radar war, da er sich gerne um Präsentationen drückte, wenn es irgend ging (er fand sich unelegant beim Präsentieren). Daran haben wir gearbeitet. Mit dem Ergebnis, dass die übernächste Präsentation ein voller Erfolg war! Das fand sogar der Klient und ging mit diesem guten Gefühl gewappnet in ein wichtiges Jahresgespräch mit seinen Vorgesetzten. Hätte er sich nicht deutlich attraktiver gefühlt (seine „Un-Eleganz“ war nämlich eigentlich ein ganz hervorragendes Stilmittel beim Präsentieren)

Ein Jahr später hatte er immer noch den gleichen Job. Aber: er war deutlich glücklicher. Man hatte eigens für ihn eine eigene Funktionsstelle eingerichtet und ein kleines Team für ein neues Projekt zur Verfügung gestellt. Es hatte zwar nur 8% Gehaltserhöhung gegeben aber dafür ein eigenes Büro. Und er genoss die vielen Vorzüge einer sehr nahen Arbeitsstätte mit einigermaßen festen Arbeitszeiten. Von Kündigung war keine Rede mehr. LOHA sei Dank.

Mit dieser Herangehensweise ist es möglich, jedwedes Problem systematisch zu behandeln. Viel Erfolg dabei!

Warum Du zum Dankbarkeits-Junkie werden solltest!Dankbarkeit führt zu besserer Stimmung! Hört sich erstmal nach einer Bi...
13/12/2017

Warum Du zum Dankbarkeits-Junkie werden solltest!

Dankbarkeit führt zu besserer Stimmung! Hört sich erstmal nach einer Binsenweisheit an, ist aber bei näherer Betrachtung sehr erheblich für das Wohlbefinden – und damit für das ganze Leben. Denn: Ob wir glücklich sind oder depressiv, voller Tatendrang oder einfach nur müde – all das hängt von den Botenstoffen wie Serotonin, Endorphin und Noradrenalin ab. Sie beeinflussen unser Wohlbefinden und sind die wohl bedeutendsten Hormone, die sich auf die Stimmung auswirken. Ohne sie könnten wir weder fühlen noch klar denken. Auch Entscheidungen zu treffen würde uns schwer fallen. Hormone bestimmen, wie wir mit Stress umgehen und welchen Einfluss eine schlechte Nachricht auf uns hat.

Für die Ausschüttung von Glückshormonen ist hauptsächlich Serotonin verantwortlich. Aber wie kriegt man mehr davon? Zum Beispiel ist (Sonnen)-Licht ein wichtiger Faktor (davon gibt es im Winter leider weniger. Deshalb: viel rausgehen!). Das richtige Essen spielt eine Rolle (ja, Schokolade kann helfen zum kurzfristigen Glücksgefühl – aber nur bedingt. Denn zu viel davon macht dick – und damit wieder unglücklich. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung oder entsprechende Nahrungsergänzungen sind wichtig!). Gute Bewegung ist ebenfalls wichtig (im Gegensatz zum verzweifelten Joggen gegen die Zeit, weil man meint, man müsse sich so fit halten. Folge: Ausschüttung von Stresshormonen). Die Liste geht natürlich noch weiter – bis hier her wenig Neues. Wie soll nun Dankbarkeit beim Serotonin-Haushalt helfen?

Die Sache mit der Dankbarkeit ist die: Menschen, die das Gefühl der Dankbarkeit in sich hochholen, KÖNNEN im selben Moment NICHT UNGLÜCKLICH sein! Das geht ebenso wenig, wie man es nicht schafft, die Spitze seines eigenen Ellenbogens zu küssen (na – wer hat es gleich ausprobiert?). Natürlich können sich Gefühle schnell abwechseln (nach der Dankbarkeit kann auch sofort die Trauer kommen). Aber gleichzeitig geht eben nur das eine oder andere.

Also: Seien wir mehr dankbar! Dann haben wir viele gute Gefühle. Das ist gar nicht so schwer, wenn man sich ein wenig Mühe gibt. Denn es gibt ziemlich viel, für das man dankbar sein kann. Achtung: jetzt kommt aber der entscheidende Punkt: Es gilt nur ECHTE Dankbarkeit! Ein schnell dahin gemurmeltes „Ich bin dankbar, dass ich ein Dach über dem Kopf habe“ funktioniert nicht – vor allem wenn das Dach des Nachbarn deutlich größer, schicker und toller ist. Echte Dankbarkeit ist ein Gefühl – und genau das brauchen wir. Das kann man trainieren. Einfach mal durch den Tag laufen und sich 3 Dinge raussuchen, für die man dankbar sein kann. Am besten aufschreiben. Nochmal durchlesen – und das Gefühl hochkommen lassen.

Das so oft wiederholen, wie es geht – und ohne dass das Dankbar-Sein-Sollen zum Alltagsstress wird. Echte Könner holen sich jederzeit ihre Dosis Dankbarkeit ab – und sind damit deutlich besser drauf (dauerhaft).

Sei Dein eigener Lotto-Gewinn!Ich merke u.a. daran, dass es weihnachtet, weil ich zurzeit wieder jede Menge Emails bekom...
08/12/2017

Sei Dein eigener Lotto-Gewinn!

Ich merke u.a. daran, dass es weihnachtet, weil ich zurzeit wieder jede Menge Emails bekomme. Absender: „El Gordo“ – der „Dicke“. Also für uns eigentlich „die Dicke“ – weil es eine Lotterie ist. Nämlich die in Spanien seit 1812 ausgespielte Form der staatlichen Lotterie, die jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember stattfindet. Und da winken wirklich satte Gewinne! So waren beispielsweise für die 2013 auszuspielende Weihnachtslotterie Gewinne in Höhe von insgesamt 2,24 Milliarden Euro vorgesehen. Auf den Jackpot, „El Gordo“ entfällt ein Gesamtgewinn von 640 Millionen Euro.

640.000.000 Euro… Wahnsinn. Automatischer Gedankengang von den meisten: „mir würde schon eine Million reichen“. Stimmt. Und doch auch wieder nicht. Denn – man ahnt es schon – das Geld allein macht nicht so richtig glücklich. Dazu gibt es jede Menge spannender Geschichten im Netz. Von Menschen, die viel gewonnen haben und am Ende noch ärmer dran waren, wenn nicht sogar ihr Leben verloren haben. Kann man schnell googlen. Man findet dann auch mehr oder weniger aussagekräftige Studien zum Glücksgefühl von Lottogewinnern. Dass der Sechser im Lotto nicht unbedingt ein Glücksfall sein muss, haben u.a. Wissenschaftler von der Northwestern University gezeigt. Sie fanden heraus, dass das Glück von Lottogewinnern viel geringer ausfällt, als zu erwarten wäre. Das führten sie auf zwei Mechanismen zurück. Erstens erlebten Lottogewinner Momente, in denen sie bislang Glück empfanden, als weniger intensiv – einfach weil diese im Vergleich zu dem zunächst überwältigendem Gefühl, im Lotto gewonnen zu haben, abfielen. Zweitens nützte genau dieses eine große Glücksgefühl sich relativ schnell ab. Insgesamt, folgern die Wissenschaftler, bleiben den Lottogewinnern nach einiger Zeit somit weniger Glücksmomente als zuvor.

Viel spannender fand ich allerdings diese Aussage: „…Studien zeigen, dass das überschwängliche Glück (nach einem Lottogewinn) nach drei bis sechs Monaten aufgebraucht ist. Laut Forschung haben wir einen natürlichen „Set Point“, um den unser Glücksempfinden sich ungefähr immer wieder einpendelt“ – so nachzulesen beim Focus.

Wir haben also einen Glücks-Set Point, auf den wir immer wieder zurückfallen? Ich wehre mich dagegen, dass Glücksempfinden nicht steigerbar, oder zumindest änderbar ist. Denn dann wären eine Menge Therapien und Coachings komplett für die Katz (dagegen sprechen wiederum andere Studien und meine Erfahrungen).

Die Frage ist doch: was ist das echte Glück? Hierrüber wurden und werden mittlerweile Bibliotheken mit Büchern und Beiträgen gefüllt – ist nicht mein Thema heute. Ich mache es kurz: Das echte Glück (für mich) ist das, welches aus mir heraus entsteht. Vollkommen egal, woraus das ist, was der Anlass ist - das kann jeder für sich selbst definieren (und wer das nicht kann, der nehme sich bitte einen (guten!) Coach! Das ist extrem gut angelegtes Geld).

Heißt: Jeder hat es selbst in der Hand, ob er glücklich sein kann oder will. Das ist eine große Eigenverantwortung. Nicht viele schaffen das und auch die wenigen nicht immer. Aber es kann gelingen – ganz ohne Lotto-Million. Wenn ich mein eigener Jackpot bin, mir selbst vertraue, mich selbst für all die großen und kleinen Verdienste jeden Tag feiere.

Ich kaufe übrigens jedes Jahr ein Zehntel-Los bei El Gordo. Ist so eine Art Berufskrankheit aus früheren Tagen als Marketingler für Glücksspiel-Unternehmen. Und ich freue mich jedes Mal über das Kribbeln, wenn es Richtung Ziehung geht. Gewonnen hab ich noch nichts – aber ich kaufe mir mit dem Los ein paar Tage im Jahr ein schönes „was wäre wenn“ Gefühl. Und das macht nicht nur Spaß, sondern motiviert mich, auch im echten Leben erfolgreich zu sein. Denn dann kann man sich auch ohne Lottogewinn was Schönes aufbauen.

Gefühl über Verstand?"Das limbische System (=Gefühlshirn) hat gegenüber dem rationalen System das erste und das letzte W...
04/12/2017

Gefühl über Verstand?

"Das limbische System (=Gefühlshirn) hat gegenüber dem rationalen System das erste und das letzte Wort. Das erste beim Entstehen unserer Wünsche und Zielvorstellungen. Das letzte bei der Entscheidung darüber, ob das, was sich Vernunft und Verstand ausgedacht haben, auch wirklich getan werden soll".

Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Neurobiologe.

So gesehen bei der Sonder-Ausstellung "Entscheiden" im Mannheimer Technoseum.

http://www.technoseum.de/ausstellungen/entscheiden/

Ich denke noch drüber nach.

Warum Höflichkeit beim Coaching scheiße istEs gibt einen Zustand beim Coaching, der jedem ernstzunehmenden Berater und C...
01/12/2017

Warum Höflichkeit beim Coaching scheiße ist

Es gibt einen Zustand beim Coaching, der jedem ernstzunehmenden Berater und Coach die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Nämlich dann, wenn der Klient beginnt, höflich zu antworten. Hört sich vielleicht erstmal komisch an – ist aber so. Diesen Zustand nennen wir Fachleute „Höflichkeits-Rapport“ – und den gilt es unter allen Umständen zu vermeiden. Warum? Weil es niemanden etwas bringt (es sei denn der Auftrag des Coachings lautet „ich möchte besser im Smalltalk werden“).

Der Höflichkeits-Rapport entsteht u.a. dann, wenn der Klient den Eindruck hat:

* er muss den Coach schonen

* er darf bestimmte Dinge nicht so krass ausdrücken, wie er sie eigentlich fühlt

* der Coach will jetzt ganz bestimmte Dinge von ihm hören

Die Höflichkeit entsteht aber auch dann, wenn der Klient keine Verbindung zu seinem Coach hat, sich nicht gut aufgehoben fühlt. Oder noch mental zu sehr mit dem Alltagsgeschäft beschäftigt ist, sodass er die Anstrengung einer echten Antwort meidet.

Denn: echte Antworten erfordern eine Menge Energie! So manch einer meiner Klienten hat mir berichtet, dass er oder sie nach unserer gemeinsamen Arbeit erstmal viel Ruhe gebraucht hat. Echte Antworten brauchen auch viel Vertrauen. Und sie benötigen einiges an Geschick seitens des Fragestellers.

Jeder gute Coach (der nicht nur Geld fürs Zuhören erhalten möchte) sieht deshalb schleunigst zu, dass er mit seinem Klienten aus der Höflichkeit rauskommt (was natürlich nicht bedeutet, dass man in den Sitzungen unflätig miteinander spricht!). Denn nur so wird er es schaffen, seinen Coachee zu eigenen Ergebnissen zu bringen. Und diese Ergebnisse können nicht kommen, wenn mir mein Gegenüber ständig ein gutes Gefühl vermitteln will.

Gutes Coaching ist wundervoll, weil es Wunder bewirkt. Und es ist hart – vor allem für den Coachee, der hart an sich arbeitet. Höflichkeit hat hier nichts zu suchen. Höflichkeit ist nett. Und „nett“ ist bekanntlich die kleine Schwester von…

So funktioniert das kürzeste Coaching!Wir sind tagtäglich jeder Menge Angriffen ausgesetzt. Die meisten davon sind Gott ...
27/11/2017

So funktioniert das kürzeste Coaching!

Wir sind tagtäglich jeder Menge Angriffen ausgesetzt. Die meisten davon sind Gott sei Dank nicht gegen uns persönlich ausgerichtet. Das ist der freche Fahrer eines dicken Autos, der sich vordrängelt. Das ist die muffige Sprechstundenhilfe, die einfach nicht zurücklächeln mag. Das ist der Typ vor einem beim Bäcker, der das letzte Rosinenbrötchen kauft.

Einige Angriffe hingegen sind bewusst gegen uns gerichtet (Streit mit dem Kollegen, ein Strafzettel wegen Falschparken, die Steuerprüfung).

Und dann gibt es noch die, die wir selbst gegen uns führen: Wenn wir uns etwas nicht zutrauen, wenn wir uns immer noch über einen Vorfall von vor zwei Wochen ärgern. Wenn wir mit uns selbst schimpfen.

Alle Angriffe haben eines gemeinsam: sie bereiten uns Unbehagen. Im besten Fall. Oft machen sie uns leider auch wütend. Und im schlimmsten Fall machen sie uns traurig und klein. Aus dieser Haltung sind schon jede Menge schöne Geschichten und Projekte nicht entstanden, die die Welt besser gemacht hätten. Und das ist fatal.

Aber: Wir alle haben bei diesen Angriffen die Wahl! Nämlich ob wir ins Drama gehen wollen oder in die Fülle. Befinden wir uns im Drama, dann lassen wir zu, dass das Ereignis und sein dazugehörendes Gefühl uns runterziehen. Entscheiden wir uns jedoch für die Fülle, dann passiert etwas Wunderbares: dann haben wir die Größe, um mit diesen Angriffen souverän umzugehen!

Dem drängelnden Autofahrer wird der Weg lächelnd frei gemacht (bestimmt hat er einen guten Grund für sein Verhalten), die Steuerprüfung war schon lange fällig (und sie kommt auch zu ganz vielen anderen Menschen). Und aus „Ich kann das nicht, das schaff ich nie“ wird: „Ok, zwar noch nie gemacht. Aber mal sehen, wie ich das hinbekomme – was brauche ich dafür?“

Was muss man dafür tun, um in diese positive Haltung zu kommen? Ganz einfach: Das kürzeste Coaching einsetzen!

STOP IT!

Sobald die Erkenntnis kommt, dass man sich gerade auf dem Weg ins Drama befindet (oder schon drin ist) – sofort damit aufhören. „Stop it“ sagen. Nicht zulassen, dass man sich weiter klein machen lässt. Das ganze Negativ-Karussell einfach stoppen. So oft wie nötig – bis man wieder in seien Stärke kommt. Zu einfach? Natürlich! Und deshalb wirksam.

Eigenverantwortung! Warum jeder sein Glück selbst in der Hand hat.Ich habe beim letzten Seminar etwas Interessantes gehö...
21/11/2017

Eigenverantwortung! Warum jeder sein Glück selbst in der Hand hat.

Ich habe beim letzten Seminar etwas Interessantes gehört: Es soll möglich sein, dass man sich selbst einen inneren Wecker stellt, der einen zu einer gewünschten Zeit aufwachen lässt. Dazu müsse man sich abends nur fest vornehmen (und am besten laut vorsagen), dass man z.B. am nächsten Morgen um 7 Uhr aufwachen will. Ich werde das mal testen die Tage. Die „Zeit“ berichtet ähnliches – es scheint also was dran zu sein. http://www.zeit.de/zeit-wissen/2007/03/expertenrat-aufwachenohnewecker

Was ich aber viel wichtiger finde: Dieses „Programmieren“ klappt auch in vielen anderen Bereichen! Wenn ich mir vornehme, am nächsten Morgen zufrieden aufzuwachen, hat das einen deutlich positiven Effekt (Kenner merken: hier kommt die Neurolinguistik mit ins Spiel). Und das habe ich schon ausprobiert. Funktioniert! Bei mir zumindest.

Mein Sohn hat vor allem beim Sport großen Ehrgeiz. Und: er HASST verlieren. Wenn früher am Wochenende ein schwerer Gegner auf dem Fußballfeld angetreten ist, dann kam oft die Aussage „die werden uns so richtig fertig machen“. Ich habe ihn eines Tages gefragt, was diese Gewissheit der Niederlage im Vorfeld mit ihm macht? Klare Antwort: nichts Gutes. Dann haben wir eine kleine Übung gemacht (Gedankenspiel: wie seine Mannschaft die anderen vom Platz fegt und später jubelnd da steht). Das tat gut. Und er hatte auch das Gefühl, dass sie es schaffen können. Damit trat er dann bei dem Punktespiel an. Er hat an diesem Tag alleine 4 Tore geschossen. Sie haben trotzdem knapp verloren. Aber: ER fühlte sich deutlich besser – sowohl vorher als auch nach dem Spiel.

Fazit: Wir können uns „glücklicher“ denken. Es ist unsere eigene VERANTWORTUNG, wie wir mit den Dingen umgehen. Wir haben es in der Hand.

11.201.000 – warum diese Zahl für uns so wichtig ist und warum viele keinen Erfolg haben können.Eben frisch aus einem we...
12/11/2017

11.201.000 – warum diese Zahl für uns so wichtig ist und warum viele keinen Erfolg haben können.

Eben frisch aus einem weiteren Seminarwochenende heimgekommen, habe ich eine faszinierende Zahl mit im Gepäck:

11.201.000

Das ist die Anzahl der Informationen, die unser Gehirn verarbeiten muss. Und das pro Sekunde. Ausgedrückt wird dieser Wert ganz im Sinne der Informationstechnologie: in bit/sek. Soweit, so unspektakulär (auch wenn die Zahl recht groß ist). Die eigentliche, richtig brachiale Erkenntnis aus dieser Zahl folgt weiter unten.

Konkret teilt sich die Verarbeitung so auf:

Sehen 10.000.000
Fühlen 1.000.000
Hören 100.000
Riechen 100.000
Schmecken 1.000

Wer in die Tiefe gehen möchte, dem sei die Lektüre von Manfred Zimmermann, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Professor am Physiologischen Institut der Universität Heidelberg in seinem 880 Seiten starken medizinischen Lehrbuch »Physiologie des Menschen« ans Herz gelegt.

Normalerweise kommt an dieser Stelle eine Schätzfrage, nämlich: „Was glauben Sie, nimmt unser grandioses Gehirn davon bewusst wahr?“. Wir kürzen das hier ab.
Es sind:

40 bit/sek. (!!!)

Unser aktives Bewusstsein erfasst also nur einen winzig-winzigen Teil der Informationen. Man nennt dies im Coaching auch das „40-bit-Fenster“. Der Rest wird unterbewusst wahrgenommen.

Was bedeutet das nun? Zumindest für alle Menschen, die mit anderen Menschen zu tun haben: SEHR viel. Denn: Wir können noch so einen schicken Anzug anhaben, ein teures Parfüm tragen, eloquent reden oder zum teuren Essen einladen: Es kann sein, dass wir nicht auf der Wellenlänge des Gegenübers sind. Da helfen alle Tarnungen wenig – die Gehirne, bzw. das Unterbewusstsein entlarven gnadenlos. Die gute Nachricht ist jedoch: Dennoch können wir überzeugen, erfolgreich sein, geliebt oder mindestens gemocht werden. Meiner Meinung nach ein großer Schlüssel dazu: Die Akzeptanz des eigenen Ichs (+ dem dazugehörenden Körper). Das hilft viel, verleiht Sicherheit, Souveränität und sympathisches, authentisches Auftreten.

Hier ist natürlich oft Hilfe gefragt (da kommen dann gerne wir Coaches ins Spiel). Das ist ein anderes Thema – ich werde berichten.

Was Nachdenkliches zum verregneten Sonntagmorgen.
12/11/2017

Was Nachdenkliches zum verregneten Sonntagmorgen.

Warum das ABER so viel kaputt machtHeute ein kleiner Beitrag aus der Rubrik „Coaching-Techniken für Besserwisser“. Einfa...
07/11/2017

Warum das ABER so viel kaputt macht

Heute ein kleiner Beitrag aus der Rubrik „Coaching-Techniken für Besserwisser“. Einfache Regel: wer wertschätzend kommunizieren möchte, sollte das Wort „Aber“ möglichst wenig einsetzen. Man kann es eigentlich (welches man auch weglassen kann) fast immer (also oft) durch ein „UND“ ersetzen. Es funktioniert! Einfach mal probieren.

Warum sollte man das tun (und fehlt da jetzt nicht eigentlich ein ABER am Anfang des Satzes)? Weil das „Aber“ den Satz davor kaputt macht.

Sieht man gerne in Meetings jedweder Gattung: „Ich finde die Idee ja echt gut! Aber ob wir das mit dem Budget umgesetzt bekommen?“. Zack. Idee ist klein gemacht. Wird wahrscheinlich nicht umgesetzt werden. So hätte sie eine Chance, weiter gesponnen zu werden: „Ich finde die Idee ja echt gut! Und wir müssen schauen, wie wir das mit dem Budget hinbekommen“. Hört sich doch viel besser an. Oder?

Das Aber macht sehr viel kaputt. Jeder gute Coach kennt das Aber-Gefühl: Der Klient ist gerade richtig gut drauf. Er darf sich eine Zukunft wünschen! Er darf sie so gestalten, wie er sie haben möchte. Ohne Wenn und Aber. Da kommen Glücksgefühle auf. Selbst hartgesottene Real-Pessimisten spüren einen Flow. Und dann kommt plötzlich das ABER. „Aber das ist ja alles Quatsch, das wird so eh nicht bei mir“. Da muss der (gute) Coach innerlich ganz ruhig bleiben. Weiter bestärken. Den Satz umbauen. „Und da sind jetzt ganz viel phantastische Dinge mit dabei. Wie fühlt sich das an? Was können Sie denn tun, um vielleicht ein paar in Erfüllung gehen zu lassen?“. So bleibt viel mehr Positives.

Kleine Aufgabe für jeden: Lassen Sie mal bewusst das ABER weg. Ich habe mittlerweile mit meinen Kindern einen Sport draus gemacht. Wir sind jetzt aktive Aber-Verweigerer. Zumindest immer im Auto auf den Fahrten zu den Großeltern. Bis auf Ausnahmen. „Die sind ja echt lieb! Aber irgendwie auch manchmal ganz schön schrullig“.

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Weinheim

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