06/01/2021
Google hat ja nun offiziell bekanntgegeben, dass die Core Web Vitals Ranking-Signale ab Mai 2021 ausgerollt werden. Das stellt viele Wordpress Webseiten und Inhaber vor Probleme, erfüllen viele Webseiten die Core Web Vitals nicht.
Die Stärke von Wordpress, selbst Laien es zu ermöglichen, ohne Programmierkenntnisse schön gestaltete Webseiten zu erstellen, ist zugleich die Schwäche: Geschwindigkeitseinbußen durch viele Plugins, Page Builder & Co. Die großen Page Builder wie Elementor, Beaver Builder & Co sind nicht umsonst millionenfach in Gebrauch, da sie sehr benutzerfreundlich sind.
Dabei setzt Wordpress seit einigen Jahren auf einen eigenen Pagebuilder, den Wordpress Gutenberg Block Editor, der sich im Core von Wordpress befindet. Die Entwicklung des Gutenberg Editors ist seit dieser Zeit höchste Priorität bei Wordpress und die Änderungen in Wordpress 5.6 zeigen klar, dass sich der Gutenberg Editor zum vollen Block-Pagebuilder etablieren will. Entsprechend werden die Bewertungen von Wordpress Nutzern für den Blockeditor besser und mittlerweile ist der Editor bereits nutzerfreundlich, schnell und komfortabel zu bedienen. Videos von z.B. Yoast https://www.youtube.com/watch?v=Ykc9UNL4d3Q belegen klar die Richtung, in die es geht.
Nach jedem Wordpress (Core-)Update sorgen die Plugin Provider ebenfalls für Anpassungen, um die reibungslose Funktion der Plugins mit Wordpress zu gewährleisten. Dies geschieht auch von den gängigen Pagebuilder-Providern, da es vermehrt zu Kompatibilitätsproblemen führt, auch bedingt durch den Gutenberg Block Editor.
Mit der Einführung der Core Web Vitals im Mai werden viele Wordpress Webseitenbetreiber umdenken müssen. Um diese zu bestehen, müssen Unternehmer in der Regel nicht nur über gutes Hosting verfügen, sondern auch über eine schlanke Wordpress Architektur. Die großen PageBuilder sind hier sehr hinderlich und erforderliche Speedergebnisse können meist nur mit aufwändigem Optimierung erreicht werden, wenn überhaupt. Bei entsprechender maximalen Optimierung durch Minifizierungen, Caching etc., sind zudem Darstellungsfehler auf den Seiten wahrscheinlicher.
Jetzt heißt es also: Abspecken, alles nicht wirklich Notwendige rausschmeißen, größere Plugins durch kleinere ersetzen, Icons ggf. durch kleine Grafiken ersetzen (und damit Fonts sparen), Fonts und sonstige tags lokal speichern, Grundfunktionnen und Layouts von Gutenberg nutzen und dann zum Schluss Cachen, Minifizieren, Deferren und Lazy Loaden und, wer will, Scripte auf Seitenbasis deaktivieren. ... dann ist das Ziel zumindest machbar (wobei dann natürlich noch die Hostingumgebung gescheckt werden muss).
Am besten stellt man gleich seine IT-Infrastruktur bis Mai um und versucht, ohne große Plugins wie PageBuilder auszukommen, zumindest ist WordPress mit dem Block Editor so weit, dass das für die meisten Webseiten funktioniert. Zumindest sind damit die Weichen auch für die Zukunft gestellt und man verliert keine Rankings durch unzureichenden Speed.