06/05/2025
✨ Neuer Beitrag auf Tsurikrufn! ✨
Wir freuen uns, euch einen weiteren wertvollen Beitrag zur Erinnerungskultur auf Tsurikrufn vorzustellen – dem (von uns realisierten) Portal, das inzwischen 32 bewegende Lebensgeschichten jüdischer Persönlichkeiten und ihre prägenden Beiträge zur Kultur in Deutschland vereint — mit inspirierenden Geschichten, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden.
̈dischegeschichte
❗Neu in TSURIKRUFN❗
Ein neuer Gastbeitrag des Düsseldorfer Stadtmuseums ist online! Wir bedanken uns bei der Autorin Laura Heise und dem Autor Bernd Kreuter für den spannenden Beitrag über den jüdischen Künstler und Kunstpädagogen Julo Levin.
Julo Levin, 1901 in Stettin geboren, entdeckte früh seine Leidenschaft für die Kunst. Er zeichnete schon als Jugendlicher viel und skizzierte Bäume, Tiere und fertigte Porträts von Freunden an. So verwundert es nicht, dass er sich gegen eine kaufmännische Karriere und für das Leben als Künstler entschied. Nach dem Studium stellte er bei der renommierten GeSoLei aus und engagierte sich in Künstlergruppen wie „Junges Rheinland“.
Mit dem Ausschluss jüdischer Künstler:innen aus dem Kunstbetrieb nach 1933 verlor Levin jedoch fast jede Möglichkeit, seine Kunst auszustellen. Ab 1936 unterrichtete er an jüdischen Schulen. Er war fasziniert von den Zeichnungen seiner Schüler und Schülerinnen und sammelte sie: Über 1.900 kleine Kunstwerke, einzigartige Zeugnisse deutsch-jüdischer Geschichte.
Als 1942 die jüdischen Schulen geschlossen wurden, musste Levin Zwangsarbeit leisten. Ein Jahr später wurde er deportiert und ermordet. Doch zuvor brachte er nicht nur seine eigenen Werke, sondern auch die Kinderzeichnungen in Sicherheit – denn ihre Bewahrung war ihm genauso wichtig wie die seiner eigenen Kunst.
Mehr zu der faszinierenden und bewegenden Lebensgeschichte von Julo Levin erfahrt ihr unter www.tsurikrufn.de
Gestaltet hat den Beitrag unsere studentische Hilfskraft Lena-Sophia Ibe.
Stadtmuseum Düsseldorf