20/06/2023
Der Anteil an Hochleistungs-Faser-Kunststoff-Verbunden (-FKV) wächst seit Jahren in den Branchen wie Luft- und Raumfahrt-, Windenergie- und Automobilindustrie stetig an. Flugzeuge wie der Airbus A350 verfügen bereits über einen CFK-Anteil von mehr als 50% und je Rotorblatt einer 2 MW Windkraftanlage werden bis 15.000 kg FKV eingesetzt. Aufgrund der hohen spezifischen Festigkeit und Steifigkeit gestatten die FKV große Masseneinsparungen im Transportwesen, die Steigerung von Nutzlasten, Reichweiten und Reduktion des Energie- und Kraftstoffverbrauchs. Dem gegenüber stehen hohe Kosten für Faserherstellung, geringe Impactbeständigkeit, manuelle und nicht effiziente Reparaturprozesse sowie fehlende automatische Analyse-, Bewertungs- und Kreislauf-Konzepte. Eine Abhilfe kann hierzu die aktuell stark in verschiedenen Unternehmensanwendungen zunehmende Künstliche Intelligenz (KI) und das maschinelle Lernen verschaffen. Durch den Einsatz dieser Techniken entstehen neue Möglichkeiten für die digitale Transformation der gesamten FKV-Kreislaufwirtschaft. Optimale Qualität und Öko-Bilanz entsteht nur dann, wenn die Faserverbundprozesse, angefangen bei der Entwicklung über Fertigung bis hin zu erneuter Wiederverwendung bzw. Recycling, bestmöglich aufeinander abgestimmt und automatisierbar sind. Das erfordert ein intelligentes Datenmanagement, welches Muster und Gesetzmäßigkeiten erkennt und durch deren Einsatz autonome Prozesse zulässt. Somit sollen mit dem geplanten Vorhaben, dank Digitalisierung und KI, Lösungswege für die hocheffiziente Analyse, Bewertung, Widerverwendung und Recycling von FKV-Bauteilen erarbeitet werden.